Gold, Silber und Bronze für bei Racketlon-WM für Österreich

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Die Team-Bewerbe der Racketlon-Team- und Doppel-Weltmeisterschaften (28. bis 31. Juli 2016) wurden heute beendet. Österreichs Mannschaften im Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis waren im dänischen Birkerød äußerst erfolgreich: Neben Gold im U21-Bewerb, gab es Silber für die Elite- und Bronze für die Amateur-Mannschaften. Die neuen Nationalteam-Dressen von Sponsor Babolat haben die RFA-Asse offenbar beflügelt! Am Wochenende stehen nun die Doppel-Bewerbe am Turnierplan.

Team verjüngt
Die WM-Elite-Mannschaft der Racketlon Federation Austria war in Abwesenheit des Weltranglistendritten Michi Dickert und des Ex-Weltmeisters Christoph Krenn radikal verjüngt worden. Hans Sherpa und U21-Staats-, U21-Europa- und nun auch U21-Weltmeister Emanuel Schöpf senkten den Altersschnitt drastisch. Dank einer Förderung des BSFF konnte sich das Team seit Anfang der Woche in Dänemark auf die Weltmeisterschaften vorbereiten. Am Donnerstagabend griff man erstmals ins Turniergeschehen ein.

Kapitän stellt sich auf
Die RFA-Asse konnten im Viertelfinale gegen Deutschland (Weltmeister 2013) und im Halbfinale gegen die amtierenden Weltmeister Schweden überzeugen. Im Endspiel gegen Europameister Dänemark überraschte das RFA-Team mit der Aufstellung: Team-Captain Tom Wagner, seines Zeichens Nummer 14 der Einzel-Weltrangliste, trat gegen Tour-Dominator und Weltranglisten-Primus Jesper Ratzer an. Der 41-jährige Routinier nominierte Österreichs besten Einzelspieler Lukas Windischberger (Wrl. 4) für das Doppel mit Stephan Schmutzer. Christine Seehofer und Christian Austaller bestritten die weiteren Singles. Die Dänen traten in Bestbesetzung an: Neben Ratzer (Wrl. 1), waren Kasper Jønsson (Wrl. 2), das Doppel Marcus August Christiansen (Wrl. 5)/Morten Jaksland (Wrl. 6) und Line Irby Nørregaard (Wrl. 14) im Einsatz.

Sieg vielleicht schon nächstes Jahr
Mit 25 Punkten Rückstand war man in die letzte Disziplin Tennis gegangen. „Wir haben mir der Aufstellung riskiert und die Dänen überrascht. Wir wussten, dass wir das Doppel nur gewinnen können, wenn Lukas spielt. Und wir haben gehofft, dass ich im Tennis gegen Ratzer gewinne – das habe ich auch“, erklärte Wagner den Plan. 13 Punkte betrug der Rückstand noch, als das Doppel zum Einsatz kam. Doch das Duo Jacksland/Christiansen erwies sich als zu stark; Windischberger/Schmutzer unterlagen. Wagner: „Es war spannend, wir haben die Dänen gefordert – mehr war heuer nicht drinnen. Aber mit dieser Mannschaft wird es für die Dänen schon nächstes Jahr bei der EM ganz, ganz eng!“ Gefeiert wird trotzdem, gibt der Kapitän den Plan für den Abend vor: „Die Stimmung in der Mannschaft ist großartig. Ich freue mich auf viele Erfolge mit diesem Team und jetzt gehen wir feiern!“

Gold für U21-Team, Bronze für die Amateure
Am Nachmittag hatte sich das U21-Team der RFA in einem Finalkrimi gegen Großbritannien Gold gesichert. Der Bludenzer Emanuel Schöpf entpuppte sich als wahrer Marathon-Mann: Unmittelbar vor seinem Einsatz im U21-Endspiel, hatte er das Doppel im Halbfinale für Österreichs Elite-Team bestritten. Die Amateur-Mannschaft sorgte am frühen Abend für die nächste Erfolgsmeldung: Martina Meißl, Alex Barbunopulos, Matthias Heilbrunner, Roland Pichler und Stefan Urban taten es den Nachwuchsspielern gleich uns sicherten sich eine Medaille! Nach einer knappen Niederlage gegen Schweden im Semifinale, konnte man sich gegen Dänemarks Amateure im Kampf um Bronze durchsetzen.

