Prevc fixiert Gesamtweltcupsieg - Kraft und Hayböck in Almaty auf 4 und 5

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Peter Prevc sicherte sich am Sonntag mit seinem 13. Saisonsieg frühzeitig den Sieg um Gesamtweltcup. Stefan Kraft vergab heute einen Podestplatz durch einen Wackler bei der Landung.

Almaty bot an diesem Wochenende eine tolle Kulisse für die Weltcupbewerbe der Skispringer. Bei den Herren war an diesem Wochenende Peter Prevc in beiden Bewerben eine Klasse für sich. Er gewann heute vor Severin Freund und Daniel Andre Tande. Stefan Kraft sprang auf Platz vier. Ein Fehler beim Aufsprung kostete den Salzburger jene Haltungsnoten, die für den dritten Platz nötig gewesen wären. Michael Hayböck folgte 0,4 Punkte dahinter auf Rang fünf. Weitere Weltcuppunkte gab es für Manuel Fettner auf Platz 19 und Philipp Aschenwald als 29. Manuel Poppinger verpasste das Finale.

Die Mannschaften fliegen schon in der Nacht auf Montag zurück nach Österreich. Für die Herren geht es bereits am Mittwoch weiter nach Wisla (POL), wo am Freitag und Samstag zwei Einzelbewerbe geplant sind. Ab dort und für die restlichen Saisonspringen stehen den Österreichern wieder sieben Weltcupstartplätze zur Verfügung. Diese werden in Wisla durch Ulrich Wohlgenannt und Florian Altenburger besetzt.

Audiointerview mit Stefan Kraft:

Thomas Diethart weiter im Krankenhaus
Thomas Diethart befindet sich nach seinem Trainingssturz in Brotterode weiterhin im Krankenhaus von Meiningen. Der Niederösterreicher hat keine ernsthaften Verletzungen davongetragen, steht zur Sicherheit aber noch bis morgen auf der Intensivstation unter Beobachtung. Diethart wird voraussichtlich am Montag nach Österreich überstellt. Der heutige CoC Bewerb in Brotterode konnte wegen zu starkem Wind nicht durchgeführt werden. Beim Springen am Samstag hatte es durch Daniel Huber auf Platz zwei einen Podestplatz gegeben. Clemens Aigner belegte Rang vier.

Lukas Klapfer in Val di Fiemme auf Platz 5 – wieder vier Österreicher in den Top Ten
Magnus Krog konnte den heutigen Bewerb in Val di Fiemme (ITA) für sich entscheiden. Der Norweger gewinnt 5,8 Sekunden vor Landsmann Joergen Graabak, auf Platz 3 kombinierte sich der Deutsche Fabian Riessle (+18,4sek). Lukas Klapfer wurde als bester Österreicher Fünfter (+30,9sek), ein Sturz verhinderte wohl für ihn eine Podiumsplatzierung.

Wie prognostiziert setzte am Vormittag starker Regen ein, der der Anlaufspur im Wettkampfverlauf zusetzte. Fast alle Athleten hatten zum Schluss des Starterfeldes mit langsameren Anfahrtsgeschwindigkeiten zu kämpfen. Eric Frenzel konnte dies aber nichts anhaben, er setzte mit 120,5 Meter den weitesten Sprung des Tages in den Auslauf und durfte als erster auf die Loipe. Willi Denifl platzierte sich als bester Österreicher nach dem Springen auf Platz 4 (+1min 4sek), knapp dahinter machte Martin Fritz, der für den erkrankten David Pommer ins Aufgebot rutschte, seine Sache solide. Ohne Trainingssprung startete er mit einem Sprung auf 112 Meter und Rang 6 (+1min 7sek) nach dem Springen in den Langlaufbewerb. Mario Seidl und Philipp Orter folgten auf Platz 8 und 9 (+1min 18sek bzw. +1min 26sek), Lukas Klapfer mit 1min 38sek auf Platz 13. Der Sieger von gestern, Bernhard Gruber, konnte nicht an seine Sprungleistung von gestern anschließen, für ihn resultierte auf der Schanzenanlage in Predazzo ein Rückstand von 2min 34sek.

Magnus Krog konnte trotz eines Sturzes gleich zu Beginn des Rennens den Rückstand auf Eric Frenzel sukzessive verkleinern, ehe er ihn gegen Ende des Rennens stehenließ und einen sicheren Sieg nach Hause lief. Willi Denifl lief lange im Kampf um die Podiumsplätze mit, ehe im Rennverlauf eine große Verfolgergruppe, in der sich Klapfer, Orter, Seidl und Fritz befanden, auf ihn auflief. Lukas Klapfer konnte sich aus dieser Gruppe lösen und kämpfte gegen Fabian Riessle und Joergen Graabak um die weiteren Podiumsplätze, ehe ein Sturz von Klapfer, bei dem er einen Stock verlor, dies zunichtemacht. Schlussendlich resultierte für ihn mit der vierten Laufzeit Platz 5. Eric Frenzel rettet vor ihm den 4. Platz ins Ziel und kürt sich mit dem heutigen Tag vorzeitig zum Gesamtweltcupsieger.

