Tommy Haas ist bereits im Kitzbühel-Fieber

 Tennis, Tommy Haas, Kitzbühel

Bei Nennschluss schaffte es Tommy Haas gerade noch in das Hauptfeld des BET-AT-HOME CUPS 2012. Nur wenige Tage später begeisterte der Deutsche mit seinem Triumpf über Roger Federer die Tenniswelt und machte in der Weltrangliste einen ordentlichen Sprung nach vorne. Seither freut sich nicht nur ganz Kitzbühel auf den Publikumsliebling, auch Tommy Haas blickt schon gespannt dem Turnierstart entgegen.

Das Spielerfeld des BET-AT-HOME CUPS Kitzbühel besticht in diesem Jahr durch besonders klingende Namen. Neben er ehemaligen Nr. 1 der Welt, Juan Carlos Ferrero (ESP), dem holländischen Titelverteidiger Robin Haase und den beiden topgesetzten Deutschen Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber sind die Augen der Tennisfans ab 22. Juli aber vor allem auf einen gerichtet: den Aufsteiger des Jahres und Publikumsliebling schlechthin, Tommy Haas.

Noch zu Beginn der Saison hätte nicht einmal der gebürtige Hamburger selbst damit gerechnet, dass es für ihn 2012 im ATP-Ranking wieder so weit nach oben gehen könnte. Immer wieder machte ihm seine lädierte Schulter Probleme. „Aber seit einem Jahr bin ich zum Glück wieder verletzungsfrei und habe durch harte Arbeit wieder ein hohes Niveau erreicht. Wichtig ist auch, dass sich das gute Gefühl auf dem Platz auch in den Resultaten niederschlägt. Ich fühle mich derzeit einfach extrem wohl“, so Haas, dem man die neu gewonnene Freude am Tennissport bei jedem Match ansieht. Dass es mit dem ersten Turniersieg nach dem Comeback ausgerechnet in der Heimat klappte und das noch dazu gegen Roger Federer, kam für den 34-Jährigen dennoch überraschend. „Hätte mir vor dem Turnier jemand gesagt, dass ich es gewinnen werde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Roger auf Rasen in einem Finale zu schlagen, ist immer etwas ganz Besonderes. Sogar ich selbst habe einige Zeit gebraucht, um zu realisieren, was mir da gelungen ist.“

Trotz seiner hervorragenden Leistungen der vergangenen Wochen wurde Tommy Haas nicht für die Olympischen Spiele in London nominiert. Ein schwerer Rückschlag für den 34-Jährigen: „Ich habe ein Schreiben bekommen, in dem mir erklärt wurde, dass ich die Kriterien nicht erfüllt hätte und deshalb nicht für Olympia nominiert wäre. Das ist für mich – vor allem nach dem Sieg in Halle – nicht nachvollziehbar. Tennis in Deutschland wird leider oft schlechter gemacht als es ist. Zuletzt waren je zwei Damen und Herren im Viertelfinale von Wimbledon. Das kann sich sehen lassen.“

Umso mehr gilt Tommy Haas‘ Konzentration in den kommenden Wochen auf die Sandplatz-Turniere in Stuttgart (Mercedes Cup), Hamburg (bet-at-home Open) und natürlich den BET-AT-HOME CUP KITZBÜHEL. Gemeinsam mit der ganzen Familie reist er zum Turnier in die Gamsstadt, um hier nicht nur schöne Tage zu verbringen, sondern auch ordentlich Weltranglisten-Punkte zu sammeln. „Kitzbühel hat ein ganz besonderes Flair. Die Berge und die wunderschöne Landschaft sowohl im Winter als auch im Sommer haben mich schon immer beeindruckt. Eines aber ist überall gleich: Wenn ich auf den Platz gehe, dann will ich auch gewinnen. Aber Kitzbühel-Turnierdirektor Alex Antonitsch hat für ein starkes Feld gesorgt. Ich hoffe, dass sich die Fans über starke Leistungen von mir freuen können.“

Übrigens: Noch ein Publikumsliebling blickt seit kurzem voller Vorfreude nach Kitzbühel. Der Spanier Tommy Robredo bekam die letzte der drei Wildcards des BET-AT-HOME CUPS überreicht und will alles daran setzen, an alte Stärken anzuknüpfen. Der 30-jährige Spanier, der bereits zweimal in Kitzbühel aufschlug, konnte auf der Tour bereits zehn Turniersiege feiern und überzeugte in diesem Jahr schon mehrmals mit tollem Tennis. Erst vor kurzem wurde er von der ATP auch für sein Engagement für körperbehinderte Sportler ausgezeichnet.

Presseinfo Bet-at-Home Cup Kitzbühel

13.07.2012