EURO, EURO 2016

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Die EURO 2016 ist Geschichte – ein Fußballfest ist beendet. Zeit für einen Rückblick auf die schönen Dinge des Turniers. Eine Analyse der Sportreport-Redaktion.

Island – Kleine Insel ganz groß!
Im Vorfeld des Turniers war Island einer der größten Außenseiter. Auf dem Papier war der kleinsten Teilnehmer die größte Bereicherung. Mit kompakter Spielweise, schnellem Umschaltverhalten und einem ausgezeichnet umgesetzten 4-4-2 System war Island sportlich top. Das Märchen des „sportlichen Zwergs“ endete im Viertelfinale gegen Finalist Frankreich.

Neben den sportlichen Aspekten sorgen auch die Fans für positive Momente. Rund ein Zehntel der 300.000 Einwohner begleiteten das Team nach Frankreich. Dort sorgen sie für positive Stimmung und betrieben Eigenwerbung. In Erinnerung bleiben werden auch Szenen wie diese. Danke Island – Ihr wart eine Bereicherung der EURO 2016!

Aufstand der kleinen Nationen
Island war der „Anführer“ der „kleinen Nationen“, die bei der EURO für Furore sorgten. Ungarn schaffte mit dem Gewinn der Gruppe F ebenfalls für eine große Überraschung. Nordirland schickte die höher eingestufte Ukraine heim. Selbiges gilt für die Slowakei, welche Russland zwei Jahre vor der Heim-WM in die sportliche Krise schickt.

Die EURO 2016 hat eine alt gediente Floskel bestätigt: „Es gibt keine kleinen Nationen mehr“. Praktisch jedes Land kann auch gegen namentlich größere Nationen bestehen. Sprich, die kleinen Länder haben aufgeschlossen. Mit Selbstvertrauen und Euphorie ist selbst bei einem großen Turnier alles möglich.

Duo Ramsey – Bale
Überspielte Stars? Nicht mit den Herrn Ramsey und Bale. Die beiden bildeten eine Achse die dem Spiel von Wales alles verleihen, was das Fanherz begehrt. Schnelligkeit, Technik, hohe Passqualität, Spielfreude und Zug zum Tor. Dieses Duo wird auch Österreich in der bevorstehenden WM-Qualifikation vor erhebliche Probleme stellen.

Antoine Griezmann
Im Vorfeld des Turners war Antonie Griezmann ein „Star aus der 2. Reihe“. An Ronaldo, Pogba, Rooney, Bale oder Kroos kam der Angreifer von Atletico Madrid nicht heran. Dank der EURO hat sich das geändert. Mit sechs Toren ist Antoine Griezmann die Torjägerkrone nicht mehr zu nehmen. Der Durchbruch zum internationalen Superstar scheint dank der Endrunde im eigenen Land geschafft.

Fans aus Irland – Europameister der Herzen
Sportlich schaffte es Irland bis ins Achtelfinale. Die Fans der „Boys in Green“ verdienen sich definitiv den Titel „Europameister der Herzen“. Im Stadion lautstark und positiv hinter der Mannschaft stehend war abseits der EURO Stadien nichts vor ihnen sicher. Im positiven Sinn! Egal ob eine schöne Frau,

Klosterschwester (-> https://youtu.be/XmiKKVMrwJ8), ein Baby in der Straßenbahn (-> https://youtu.be/WetlzdHglkc) oder die französische Polizei,

alles wurde positiv besungen. Die Fans haben für gute Laune gesorgt und Werbung für Irland gemacht. Noch zwei Beispiele gefällig? Bitte sehr! Irische Fans und ihre Nachricht an die Anhänger von Schweden (-> https://youtu.be/7Znw7Da1n6c ) und die Reparatur eines Autos (-> https://youtu.be/KHPcg8MeWUQ ) waren auch auf Youtube ein Hit. Die beiden Videos schafften es zusammen auf 2,5 Millionen (!) Klicks. Diese Fans haben Spaß gemacht.

„Will Grigg’s on fire“ – nordirischer Ersatzstürmer wird zum Superstar ohne Einsatzzeit
Im Rahmen der EURO 2016 stand Will Grigg nicht eine Sekunde aktiv auf dem Spielfeld. Nüchtern analytisch ist der Stürmer also eine Randerscheinung. Trotzdem schaffte er es zum Superstar und Fanliebling. „Schuld“ daran war ein Fangesang. Sehen und hören sie selbst:

Sportlich eine Randnotiz – auf den Rängen ein Superstar. Will Grigg hat bei der EURO 2016 seinen – berechtigten – Weg in die Geschichtsbücher gefunden.

Die EURO war sicher
Im Vorfeld des Turniers war die Angst vor Terrorangriffen allgegenwärtig. Die Warnung vor Anschlägen sorgte für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Diese sollten am Ende für ein sicheres Turnier sorgen. Große Zwischenfälle oder gar Anschläge blieben in den Stadien und den Fanzonen aus. Gottlob sorgten „lediglich“ Hooligans zum Turnierbeginn für negative Nachrichten in Sicherheitsfragen. Pessimisten hatten im Vorfeld des Turniers ganz andere Dinge erwartet.

11.07.2016