Die Herbstsaison im österreichischen Rugbysport startet mit neuen Mannschaften und neuem Ligabetrieb

Rugby, Österreich

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Mit der ersten Spielrunde am 20. und 21. September werden im heimischen Rugby „die Karten neu gemischt“.

Über den Sommer hat die Ligakoordination gemeinsam mit Vertretern der Klubs an einem neuen Konzept zur Optimierung des heimischen Ligabetriebs gearbeitet – einige Ergebnisse werden bereits mit Beginn der diesjährigen Herbstsaison umgesetzt. Es wird in der ersten und zweiten Liga nicht mehr nur um den Meistertitel, sondern nun auch um Auf- und Abstieg gekämpft. Dadurch steigt der RAK Olimpija Ljubljana als Sieger der zweiten Liga 2013/14 in die erste Liga auf. Die bisherigen zwei Gruppen in der Nationalliga werden zur zweiten Liga zusammengeführt und der RC Anexia Tigers Klagenfurt und Lokomotiva Zagreb als neue Mannschaften aufgenommen. In der dritten Liga haben sich aus den Vereinen der Landesliga Niederösterreich, dem ARC Leoben und RC Graz B die Regionalliga Nord und Süd formiert, deren jeweilige Sieger um das Aufstiegsrecht in die zweite Liga spielen können.

Eine weitere Neuerung dient der Förderung der österreichischen Vereine – zu diesem Zweck wurde der Österreichische Rugby Cup ins Leben gerufen. Der Cup ermöglicht Klubs aus unteren Ligen sich ein Kräftemessen gegen Bundesliga-Mannschaften zu liefern. Für die kommende Saison haben sich die sechs Vereine RC Linz, RC Graz, RC Krems, ARC Leoben, RU Donau Wien und Vienna Celtic RFC angemeldet, in drei Runden nach dem K.-o.-System gegeneinander anzutreten. Die ersten Gegnerpaare werden durch eine Auslosung Ende September entschieden. Liga-Präsident Martin Puchinger zeigt sich von den neuen Veränderungen überzeugt: „Mit den neuen Ligastrukturen wollen wir den sportlichen Wettkampf über alle Ligen hinweg fördern. Weniger etablierte Vereine können daraus neue sportliche Motivationen schöpfen und der Druck von unten führt auch bei den stärkeren Klubs zu einer Leistungssteigerung.“

Neuzuwachs Lokomotiva Zagreb
Seit ein paar Jahren zieht es Rugbyvereine aus den Nachbarländern nach Österreich. Im Jahr 2011 vereinbarte der ÖRV eine Liga-Kooperation mit dem slowenischen Rugby-Verband und seinen Vereinen RK Ljubljana, RAK Olimpija Ljubljana und Rugby Klub Maribor. Seither treten ausländische Mannschaften nicht nur auf internationaler Bühne gegen österreichische Vereine an. Slowenien wurde in das Ligasystem aufgenommen, um den Vereinen beider Länder mehr Spiele auf ausgeglichenem Niveau zu bieten. Ab dieser Herbstsaison spielt der kroatische Verein RK Lokomotiva Zagreb in der zweiten Liga mit. „Aufgrund Empfehlungen des slowenischen Verbands nahm der Klub mit uns Kontakt auf,“ erklärt Liga-Koordinator Martin „Juppi“ Puchinger und stellt fest, dass alle Nationen davon profitieren: „Auf der einen Seite können die Mannschaften regelmäßig gegen anspruchsvolle Gegner antreten, auf der anderen Seite erhöhen diese Klubs das Leistungsniveau in den heimischen Ligen und die sportliche Diversität im österreichischen Rugbysport. Wir schätzen die Beteiligung der Nachbarklubs sehr und sehen sie als gleichwertige Gegner in einer gemeinsamen Liga an. Nun werden die Karten neu gemischt und eine spannende Saison erwartet uns.“

Endlich wieder Rugby: Erste Runde am 20./21. September
Am Wochenende des 20. und 21. Septembers geht es mit dem Auftaktspiel Vienna Celtic RFC gegen RK Ljubljana los. Der slowenische Klub, der die vergangene Saison ungeschlagen beendete, gilt als klarer Favorit. Vielleicht konnten die Wiener über den Sommer Kräfte tanken und erzielen mit einem Sieg ihre ersten vier Punkte. Im Anschluss findet das Wiener Derby der Rugbygranden statt. RU Donau Wien wird sich unter der Führung ihres neuen australischen Coachs Steve Doyle einen kräftigen Schlagabtausch gegen den Erzrivalen Stade Rugby Wien liefern.

Sein erstes Debütspiel tritt der Lokomotiva Zagreb gegen die zweite Mannschaft der RU Donau Wien an. Die Korsaren erwiesen sich bereits am 30. August im Nachtragsspiel gegen den RC Krems mit einem Ergebnis von 10-57 als siegessicher. Wie der kroatische Neuzuwachs den Saisonauftakt in der zweiten Liga meistern wird, zeigt sich am 20. September.

Der zweite Neustarter in der Liga ist der RC Anexia Tigers Klagenfurt. Bekannt geworden als Challenge-Cup-Sieger und getrieben von einem enormen Aufwind im Verein betritt er nun die nationale Bühne der 15er-Bewerbspiele am 20. September gegen den RK Maribor. Bevor sich die Tigers auswärts behaupten werden, testen sie im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegen den Wombats RC am 8. September um 15:00 Uhr am Koschatplatz.

Medieninfo ÖRV

04.09.2014