Weigl garantiert Olympia-Medaillen
RFA-Vizepräsident Marcel Weigl freut sich über die starken Team-Ergebnisse: „Gratulation an unsere Mannschaften! Österreich kann stolz auf unsere Sportler sein! Die Olympischen Spiele stehen vor der Tür und dort sind die rot-weiß-roten Medaillenaussichten nicht rosig. Wenn Racketlon olympisch wird, garantiere ich mehr als eine Medaille für Österreich!“ Die Racketlon Federation Austria bemüht sich seit Jahren um Aufnahme als ordentliches Mitglied in der Österreichischen Bundes-Sportorganisation. Ebenso kämpft die Federation Internationale de Racketlon – der Internationale Racketlonverband – um Anerkennung des Internationalen Olympischen Komitees als eigenständiger Sport.

Racketlon-WM: U21-Team holt Gold!
Die Racketlon-Team- und Doppel-Weltmeisterschaften finden noch bis 31. Juli 2016 in Birkerød, in der Nähe von Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, statt. Den Auftakt bilden die Team-Bewerbe im Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis. Einen Titel hat Österreich schon in der Tasche: Das U21-Nationalteam holte Gold! Das RFA-Elite-Team steht nach hartem Kampf im Endspiel.

Zwei Punkte genügen
Die Racketlon Federation Austria ist stolz, die stärksten Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler der Welt in ihren Reihen zu haben! Das U21-Nationalteam mit Christine Seehofer, Bettina Bugl, Emanuel Schöpf, Georg Stoisser, Jonas Grafeneder und Kris Krawcewicz fuhr den ersten Titel für Österreich bei den Racketlon-Team- und Doppel-Weltmeisterschaften 2016 in Dänemark ein. In der Gruppenphase wurden die starken Dänen in die Schranken gewiesen. Das Endspiel gegen Großbritannien war denkbar knapp. Georg Stoisser machte im letzten Match im letzten Sport Tennis in letzter Minute alles klar: Bis 8:8 war die Partie offen, der Steirer holte drei Punkte in Folge und spielte mit 11:8 den knappen Zwei-Punkte-Vorsprung nachhause. Herausragend war auch Team-Leader Emanuel Schöpf, der zwei Minuten nach seinem Doppel-Einsatz im Elite-Semifinale, bereits im U21-Endspiel am Platz stand und sich keine Blöße gab. „Emanuel ist ein Riesentalent – ein wahrer Marathonmann“, war Team-Kapitän András Németh begeistert. Der Coach weiter: „Ich bin stolz auf dieses Team, sie haben den WM-Titel verdient!“

Elite-Finale gegen Dänemark
Das RFA-Elite-Team griff nach einem Freilos zum Auftakt, am späten Donnerstagabend ins Turniergeschehen ein. Gegen die ehemaligen Team-Weltmeister Deutschland setzten sich Lukas Windischberger, Christine Seehofer, das Doppel Emanuel Schöpf/Hans Sherpa und Christian Austaller klar durch. Das Halbfinale gegen Titelverteidiger Schweden am Freitag stand hingegen auf des Messers Schneide. Vor der letzten Sportart Tennis lag Österreich mit fünf Punkten zurück, Lukas Windischberger, Christine Seehofer, das Doppel Emanuel Schöpf/Stephan Schmutzer und Christian Austaller drehten die Partie. „Eine unglaubliche Tennisleistung“ jubelte Kapitän Tom Wagner über sein Team, das nur fünf Gegenpunkte zuließ. Finalgegner am Freitagabend sind die amtierenden Europameister: die auf eins gesetzten Dänen rund um Weltmeister Jesper Ratzer.

FIR World Team Championships
Birkerød (DEN), 28.7.2016-30.7.2016

FIR World Double Championships
Birkerød (DEN), 29.7.2016-31.7.2016

Presseinfo RFA

29.07.2016