Gesamt schafften heute mit Philipp Orter, Willi Denifl, Martin Fritz (Plätze 8,9 und 10) wieder vier Österreicher den Sprung in die Top Ten. Mario Seidl rundet als Elfter heute ein mannschaftlich sehr gutes Ergebnis ab. Hervorzuheben ist die Leistung von Martin Fritz, der mit dem zehnten Platz sein bisher mit Abstand bestes Weltcupergebnis erzielt.

Die weiteren Platzierungen:
21. Bernhard Gruber
23. Lukas Greiderer

Stimmen:
Audiointerview Lukas Klapfer (5.):

Audiointerview Philipp Orter (8.):

Audiointerview Martin Fritz (10.):

Kommendes Wochenende findet in Schonach im Schwarzwald das Saisonfinale statt. Im Rahmen des 50-jährigen Schwarzwaldpokal-Jubiläums finden von 4. bis 6. März ein Teambewerb, ein Einzelbewerb über 10km und ein Finalbewerb mit zwei Sprüngen und 15km statt.

Iraschko-Stolz Zweite in Almaty
Audiointerview mit Danie Iraschko-Stolz:

Das für nächstes Wochenende in Rasnov (ROU) geplante Weltcupfinale musste wegen Schneemangel abgesagt werden. Derzeit besteht noch die Hoffnung, dass mit Kuopio ein Ersatzort gefunden werden kann. Die Entscheidung darüber wird am Montag bekanntgegeben.

Triumph von Andrea Limbacher bei Olympia-Test in Bokwang
Andrea Limbacher hat am Sonntag im Bokwang Phoenix Park (KOR) den zweiten Saisonsieg nach Innichen (ITA) im vergangenen Dezember und ihren insgesamt vierten Weltcuperfolg gefeiert. Die Weltmeisterin aus Oberösterreich fuhr bei der Generalprobe für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang ein überragendes Rennen und verwies in einem hochkarätig besetzten Finale die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Sotschi 2014, Kelsey Serwa (CAN), die bereits als Gesamtweltcup-Siegerin feststehende Schwedin Anna Holmlund und die regierende Olympiasiegerin Marielle Thompson (CAN) auf die Plätze.

„Nach dem Katastrophentraining, das ich hier abgeliefert habe, bin ich superhappy über die heutige Leistung. Ich kann mich in den Heats extrem steigern. Ich brauche die Gegnerinnen um mich herum, um das Optimum herausholen zu können. Ich habe gewusst, dass der Start hier nicht die ganz große Rolle spielt. Viel wichtiger war es, ordentlich Speed für die Zielgerade aufzubauen, und das habe ich sehr gut hinbekommen. Sollte der Kurs auch in zwei Jahren so aussehen, hätte ich nichts dagegen“, meinte Andrea Limbacher mit Blickrichtung auf die Olympischen Winterspiele 2018 mit einem Augenzwinkern.

Bei den Herren gewann der 22-jährige Oberösterreicher Daniel Traxler das kleine Finale und durfte sich als Gesamt-Fünfter über sein bestes Weltcupresultat freuen. Der Steirer Robert Winkler (10.) und der Salzburger Adam Kappacher (16.) erreichten das Viertelfinale. Für die Tiroler Andreas Matt (17.) und Thomas Zangerl (25.) sowie den Oberösterreicher Johannes Rohrweck (29.) war nach der Auftaktrunde Endstation.

„Meine Taktik war, aus der dritten oder sogar vierten Position auf der langen Zielgeraden zu attackieren. Das ist mir in drei von vier Heats auch optimal gelungen. Einzig im Semifinale ist dieses Vorhaben nicht aufgegangen, weil der Abstand zu den Vorderleuten schon etwas zu groß war. Es war eine coole Sache, dass ich danach noch das kleine Finale gewonnen habe. Dass ich mein bestes Weltcupergebnis am nächsten Olympia-Schauplatz herausfahren konnte, baut mich zusätzlich auf“, sagte Daniel Traxler.

Der Sieg ging an den Franzosen Bastien Midol vor dem Deutschen Paul Eckert und Olympiasieger Jean Frederic Chapuis (FRA), der damit seinen Gesamtweltcup-Sieg aus der Vorsaison wiederholte. Das letzte Weltcup-Saisonrennen der Skicrosser steht am kommenden Freitag, 4. März 2016, in Arosa (SUI) auf dem Programm.

Almaty | Podestplätze für Iraschko, Seifriedsberger und Hayböck
Stimmen und Bilder aus Almaty

Michael Hayböck:

Daniela Iraschko-Stolz:

Jacqueline Seifriedsberger:

Presseinfo Österreichischer Skiverband

28.02.2016