Vienna Capitals, Dornbirner EC

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In der 42. Runde der Erste Bank Eishockey Liga stand das Duell Vienna Capitals vs. Dornbirner EC auf den Programm. Die Gäste aus Vorarlberg feiern dabei einen überraschenden – aufgrund der höheren Effektivität im Offensivspiel nicht unverdienten – 1:4-Erfolg.

Dornbirner EC führt nach den ersten Drittel
Beide Teams starteten verhalten ins Spiel. Auch das erste Powerplay des Spiels – zu Gunsten der Vienna Capitals – brachte keinen zählbaren Erfolg. Bezeichnen für die ersten Minute war in der Überzahlsituation eine Situation hinter dem Tor der Gäste. Ein Befreiungsschlag von Goalie Lawson kullerte vor das verlassene Tor der Gäste. Jedoch stand kein Spieler im Slot um die Situation auszunützen.

Nach rund sieben Minuten konnten sich die Gastgeber eine spürbare Überlegenheit erarbeiten. Schüsse von Großlercher und Deschamps sorgten für Gefahr vor dem Tor der Gäste. Zwingend waren die Offensivbemühungen der Gastgeber jedoch selten.

Auf der Gegenseite setzte der Dornbirner EC auf eine kompakte, gut strukturierte Defensivleistung. In den selten Konterangriffe waren die Vorarlberger zwar optisch gefällig jedoch ohne nennenswerte Torgefahr. In der 14. Minute gab es innerhalb von wenigen Sekunden eine Doppelchance. Zuerst hatte Neuzugang Bois für die Vienna Capitals die Führung auf dem Schläger. Auf der Gegenseite verzog Achermann einen Schuss aus vielversprechender Position nur knapp.

Vieles deutete bereits auf ein torloses erstes Drittel ehe die Gäste in der 17. Minute den Führungstreffer erzielten. Einen Schuss von Desbiens kann Zaba kurz abwehren. Magnan-Grenier steht goldrichtig und staubt zur 0:1-Pausenführung nach dem ersten Drittel ab.

Zwei Tore im Mitteldrittel
Nach durchwachsenen ersten Drittel starteten die Vienna Capitals mit neuer Energie ins Mitteldrittel. Gleich nach wenigen Sekunden fanden die Vienna Capitals das zweite Überzahlspiel des Spiels vor. Am Ende gelang jedoch den Gästen der zweite Treffer des Abends. D’Alvise zog in Unterzahl vom linken Bullykreis ab und traf knallhart zum 0:2 unter die Latte.

Der Schock des zweiten Gegentreffers saß bei den Vienna Capitals spürbar tief. In den folgenden Minuten hatten die Wiener spürbare Probleme wieder ins Spiel zu finden. In der 29. Minute gelang den Gastgebern in Überzahl schlussendlich der Anschlusstreffer. Nach Querpässen von Foucault und Carson staubt Ferland aus kurzer Distanz zum 1:2 ab.

In der Folge witterten die Vienna Capitals Morgenluft. Die Gastgeber konnten sich ein optisches Übergewicht erarbeiten und drängten auf den Ausgleichstreffer. Die beste Chance darauf fanden die Wiener in Unterzahl vor. In einer Kontersituation fuhren Ferland und Carson alleine auf Dornbirner EC-Goalie Lawson zu. Nach herrlicher Vorarbeit konnte der Verteidiger der Vienna Capitals nicht die Scheibe im leeren Tor unter bringen (36.).

23,1 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels gab es noch einen Aufreger. Der Dornbirner EC erzielte das vermeintliche 1:3. Nach Betrachtung des Videobeweises entschieden die Schiedsrichter jedoch auf keinen Treffer. Eine vertretbare Entscheidung der Unparteiischen. Desbiens sah dies jedoch anders und fand deutliche Worte in Richtung der Spielleiter. Ein Umstand der den Vienna Capitals zu Beginn des dritten Drittels ein Powerplay einbrachte. Zwischenstand nach 40 Minuten weiter 1:2.

Frühe Entscheidung zu Gunsten des Dornbirner EC
Das Powerplay brachte den Gastgebern nicht den gewünschten Erfolg ein. Sprich es blieb weiter bei der 1:2-Führung für den Dornbirner EC. In den folgenden Minuten gelang es den Gästen das Spiel zu beruhigen. Den Vienna Capitals gelang es recht selten in die gefährliche Zone des Dornbirner EC zu gelangen. Die beste Möglichkeit der Gastgeber in dieser Phase vergab MacArthur in Minute 45. Die Gäste machten es praktisch im Gegenzug besser. Nach herrlichen Pass von D’Alivse steht Bohmbach plötzlich völlig alleine vor Zaba. Der Center der zweiten Linie des Dornbirner EC verlädt den Goalie der Vienna Capitals und schiebt zum 1:3 ein. Ein Treffer der die frühe Vorentscheidung bedeuten sollte.

Die Vienna Capitals versuchten zwar in der Folge alles. Die offensiven Mitteln der Wiener waren jedoch überschaubar. 2:46 Minuten vor dem Ende riskierten die Gastgeber alles. Nach einer Auszeit nahm Head Coach Tom Pokel Goalie Zaba zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Der gewünschte Erfolg sollte sich am Ende jedoch nicht einstellen – Im Gegenteil! In Unterzahl trifft Sertich per Presschlag zum 1:4-Endstand.

So feiert am Ende der Dornbirner EC aufgrund der höheren Effektivität im Offensivspiel einen verdienten Auswätssieg bei den Vienna Capitals. Vor der letzten Runde rutschen die Vienna Capitals somit aus den Top 4 der Tabelle. Den Wienern droht somit ein Start mit null Punkten in die Pick-Round.

Vienna Capitals vs. Dornbirner EC 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)
Eissportzentrum Kagran, 4.500 Zuschauer, SR Babic/Nikolic

Tore: Ferland (29./PP) bzw. Magnan-Grenier (17.), D’Alvise (23./SH), Bohmbach (45.), Sertich (59./EN)

Strafminuten: 12 bzw. 16

30.01.2015