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Platz 1 oder 2 muss Österreichs Handball Damen Nationalteam in der Qualifikation zur WM 2017 einnehmen um das Play Off im Juni zu erreichen. Dabei trifft man am Wochenende auf den Färöer Inseln auf Island, Mazedonien und die Färöer. Zum Auftakt geht es Freitagabend gegen den vermeintlichen Favoriten Island. Ein großes Fragezeichen steht hinter Mazedonien, da noch nicht bekannt ist, in welcher Konstellation sie zur WM-Quali anreisen. Auch vor den Färöern ist man gewarnt, hört man aktuell viel positives aus ihrer Nachwuchsabteilung. Die Basis für eine erfolgreiche Qualifikation soll aber bereits gegen Island gelegt werden.

Trotz der drei Niederlagen beim Viernationenturnier in Cheb (CZE) vergangene Woche, stimmt die Leistung des Nationalteams Teamchef Herbert Müller sehr zuversichtlich: „Fünf von sechs Halbzeiten haben wir sehr gut gespielt. Speziell gegen Tschechien und Serbien, die beide auch mit dieser Mannschaft bei der EM spielen werden, haben wir uns behauptet. Gegen Serbien hätten wir sogar gewinnen können.“

In den letzten Trainingseinheiten vor dem Start am Freitag gegen Island setzt Müller auf Konstanz: „Die Abwehr müssen wir stabiler kriegen. Johanna Schindler hat gezeigt, dass sie sehr gut in einer 5+1 Abwehr spielt, das bietet uns eine zusätzliche Alternative. Die 7:6-Regel ist eine neue Herausforderung, vorne wie hinten. Wir müssen an unserer Konstanz arbeiten. Der entscheidende Pass muss ankommen und auch im Abschluss müssen wir konsequenter werden.“

Gegen Serbien verzeichnete man sieben Stangenwürfe, vier davon alleine durch Sonja Frey. „Wenn nur die Hälfte davon hineingehen, gewinnen wir das Spiel“, sagt der Teamchef und ergänzt: „Ich weiß was die Mannschaft kann. Sie können mit Drucksituationen gut umgehen. Ich bin guter Dinge.“

Claudia Wess nachnominiert

Insgesamt befindet sich das Team in einer guten Verfassung. Durch ein Missgeschick bei der Heimreise nach Vorarlberg nach dem Turnier in Cheb zog sich allerdings Fabienne Tomasini eine Knöchelverletzung zu und fällt für die WM-Quali aus. Für die Linkshänderin wurde mit Claudia Wess ebenfalls eine Linkshänderin nachnominiert. Ein Fragezeichen steht noch hinter Stefanie Kaiser. Die Kreisläuferin, die in Cheb eine sehr gute Leistung ablieferte, muss aktuell aufgrund eines grippalen Infekts das Bett hüten. Ist sie rechtzeitig fieberfrei soll sie auf die Färöer Inseln nachkommen.

Daher ist das Team Mittwochvormittag mit 15 Spielerinnen von Wien-Schwechat abgereist. Sollte Kaiser nicht rechtzeitig gesund werden, wird keine 16. Spielerin eingeflogen.

Mirela Dedic konnte dafür ihre Grippe rechtzeitig auskurieren. Auch Beate Scheffknecht bekommt aktuell ihre Probleme im Fuss sehr gut in den Griff, absolviert nach dem Training sogar Extraübungen.

Fit und voller Zuversicht präsentiert sich Kapitänin Katrin Engel. Geht es nach ihr, macht man bereits im ersten Spiel einen großen Schritt Richtung Play Off: „Wir wollen gegen Island die Basis für eine erfolgreiche WM-Quali legen. Wir müssen die drei Spiele nehmen wie sie kommen, da sehe ich es weder als Vor- noch als Nachteil, dass Island unser erster Gegner ist.“

Insgesamt erwartet sie sich eine äußerst schwere Qualifikation: „Europa ist enger zusammengerückt. Italien hat eben erst Unentschieden gegen Israel gespielt, das zeigt wie schwer es werden kann.“

Große Unbekannte Mazedonien

Zum letzten Mal spielte Österreich gegen Mazedonien im WM-Playoff 2009. Dabei erzielte Katrin Engel in den beiden Spielen insgesamt zwölf Tore, Österreich qualifizierte sich mit einem Gesamtscore von 62:57 für die WM. Es war gleichzeitig das letzte Großereignis für das sich Österreichs Damen qualifizieren konnten. Dass Mazedonien über eine schlagfertige Truppe verfügt ist bekannt. Nicht bekannt ist, in welcher Konstellation sie anreisen und antreten.

Erstes Aufeinandertreffen mit Färöer

Österreichs Handball Damen Nationalteam spielte in seiner langen Geschichte bereits gegen Kuba, die Dominikanische Republik oder Grönland. Mit den Färöer Inseln ist es am Sonntag das erste Duell. Unabhängig von den Resultaten gegen Island und Mazedonien, erwartet man sich einen Sieg. Der Respekt ist allerdings groß, wie Katrin Engel beschreibt: „Sie sollen eine sehr gute Nachwuchsarbeit haben. Wir können nur aktuell nicht sagen ob Spielerinnen aus dem Nachwuchs dabei sein werden und wie gut sich diese bereits entwickelt haben.“

Medieninfo:

30.11.2016