Black Wings Linz, HCB Südtirol

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Der EHC LIWEST Black Wings Linz setzte sich am Sonntag in einer turbulenten Partie gegen den HCB Südtirol durch. Nachdem die Führung im Mitteldrittel zweimal wechselte, feierten die Oberösterreicher einen 4:3-Erfolg und stellten in der Viertelfinal-Serie auf 2:0.

Nach dem emotionsgeladenen ersten Spiel dauerte es auch am Sonntag nicht lange, bis die Gemüter erstmals leicht erhitzten. Der HCB Südtirol, bei dem Brandon Bell für die restliche Saison ausfallen wird, bekam bereits in der Anfangsminute eine Überzahl zugesprochen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Im Gegenteil, der EHC LIWEST Black Wings Linz, ohne dem gesperrten Patrick Spannring, wurde durch Travis Roche gefährlich und wenig später schlug das beste Powerplay der Liga selbst zu: Mit seinem 41. Saisontreffer egalisierte Andrew Kozek den Klubrekord von Brian Lebler per Onetimer. Die Gäste zeigten sich aber unbeeindruckt, einem Stangenschuss von Alex Egger folgte der Ausgleich durch Taylor Vause, der platziert ins lange Eck abschloss. Nick Palmieri vergab eine weitere Chance für die Südtiroler während Marius Göhringer einen Abpraller auf der anderen Seite zum 2:1-Drittelstand versenkte.

Die Pokel-Truppe erwischte einen Blitzstart in den zweiten Abschnitt. Brodie Reid (21.) verwertete eine ideale Vorlage von Nate DiCasmirro, der nur drei Minuten später auf Zuspiel von Reid sogar auf 2:3 stellte. Jeder Meter auf dem Eis blieb umkämpft und die Linzer schlugen in einer kurzen Drangperiode wieder zurück. Nachdem Hübl anfangs noch rettend eingreifen konnte, traf Marc-Andre Dorion von der blauen Linie. Das läutete die nächste Wende in dieser Partie ein: Denn der HCB ließ auch das dritte Powerplay ungenützt und mit Ablauf der Strafe schloss Mario Altmann einen Konter erfolgreich ab. Weil Brett McLean an der Stange scheiterte und Kozek die letzte Chance nicht im Tor unterbringen konnte, blieb es beim 4:3 nach 40 Minuten.

Nach Wiederbeginn agierten zunächst beide Mannschaften vorsichtiger, bis der Puck nach einem Schuss von außen auf der Linie vom Ouzas-Gehäuse tänzelte. Die Scheibe war jedoch nicht hinter der Linie, was der Videobeweis bestätigte. Die Gäste blieben am Drücker und verbrachten viel Zeit im Angriffsdrittel. Doch auch die nächste große Chance brachte Egger im Powerplay nicht im Tor unter. In der Schlussphase bekamen die Südtiroler noch eine doppelte Überzahl zugesprochen, hatten aber in dieser Minute keinen Torschuss. Die Linzer brachten das Ergebnis über die Zeit und stellten in der Serie auf 2:0.

Erste Bank Eishockey Liga, 2. Play-off-Viertelfinale (best of seven):
So. 28.02.2016: EHC LIWEST Black Wings Linz – HCB Südtirol 4:3 (2:1,2:2,0:0)
Schiedsrichter: NIKOLIC K./NIKOLIC M., 4.865 Zuschauer;
Tore Linz: Kozek (5./pp), Göhringer (15.), Dorion (29.), Altmann (34.)
Tore Bozen: Vause (10.), Reid (21.), DiCasmirro (25.)
Stand in der Best-of-seven-Serie, HCB – EHL: 0:2

Medieninfo Erste Bank Eishockey Liga

28.02.2016