Capitals Lazarett verliert gegen Red Bull Salzburg!

Capitals Lazarett verliert gegen Red Bull Salzburg! - Foto © Sportreport/Andreas Urban

In der 14. Runde der Erste Bank Eishockey Liga empfingen die Vienna Capitals Red Bull Salzburg. Die ersatzgeschwächten Wiener (ohne die verletzten Gratton und Rodman bzw. den gesperrten Torjäger Fortier) zogen dabei mit 2:4 den Kürzeren. Das schwache Unterzahlspiel der Gastgeber war am Ende der Unterschied.

Capitals begonnen ambitioniert – Salzburg macht die Tore
Die Capitals begannen das Spiel druckvoll. Eine Phase der doppelten Überzahl konnten die Gastgeber jedoch nicht ausnützen. In der Folge fingen sich die Bullen und konnten sich ein Übergewicht erarbeiten. In der ersten Überzahlsituation für die Gäste fiel der erste Treffer der Partie. Marco Brucker war für Salzburg erfolgreich (9.).

In der Folge präsentierten sich die Salzburger als reifere Mannschaft und ließen die stark ersatzgeschwächten Capitals kaum zur Entfaltung kommen. In Überzahl gelang den Gästen der nächste Treffer. Ryan Kavanagh war in der 16. Minute für die Gäste erfolgreich. In der Folge zeigten die Wiener großes Kämpferherz und kamen zu einigen guten Tormöglichkeiten. Treffer im ersten Drittel sollte keiner fallen. Mit 0:2 gingen die Teams in die erste Drittelpause.

Salzburger Passivität bringt die Capitals wieder ins Spiel
Im zweiten Drittel präsentierten sich die Salzburger weiter als reifere, effektivere Mannschaft. Für den dritten Treffer der Partie musste erneut eine Überzahlsituation herhalten. Nach einer tollen Kombination war Thomas Raffl für die Bullen erfolgreich (24.). Knapp drei Minuten später die vermutliche Vorentscheidung. Markus Schlacher erhöhte in der 26. Minute sogar auf 0:4.

Die Capitals wirkten davon sichtlich beeindruckt und benötigten einige Minuten um wieder ins Spiel zu bringen. Ein Energieanfall brachte die Gastgeber wieder zurück ins Spiel. Ferland traf in der 34. Minuten mit einem harten, präzisen Schuss ins lange Eck. Ausgerechnet eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen die Capitals sollte die Wiener endgültig ins Spiel zurück bringen. Ofner wurde wegen eines Checks gegen die Bande vorzeitig unter die Dusche geschickt. Just in der Phase der fünfminütigen Unterzahl gelang den Wienern durch Nageler der zweite Treffer (36.). Die Salzburger spielten in dieser Phase äußerst passiv. So stand es nach 40 Minuten „nur noch“ 2:4. Der Grund für das Comeback der Wiener im zweiten Drittel blieb genauso schleierhaft wie die chronische Schwäche in Unterzahl.

Salzburg verwaltet Vorsprung souverän über die Zeit
Die Ereignisse im letzten Drittel sind rasch zusammengefasst. Die Salzburger kontrollierten das Spiel und ließen kaum nennenswerte Offensivaktionen zu. Die Capitals versuchten mit großen Einsatz das unmögliche zu erzwingen – scheiterten daran jedoch im Ansatz.

Am Ende steht die nächste Heimniederlage für die Vienna Capitals. Nach dem Spiel wurden die Spieler der Capitals mit Beifall verabschiedet. Die Zuschauer würdigten eine kämpferisch tadellose Leistung. Die eklatanten Schwächen im Über- und Unterzahlspiel der Capitals haben am Ende den Ausschlag gegeben.

Tommy Samuelsson (Vienna Capitals): „Wenn man so viele Chancen nicht nützt, dann darf man sich nicht erwarten, dass man gewinnt. Unsere beiden Tore haben uns zwar Selbstvertrauen gegeben, danach hatten wir allerdings Pech bei Stangenschüssen und das dritte Tor wollte einfach nicht fallen. Es war auch klar zu sehen, dass uns die verletzten Spieler fehlen. Aber jetzt heißt es, Spiel abhaken und nach vorne schauen. Die positiven Sachen werden wir herausstreichen und darauf aufbauen. Am Dienstag haben wir gegen Znojmo die nächste Chance auf einen Sieg. Das würde die Verkrampfung bei uns lösen.“

Vienna Capitals vs. Red Bull Salzburg 2:4 (0:2, 2:2, 0:0)
Eissportzentrum Kagran, 4.350 Zuschauer, SR Veit/Fussi

23.10.2011


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