Eishockey, EBEL, Erste Bank Eishockey Liga, Black Wings Linz, HCB Südtirol

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52 Spiele sind absolviert, die Black Wings haben noch zwei abschließende Partien vor sich, ehe es in die Play Offs geht. Im vorletzten Auftritt des Grunddurchgangs geht es am Sonntag zum HC Bozen.

„Wir sind noch nicht dort, wo wir in den Playoffs hinwollen“, bringt Manager Christian Perthaler die aktuelle Situation bei den LIWEST Black Wings auf den Punkt. Die Linzer haben die beiden Partie nach der Nationalteampause jeweils mit einem Tor Unterschied verloren und halten damit in der Pick Round bei 4 Siegen und 4 Niederlagen. Noch immer stehen die Stahlstädter auf einem Top 4 Platz, der ihnen zumindest für das Viertelfinale den Heimvorteil bringen würde. Um dieses Heimrecht zu fixieren fehlt den Linzern noch ein Sieg!

Den wollen die Mannen von Trainer Rob Daum am Sonntag erringen. Es geht zum HC Bozen, einem potentiellen Gegner im Viertelfinale. Die Südtiroler befinden sich derzeit sportlich in einer kleinen Krise, haben zuletzt vier Spiele in Folge verloren und konnten in der Zwischenrunde in sieben Anläufen erst ein Mal gewinnen. Für die Foxes gibt es in dieser zweiten Meisterschaftsphase nur noch bedingtes Verbesserungspotential. Auf den fünften Platz fehlen dem HCB fünf Punkte, was zwei Runden vor Schluss schon so etwas wie eine Vorentscheidung ist.

Doch mit dem Gegner wollen sich die LIWEST Black Wings nicht allzu viel beschäftigen. Derzeit hat man mit sich selbst genug Arbeit. „Ich bin wirklich enttäuscht, weil wir einige gute Gelegenheiten hatten, das Spiel zurückzuholen. Wir haben sie aber nicht genützt“, haderte Trainer Rob Daum nach dem Auftritt am Freitag gegen Salzburg mit dem Offensivoutput und vor allem dem Power Play. „Wir haben die Scheibe nichts ins Tor bekommen, sondern haben immer außen herum gespielt und ihnen zu viele Chancen in der Überzahl gegeben.“

Die beiden ersten Plätze sind etwas außer Sichtweite geraten, damit ist auch die CHL Qualifikation derzeit kein Thema. „Darüber machen wir uns im Moment keine Sorgen, sondern eher, dass unser Spiel nicht funktioniert im Moment, wie es soll“, so Daum.

Das soll am Sonntag zumindest besser werden, denn gegen den HC Bozen lief es im Verlauf dieser Saison sehr ordentlich. Von den bisher fünf Duellen gewannen die LIWEST Black Wings vier, allerdings drei davon zu Hause. An den letzten Auftritt in Südtirol denkt man mit wenig Enthusiasmus zurück. Ende November führten die Linzer zu Beginn des zweiten Drittels schon mit 4:1, um dann aber noch in regulärer Spielzeit mit 4:5 zu verlieren. Kein Ruhmesblatt und eine Warnung für die Stahlstädter, auch gegen angeschlagene Foxes über 60 Minuten mit voller Konzentration ans Werk zu gehen.

Vor allem das Power Play muss vor den Play Offs wieder zu alter Stärke finden. Dass der HC Bozen über das schlechteste Penalty Killing der EBEL verfügt lässt hoffen, allerdings kassieren die Italiener sehr wenige Strafen. Aufpassen heißt es vor allem auf die Stürmer der Foxes, die nach den Innsbrucker und Linzer Angreifern zu den effizientesten der Liga gehören. Von denen führen seit gestern gleich zwei Angreifer die Torjägerliste an: Brian Lebler und Dan DaSilva halten bei 31 Treffern und sind damit die besten Goalgetter der EBEL.

Sonntag, 19. Februar 2017, 17:00 Uhr
HC Bozen – LIWEST Black Wings Linz
Schiedsrichter: Berneker, Gruber, Ettlmayr, Schauer.

Medieninfo: Black Wings Linz

18.02.2017