In der 39. Runde der Erste Bank Eishockey Liga stand der Schlager Vienna Capitals vs. HC Innsbruck auf dem Programm. In einem phasenweise äußerst unterhaltsamen Spiel setzten sich am Ende die Wiener mit 4:1 (0:1, 3:0, 1:0) durch und machten einen weiteren Schritt in Richtung Gewinn des Grunddurchgangs.
HC Innsbruck führt nach 20 Minuten
Respektvoll – So starteten beide Mannschaften in das Spiel. In einem ausgeglichenen Spiel hatten die Vienna Capitals die marginal besseren Spielanteile. Der HC Innsbruck stand defensiv jedoch sehr geschickt. So entwickelte sich ein interessantes Spiel in dem große Torchancen jedoch Mangeware waren. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion war es schlussendlich den Gästen vorbehalten in Führung zu gehen. Mario Lamoureux wird von der Caps-Verteidigung nicht attackiert und überwindet seinen Bruder im Gehäuse der Gastgeber zum 0:1 (9.).
Der Rückstand war ein Weckruf für die Vienna Capitals. Zwei Minuten nach dem Gegentreffer fanden die Wiener die erste dicke Ausgleichschance vor. Pollastrone setzte die Scheibe – nach sehenswerter Einzelleistung – an die Innenstange. 60 Sekunden später hatte Vause mit einem Schuss den möglichen Ausgleichstreffer auf dem Schläger. In der 13. Minute prüfte Rotter mit einem gefährlichen Schuss Gäste-Goalie Chiodo. Es ging weiter mit dominant agierende Gastgeber. Ferland bekam in der 15. Minute die Scheibe vor dem Tor der Gäste nicht unter Kontrolle. 60 Sekunden später hatten die Tiroler ein offensives Ausrufezeichen. Clark fand eine Doppelchance auf das 0:2 vor. Aufgrund des Chancenübergewichts wäre dieser Zwischenstand jedoch sehr schmeichelhaft gewesen. Es sollte die letzte erwähnenswerte Offensivaktion im ersten Drittel bleiben. Nach 20 Minuten führten die Gäste somit mit 0:1
Vienna Capitals drehen im Mitteldrittel groß auf
Ins zweite Drittel erwischten die Vienna Capitals einen Traumstart. Nach nur 36 Sekunden gelang den Gasgebern der Ausgleichstreffer. Vause traf mit einem überlegten – jedoch keinesfalls unhaltbaren – Schuss in die kurze Ecke zum Ausgleichstreffer. Die Gastgeber blieben weiter am Drücker und fanden durch Torschützen Vause in der 23. Minute die nächste ausgezeichnete Möglichkeit vor. Die Drangperiode des Tabellenführers war noch nicht beendet. 60 Sekunden später hatte Fraser den mittlerweile längst verdienten Führungstreffer für die Vienna Capitals am Schläger. In der Folge nahm das Spiel offensiv deutlich an Fahrt auf. Zunächst glichen die Tiroler nach Alutreffern aus. Lamoureux hämmerte die Scheibe an die Torumrandung ehe wenige Sekunden später die Vienna Capitals durch Holzapfel die Chance auf den möglichen Führungstreffer auf den Schläger hatte. Ehe wenig später Vause mit einem Schuss an Gäste-Goalie Chiodo scheiterte.
Nach dem ersten Überzahlspiel für die Gäste und einer weiteren guten Chance für den HC Innsbruck war es den Vienna Capitals vorbehalten in Führung zu gehen. Ein Schuss von Tessier ging durch Freund und Feind hindurch und strich an Goalie Chiodo vorbei zum 2:1 in die Maschen. Der Torhunger der Wiener war im zweiten Drittel damit noch nicht gestellt. Exakt 144 Sekunden später gelang den Gastgebern das 3:1. Nach sehenswerter Energieleistung zieht Bauer ab und hämmert die Scheibe wuchtig und sehr präzise in die Maschen. Dem nicht genug. In der 37. Minute fanden die Gastgeber durch Ferland eine weitere gute Chance auf das 4:1 vor. Es blieb jedoch beim 3:1 nach 40 Minuten.
Vienna Capitals „cruisen“ zum nächsten Erfolg
Zu Beginn des letzten Drittels hatten wieder die Vienna Capitals die erste dicke Chance des Abschnitts. Nach einer Traumkombination setzt Holzapfel die Scheibe ans Außennetz (41.). 180 Sekunden später stand Nödl vor dem Tor völlig alleine. Beim Pass von Sharp wischte der Ex-NHL-Stürmer jedoch über die Scheibe. In der Folge hatten die Gastgeber das Spielgeschehen souverän unter Kontrolle. In der 49. Minute hatten die Gäste die Chance auf den Anschlusstreffer. Huber setzte die Scheibe jedoch knapp über das Tor. Davon ließen sich die Vienna Capitals aber nicht beeindrucken. Pollastrone fand nach einer Traumkombination über mehrere Stationen eine ausgezeichnete Schusschance auf das 4:1 vor (52.). Auch in der folgenden Unterzahl waren die Gastgeber dem vierten Treffer gefühlt deutlich näher. Vause kam nach Traumpass von Nödl knapp nicht an die Scheibe (54.). Ein Eigenfehler im Aufbauspiel von Brocklehurst hätte die Tiroler 120 Sekunden später beinahe wieder ins Spiel gebracht. Lamoureux konnte sich am Ende gegen Gäste-Stürmer Smith durchsetzen.
In der 57. Minute war es den Vienna Capitals für den Schlusspunkt zu sorgen. Nach schöner Vorarbeit von Rotter und Holzapfel erzielt Fischer den 4:1-Endstand. In den letzten beiden Minuten standen die Zuschauer und verwandelten die Halle in ein Tollhaus. Ein würdiger Spielschluss für ein am Ende sehr unterhaltsames Spiel.
Am Ende feiern die Vienna Capitals einen völlig verdienten 4:1-Heimsieg gegen keinesfalls schwach agierende Haie aus Innsbruck. Für den Tabellenführer geht es nun auswärts in Villach, Salzburg und Klagenfurt weiter. Da will die Truppe von Head Coach Serge Aubin den Punkterekord des amtierenden Meisters Red Bull Salzburg knacken.
Vienna Capitals vs. HC Innsbruck 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)
Albert-Schultz-Halle, 5.350 Zuschauer, SR Berneker/Stolc
Tore: Vause (21.), Tessier (33.), Bauer (36.), Fischer (58.) bzw. Lamoureux (9.)
Strafminuten: 6 +10 Peter bzw. 6
04.01.2017





