HCB Südtirol kürt sich bei Red Bull Salzburg zum EBEL-Champion
In Spiel fünf der EBEL-Finalserie traf Red Bull Salzburg auf den HCB Südtirol. Im alles entscheidendem Spiel setzte sich der HCB Südtirol mit 2:3 nach Verlängerung durch und kürt sich in seiner ersten Saison zum Meister der Erste Bank Eishockeyliga.
Red Bull Salzburg mit vielen Torchancen – HCB Südtirol mit vielen Strafminuten
In den ersten Minuten spielen beide Mannschaften nicht gerade zimperlich. Dadurch wurden Torchancen schon im Keim erstickt. Doch im Laufe des ersten Drittels entwickelte sich ein spannender Playoff-Fight. Mit dem ersten Powerplay des Spiels ging Red Bull Salzburg in Führung. Der Schuss von Fahey konnte Hübl nur kurz abwehren. Meckler stand vor dem Tor bereit und drückte die Scheibe über die Linie. Zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unverdient der Treffer. Red Bull Salzburg hatte das Spiel streckenweise das Spiel unter Kontrolle. Der HCB Südtirol nahm im ersten Drittel zu viele Strafen. Doch Red Bull Salzburg konnte die vielen Chancen nicht nutzen. Es blieb nach den ersten 20 Minuten beim knappen 1:0 für die „roten Bullen“.
Red Bull Salzburg mit neuerlicher Führung – HCB Südtirol glich zwei Mal im Powerplay aus
Im zweiten Drittel fanden die Gäste besser ins Spiel. Auch ihr erstes Powerplay konnte der HCB nutzen. Eine gute Kombination schließt Piche ab. Doch knapp 90 Sekunden später ging Red Bull Salzburg wieder in Führung. Im Powerplay knallte Fahey das Spielgerät in die Maschen (29.). Nach dem neuerlichen Führungstreffer fanden die Gäste wieder ihre Chancen vor. In einem Fünf gegen Drei Powerplay nutzte Sharp den Raum vor dem Tor und verwertete eiskalt. Nach dem neuerlichen Ausgleich war das Spiel sehr offen und beide Defensivreihen verwalteten das Unentschieden. Mit dem 2:2-Remis ging es in die zweite Drittelpause.
Ausgeglichenes letztes Drittel – Intensive Verlängerung und HCB Südtirol als Champion
Der HCB Südtirol startete mit einem Powerplay in den Schlussabschnitt. Doch dieses Mal konnten sie kein Kapital daraus schlagen. Nach der überstanden Unterzahl fand Red Bull Salzburg Chancen durch Cullen und Meckler vor. Das Schlussdrittel war ein Kampf auf Messers Schneide. Beide Mannschaften wollten Fehler vermeiden. Sechs Minuten vor dem Ende kommt die Scheibe auf Motzko der alleine auf Hübl läuft. Der Schlussmann des HCB Südtirol pariert die Möglichkeit des Angreifers. Wenige Sekunden später hatte Latusa die Chance. Aber auch diese Möglichkeit machte der Tscheche zunichte. Vier Minuten vor dem Ende rettete die Latte für den HCB. Beide Teams ließen nichts mehr anbrennen. Nach 60 Minuten blieb es bei dem 2:2. Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen.
Der HCB Südtirol ging mit 42 Sekunden im Powerplay in die Verlängerung. Dieses Powerplay konnte nicht genutzt werden. Nach der Unterzahl machte Salzburg Druck und kam durch Hofer zu einer Riesenchance. Doch Hübl bewahrte sein Team vor dem raschen Ende. Auch der HCB Südtirol kam zu einigen Möglichkeiten. Brückler und ein bisschen Glück bewahrten die „Bullen“ vor dem vorzeitigen Ende. Der HCB hatte mit einer „Zwei-gegen-Eins“ Situation durch Laliberte und Strömberg die Entscheidung auf dem Schläger. Doch Heinrich bewahrte sein Team vor der Niederlage. In einer hochklassigen, dramatischen Verlängerung haben die Gäste das bessere Ende für sich.
Pance ballert in Minute 72 am Ende HCB Südtirol zum Meistertitel in der Premierensaison.
Red Bull Salzburg vs. HC Bozen 2:3 n. Verl. (1:0; 1:2; 0:0; 0:1)
Eisarena Salzburg, 3.600 Zuschauer (Ausverkauft), SR Smetana/Warschaw
Tore: Meckler (11./PP), Fahey (29./PP) bzw. Piche (27./PP), Sharp (35./PP2), Pance (72.)
Strafminuten: 12 bzw. 12
Dominik Wimberger
13.04.2014





