Fast ausschließlich Favoritensiege in der 2BL

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In der 16. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga gab es fast ausschließlich Favoritensiege. Die Mattersburg Rocks bleiben mit einem Sieg bei den Wörthersee Piraten St. Pöltens „Verfolger Nr. 1“. KOS Celovec gab sich bei den Basket Flames keine Blöße und zieht auf den 3. Tabellenrang vor. Die Mistelbach Mustangs beenden gegen Tabellenschlusslicht Dornbirn Lions ihre „Mini-Krise“ – und die Radenthein Garnets machen, wohl als einziger „Underdog“, gegen die BBU Salzburg wichtige Punkte im Play-Off-Kampf.

Die Mattersburg Rocks gaben sich gegen die Wörthersee Piraten keine Blöße und gewannen deutlich mit 94:64. In der ersten Halbzeit konnten die Kärntner noch halbwegs dagegenhalten. Ein starkes drittes Viertel der Rocks, angeführt von Top-Scorer Stefan Ulreich (24 Punkte), brachte dann aber bereits die Vorentscheidung. Mit dem elften Sieg im vierzehnten Spiel liegen die Mattersburger nur mehr einen Sieg hinter Tabellenführer St. Pölten. Die Dragons haben allerdings ein Spiel mehr auf dem Konto. Die Wörthersee Piraten sind durch diese Niederlage vorübergehend wieder aus den Play-Off-Plätzen gerutscht.

KOS Celovec erkämpfte sich wichtige Punkte gegen die Basket Flames – vor allem für ein mögliches Heimrecht im Viertelfinale. Den Grundstein zum Erfolg legte KOS bereits Ende des ersten Viertels mit einem 14:2-Lauf. Im zweiten Viertel gab es dann einen offenen Schlagabtausch. Doch gegen die Big-Points von Ziga Erculj und Nenad Kalamanda fanden die Flames nicht mehr die richtige Antwort und mussten somit mit 77:86 ihre dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Damit ist für die Wiener eine mögliche Play-Off-Qualifikation in weite Ferne gerückt. Mit einem Spiel mehr liegen sie nun bereits zwei Punkte hinter dem Tabellenachten.

Nach drei Niederlagen in Serie konnten die Mistelbach Mustangs gegen Tabellenschlusslicht Dornbirn Lions wieder anschreiben. Anfangs noch ausgeglichen, ist es fortan Vladimir Sismilich, der mit insgesamt 31 Punkten den Niederösterreichern die Erfolgsspur ebnete. Ein 11:0-Run im Schlussviertel war dann endgültig für den Sieg der Mistelbacher verantwortlich. Für die Lions ist nach der 13 Saisonniederlage der Play-Off-Zug zu gut wie abgefahren, die Mustangs liebäugeln wieder mit dem 4. Tabellenrang – und dem Heimrecht im Viertelfinale. zurü

Das Duell um den sechsten Tabellenplatz entschieden die Radenthein Garnets gegen die BBU Salzburg für sich. Wie schon die Ausgangssituation versprochen hatte, entwickelte sich in der Anfangsphase das erwartet spannende Spiel. Mit Fortdauer der Begegnung konnten sich die Garnets Vorteile erspielen und gingen mit +6 in die Pause. Auch das dritte Viertel lief besser für die Gäste, doch Salzburg steckte nicht auf und konnte bis kurz vor Schluss noch einmal auf fünf verkürzen. Zu abgebrüht agierten dann allerdings die Garnets und sicherten sich ihren siebenten Erfolg im fünfzehnten Spiel. Salzburg bleibt trotz der Niederlage weiterhin auf einem Play-Off-Platz, allerdings sind gleich zwei Teams, noch dazu mit einem Spiel weniger, dicht auf den Fersen.

