Vor Olympia-Generalprobe in Sochi

Nach den Rennen in Oslo übersiedelte der Biathlontross nach Russland zu den zwei letzten Weltcupstationen in dieser Saison. Mit den in Sochi stattfindenden Wettkämpfen steht zugleich die Olympia-Generalprobe auf dem Programm. Die SportlerInnen und Betreuer zeigten sich von der pompösen Kulisse vor Ort beeindruckt.
Bereits am Flughafen zeigte sich das Ausmaß der kommenden Olympischen Winterspiele. Neben eindrucksvollen Bauwerken wurde die einstündige Busfahrt zum Weltcuport von einer durchgängigen Baustelle begleitet. Das neu errichtete Biathlonstadion überragt alle bisherigen Stadien in Größe und Ausmaß. Der Rundkurs um den Schießstand wird als anspruchsvoll und eckig beschrieben. Die Sportler haben in unmittelbarer Nähe zum Stadion auf 1500 Meter Quartier bezogen und werden am Donnerstag erstmals die Strecke in Wettkampftempo in Angriff nehmen.
Da die zehn Bestplatzierten der IBU-Cupwertung (betrifft Tobias Eberhard und Daniel Mesotitsch) dem jeweiligen Verband einen zusätzlichen Startplatz bei den letzten zwei Weltcuporten sichern, sind die ÖSV-Herren in Sotschi und Khanty-Mansiysk mit sieben Athleten vertreten. Pro Nation gibt es maximal zwei zusätzliche Startplätze.
Remo Krug (Cheftrainer): “Natürlich geht es heuer schon um Olympia. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns mit dem Streckenprofil anfreunden und Erfahrungen am Schießstand sammeln. Simon und Dominik müssen ihre guten Positionen im Gesamtweltcup verteidigen und wenn möglich noch verbessern. Durch gute Leistungen wollen wir unseren Nationencup-Platz behaupten und speziell beim Staffelwettkampf vorne mitmischen. Wir sind jetzt in der glücklichen Lage mit sieben Sportlern an den Start gehen zu können. Jeder von ihnen kann sich mit Top-Ergebnissen für die Staffel und die nächste Saison empfehlen.”
Simon Eder: “Es sind extreme Dimensionen hier in Sochi. Vom Stadion bis zur Unterkunft einfach gewaltig. Die Strecke mit einem sehr langen Anstieg hat es in sich. Es ist sicher auch eine Materialfrage, weil die Schneebedingungen im Moment sehr stumpf sind. Jetzt gilt es sich möglichst rasch an die Höhe zu gewöhnen. Ziel ist es wieder in die Top-Ten zu laufen.”
Julian Eberhard: “Ein Wahnsinn! Überall das Beste vom Besten. Der Stadionkomplex ist einzigartig. Die Strecke wirkt hingegen etwas künstlich. Der Kurs hat viele Kurven und ständig geht es auf und ab. Man muss hier voll auf Zug laufen. Das gelingt nur, wenn man körperlich topfit ist. Ansonsten bekommt man einen gehörigen Zeitrückstand aufgebrummt.”
ÖSV-Team Sochi
Herren (7): Julian Eberhard, Tobias Eberhard, Simon Eder, Dominik Landertinger, Daniel Mesotitsch, Fritz Pinter, Christoph Sumann
Damen (2): Romana Schrempf, Iris Schwabl
Programm Biathlon Weltcup Sochi (RUS)
Donnerstag, 07.03., Einzel Damen, 12.15 Uhr
Donnerstag, 07.03., Einzel Herren, 15.30 Uhr
Samstag, 09.03., Sprint Herren, 13.00 Uhr
Samstag, 09.03., Sprint Damen, 16.00 Uhr
Sonntag, 10.03., Staffel Herren, 12.30 Uhr
Sonntag, 10.03., Staffel Damen, 15.30 Uhr
Presseinfo ÖSV
06.03.2013





