Andy Murray geht bei Auftaktsieg über Martin Klizan über die volle Dreisatz-Distanz

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Andy Murray hatte in seinem Auftaktmatch bei den mit 2.467.310 Euro dotierten Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle mehr Mühe als erwartet. Der topgesetzte Schotte musste gegen den slowakischen Weltranglisten-35. Martin Klizan über die volle Dreisatz-Distanz gehen, um am Ende nach 2:22 Stunden mit 6:3, 6:7 (5/7), 6:0 die Oberhand zu behalten. Damit haben zwei Serien des Weltranglisten-Zweiten weiterhin Bestand: Murray, der den heimischen Tennis-Klassiker 2014 schon einmal gewonnen hat, blieb auch im fünften Match auf Wiener Boden ungeschlagen. Auf der ATP-Tour hält der sechsfache Saisonsieger nach seinen Turniererfolgen in Peking und Shanghai nun bei elf Matchtriumphen in Folge. Da konnte es Murray leicht verschmerzen, dass er nach zehn Zweisatzsiegen in den beiden vergangenen Turnieren in Asien gegen Klizan erstmals wieder einen Satz abgeben musste.

Murray haderte zwischenzeitlich mit einigen vergebenen Chancen am Ende des zweiten Durchgangs, als er zunächst beim Stand von 6:5 und eigenem Aufschlag den Sack nicht zumachen konnte und dann auch im Tiebreak eine 5:3-Führung noch aus der Hand gab. „Das Ende des zweiten Satzes war frustrierend. Ich habe zweimal mit einem Break geführt und bereits auf das Match aufgeschlagen, und auch im Tiebreak bin ich vorangelegen. Speziell in dieser Phase der Saison sollte man ein Match beenden, wenn man die Möglichkeiten dazu hat. Im dritten Satz habe ich dann aber wieder besseres Tennis gespielt“, resümierte Murray, der nun im Achtelfinale auf den Franzosen Gilles Simon (ATP-Rang 24) trifft, der bereits am Dienstag den Spanier Guillermo Garcia-Lopez in zwei Sätzen bezwungen hat.

Mit John Isner und Ivo Karlovic haben sich zwei Aufschlagriesen im wahrsten Sinn des Wortes bereits in das Viertelfinale „durchgeschlagen“. US-Boy Isner servierte beim 7:6 (7/1), 3:6, 7:6 (7/2) gegen den Spanier Feliciano Lopez nicht weniger als 31 Asse. Der als Nummer acht gesetzte Kroate Karlovic „feuerte“ beim 7:6 (8/6), 4:6, 7:6 (7/5) gegen den bosnischen Qualifikanten Damir Dzumhur mit 33 Assen sogar noch um zwei unannehmbare Aufschläge mehr ins Feld seines Gegners. Karlovic bekommt es nun mit dem russischen „NextGen“-Star Karen Khachanov zu tun, der sich gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili mit 6:2, 7:5 durchsetzte.

Am morgigen Donnerstag jagt in der Wiener Stadthalle ein Highlight das nächste. Nach der Auftaktpartie ab 13.00 Uhr zwischen dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga und dem Deutschen Philipp Kohlschreiber kämpfen nicht vor 14.30 Uhr die beiden heimischen Tennisasse um einen Platz in der Runde der letzten acht. Zunächst duelliert sich Routinier Jürgen Melzer mit dem Spanier Albert Ramos-Vinolas, der am Mittwoch den Italiener Fabio Fognini mit 6:2, 6:2 in die Schranken wies. Im Anschluss daran geht es für den Weltranglisten-Neunten Dominic Thiem gegen den Serben Viktor Troicki um seinen zweiten Viertelfinal-Einzug in Wien nach 2013. Danach stehen mit den Partien des topgesetzten Andy Murray gegen Gilles Simon und des spanischen Titelverteidigers David Ferrer gegen den Portugiesen Joao Sousa zwei weitere „Kracher“ auf dem Spielplan.

Presseinfo Erste Bank Open 500

26.10.2016