Die Ergebnisse der 16. Runde im Überblick:
Basket Flames – KOS Celovec

77:86 (18:26, 45:51, 58:71)
Mistelbach Mustangs – Dornbirn Lions
83:70 (19:15, 36:34, 60:51)
Wörthersee Piraten – Mattersburg Rocks
64:94 (23:22, 36:41, 47:70)
BBU Salzburg – Radenthein Garnets
75:86 (17:19, 34:40, 54:64)

bereits gespielt:
Raiders Villach – Dragons St. Pölten
84:82 (18:17, 29:32, 52:47, 69:69)

Die Ergebnisse der 16. Runde im Detail:

Basket Flames KOS Celovec
77:86 (18:26, 45:51, 58:71)
Die Basket Flames mussten eine bittere Niederlage gegen KOS Celovec – ohne Grega Mali, der ein Kind erwartete – einstecken. Nach einem 0:5-Rückstand fighteten die Hausherren zurück und gingen ihrerseits mit 16:12 in Front. Ein 14:2-Run bis zum Viertelende brachte KOS jedoch auf die Siegerstraße.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bei dem die Flames eine gute Figur machten. Colin Fuchs-Robetin und Josh Rohrböck brachten viel Schwung. Auf Seiten der Klagenfurter waren es aber Ziga Erculj und Nenad Kalamanda die gemeinsam für 56 Zähler sorgten und in kritischen Phasen oft per Dreipunkter eine Antwort hatten.

Letztendlich siegten die Kärntner verdient mit 77:86.

Stellungnahmen zur Begegnung:
Roland Schönhofer, Headcoach der Flames: „Wir haben heute bis zum Schluss hart gekämpft. Es hat jedoch nicht ganz gereicht.“

Rok Zupan, Headcoach von KOS: „Es war sehr schwierig für uns, weil wir auf Grega Mali verzichten mussten. Wir haben das aber mit viel Aggressivität kompensieren können. Ein Schlüssel zum Erfolg war die Defensivleistung von Toman Feinig.“

Beste Werfer: Fuchs-Robetin 16, Gavranic 15, Najdanovic 14 bzw. Erculj 29, Kalamanda 27, Strazar 15;

Mistelbach Mustangs Dornbirn Lions
83:70 (19:15, 36:34, 60:51)
Im ersten Viertel finden beide Mannschaften schlecht ins Spiel. Es dominieren Fehlwürfe und Ballverluste. In der Mitte des Viertels können sich die Mustangs kurz absetzen, die Lions holen aber sofort auf. Ausgeglichenes 1. Viertel: 19:15

Das zweite Viertel dominieren insgesamt die Lions, obwohl keine Mannschaft deutliche Akzente setzen kann.

Im dritten Viertel starten die Mustangs mit einer Aufholjagd, zwei Dreipunkter von Servuts sorgen für einen Ausbau der Führung. Nach einigen Freiwürfen kann Dornbirn wieder aufholen, bevor die Mustangs das dritte Viertel mit +9 beenden.

Viertel Nr. 4 beginnen die Lions mit zwei souveränen 3-Punktern. Dann legen die Gastgeber einen 11:0-Run hin und stellten damit einen komfortablen 14-Punkte-Vorsprung her.

Stellungnahmen zur Begegnung:
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Ohne den dauerverletzten Deimel und den verletzten Ovczak war es schwer, aber die 2 Punkten nehmen wir gerne mit. Leider fehlt uns momentan die Leichtigkeit, die aufgrund vieler angeschlagener Spieler unser Spiel nicht so flüssig macht.“

Anis Servuts, Spieler der Mustangs: „Ich bin happy gewonnen zu haben. Der Sieg war wichtig, um die Verliererstraße zu verlassen und wieder auf die richtige Spur zu kommen.“

Philipp Nägele, Assistantcoach der Lions: „In der ersten Halbzeit haben wir leider ein paar Punkte liegengelassen. Auf beiden Seiten wurden gleich viele Fehler gemacht. Es konnte sich niemand absetzen. In der zweiten Halbzweit haben wir vor allem am Offensiv-Rebound verloren.“

Dominik Jussel, Spieler der Lions: „Es war ein knappes Spiel, da die Mustangs wichtige Ausfälle hatten. Unser junges Team hat gegen die erfahrenen Mistelbacher nicht viel ausrichten können. Am Ende hat die Erfahrung gesiegt und die etwas tiefere Bank.“

Beste Werfer: Sismilich 31, Dygryn 22, Servuts 12 bzw. Tobar 20, Stadelmann 17, Thaler 14;

Wörthersee Piraten Mattersburg Rocks
64:94 (23:22, 36:41, 47:70)
Zu Beginn des Spiels haben die Hausherren leichte Vorteile, bevor die Rocks gegen Ende des 1. Viertels dann eine starke Phase haben und den Rückstand auf gerade einmal 1 Punkt verkürzen können.

Im zweiten Viertel begegnen sich zwei gleich starke Mannschaften, die um jeden Ball kämpfen, spielerisch aber nicht überzeugen. Viele Fouls auf beiden Seiten führen dazu, dass sich kein richtiger Spielfluss entwickelt. Für schöne Einzelaktionen sorgen Hannes Artner, der für Mattersburg immer wieder scoren kann, sowie Huber Tim für die Piraten.

Angeführt von Stefan Ulreich erhöhen die Rocks am Anfang der zweiten Hälfte binnen 2 Minuten ihren Vorsprung von +5 auf +16 Punkte, bevor die Piraten erstmals Punkte erzielen. Zwar geben die Klagenfurter nicht auf, aber Mattersburg ist zu routiniert und vergrößert den Vorsprung auf 23 Punkte.

Trotz des Spielstands schenken sich beide Mannschaften nichts, auch wenn auf beiden Seiten nun vermehrt die Bankspieler zum Einsatz kommen. Auch dieses Viertel ist sehr zerfahren. Insgesamt geht zu Spielende jede der beiden Mannschaften mit über 30 Teamfouls vom Feld und Mattersburg als verdienter Sieger.

Stellungnahmen zur Begegnung:
Dragan Sliskovic, Headcoach der Piraten: „Wir haben von Anfang an nicht zu unserem Spiel gefunden. Einige Leistungsträger hatten heute einen schlechten Tag. So kann man gegen Mattersburg nicht gewinnen.“

Christian Erschen, Kapitän der Piraten: „Ein total Ausfall im 3. Viertel hat uns jede Chance genommen.“

Hannes Artner, Spieler der Rocks: „In der ersten Hälfte war das Spiel ausgeglichen, aber danach waren wir in jeglichen Belangen besser.“

Beste Werfer: Huber T. 20, Buggelsheim 13, Würtz 7 bzw. Ulreich 24, Artner 15, Gaspar 14;

BBU Salzburg Radenthein Garnets
75:86 (17:19, 34:40, 54:64)
Wie erwartet startet das Spiel auf Augenhöhe. Die BBU konnte sich bis zur achten Minute des ersten Viertels einen leichten Vorsprung erspielen, danach scorten aber vorrangig die Gäste und gingen noch mit 19:17 in die Pause. Gegen die Zonenverteidigung der Kärntner fanden die Salzburger zu selten eine gute Antwort, trotzdem blieb es bis zur Halbzeit beim knappen 34:40 Spielstand. Das dritte Viertel begann deutlich besser für die Gäste und die Mozartstädter hatten Mühe, sich wieder heran zu kämpfen. Erst Mitte des vierten Viertels war man wieder auf fünf dran, konnte aber die entscheidenden Aktionen nicht setzen und so gingen die Gäste mit 75:86 als Sieger vom Feld.

Stellungnahmen zur Begegnung:
Harald Bründlinger, Obmann der BBU: „Wir haben uns heute das Leben selbst schwer gemacht. Bis zum Schluss waren wir dran, standen uns aber meist selbst im Weg. Wir haben aber noch einige Spiele vor uns, daher gilt es weiter zu arbeiten und die Köpfe nicht hängen zu lassen.“

Goran Jovanovic, Headcoach der Garnets: „Heute haben wir konzentriert gespielt. Salzburg ist eine gute Mannschaft, aber wir wollten den Sieg heute mehr.“

Beste Werfer: Kohn 28, Sormaz 26, Rattey 7 bzw. Misic 23, Pirija 22, Zvarsnik 20

Presseinfo ABL/ÖBL/Admiral Basketball Bundesliga/red.

31.01.2016