Schwaz HT löst HLA Viertelfinalticket - Hard und Fivers setzen sich ab

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Die Samstagspartien der 5. Runde im Oberen und Unteren Playoff bescherte durchwegs Siege für die Gastgeber. Die Handball Tirol löste mit 29:24 über den SC Ferlach das Ticket für das Viertelfinale, von Platz 1 sind sie nur mehr rein rechnerisch zu verdrängen. Der HC Hard spielte vor Heimpublikum groß auf und revanchierte sich mit dem 37:29 über den UHK Krems für das Unentschieden aus dem Grunddurchgang. Den Hardern auf den Fersen bleibt der HC Fivers WAT Margareten. Mit dem 30:26-Heimsieg beträgt der Rückstand auf die Vorarlberger weiterhin lediglich zwei Punkte, zudem ist man nun bereits 663 Tage in der Hollgasse ungeschlagen.

Mit Sieg gegen Ferlach ist Viertelfinale fix
Am 5. Spieltag des Unteren HLA-Playoffs konnte sich Handball Tirol nach einem Kraftakt mit 29:24 gegen den SC Ferlach durchsetzen und steht somit definitiv im Viertelfinale.

Raúl Alonso, Trainer Handball Tirol: „Wir haben einen perfekten Start hingelegt, hatten Ferlach mit unserer Deckungsvariante im Griff. Anfangs ist es uns gut gelungen, Risto Arnaudovski aus dem Spiel zu nehmen, aber über 60 Minuten schafft man das nicht. Die individuelle Klasse der Ferlacher ist groß, ihnen fehlen aber die Wechselmöglichkeiten. Das hat man gemerkt. Wir haben uns heute sehr viele Bälle erarbeitet, konnten uns aber nicht wirklich absetzen. Dafür haben wir zu viel vergeben. Am Ende haben wir die Abwehr erneut auf Manndeckung umgestellt und uns dadurch abermals abgesetzt. Ein großes Lob an Manuel Schmid, der nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit im Rückraum eine tolle Partie abgeliefert hat. Da kam der Umschwung, wir hatten das Match am Ende wieder im Griff. Nun müssen wir die Spannung hochhalten, bis zum Viertelfinale haben wir immerhin noch vier Spiele zu absolvieren.“

Ivan Vajdl, Trainer SC Ferlach: „Wir haben schlecht begonnen, weil wir von der 5:1-Deckung der Schwazer überrascht wurden. Nach rund zehn Minuten haben wir aber Lösungen gefunden und kamen immer besser ins Spiel. Dann war es eine richtig gute Partie von uns, bis zur Pause konnten wir sie sogar drehen. Leider haben wir in der Schlussphase einige Fehler zu viel gemacht, den Ball zu oft hergeschenkt. Und wir wurden müde, man hat gesehen, dass wir keine lange Bank haben. Schade, es wäre mehr möglich gewesen.“

Die Roten Teufel revanchieren sich fürs Unentschieden aus dem Grunddurchgang
In der 5. Runde des Oberen Playoff der Handball Liga Austria bezwang Tabellenführer HC Hard den UHK Krems souverän mit 37:29. Vor allem in den ersten 30 Minuten boten die Vorarlberger eine ganz starke Vorstellung und legten mit dem 20:11 zur Halbzeit den Grundstein zum Erfolg. Zudem konnte man sich für das Unentschieden aus dem Grunddurchgang bei den Wachauern revanchieren, die damals als einziges Team eine Punkt aus dem Ländle entführen konnten.

Petr Hrachovec, Trainer HC Hard: „Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden. Die erste Halbzeit war ganz stark. Danach haben wir viel ausprobiert und in der Deckung etwas Probleme bekommen.“

Herbert Lastowitza, Trainer UHK Krems: „In der ersten Halbzeit hat Hard ganz stark aufgespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas gefangen. Es war ein hoch verdienter Sieg von Hard.“

Fivers nun schon 663 Tage ungeschlagen
Der HC Fivers WAT Margareten bleibt mit dem 30:26-Erfolg über Bregenz Handball nicht nur Tabellenführer HC Hard auf den Fersen, sondern vor allem bereits unglaubliche 663 Tage in der Hollgasse ungeschlagen. In den Anfangsminuten war das Spiel noch von einem gegenseitigen Abtasten geprägt, doch dann ging es rasant hin und her. Nachdem die Fivers zwischenzeitlich mit vier Toren in Front lagen, kämpften sich die Vorarlberger bis zur Pause auf 14:16 heran. Nach Seitenwechsel gelang Bregenz dann auch der Ausgleich, doch die Fivers zogen nochmals auf 24:21 davon und siegten am Ende 30:26.

Peter Eckl, Trainer HC Fivers WAT Margareten: „Wir haben sehr viele technische Fehler gemacht, das Spiel war deshalb lange offen. Beide Torhüter von uns waren stark, Vincent Schweiger am Kreis auch. Trotz einer durchwachsenen Leistung haben wir eigentlich das Spiel kontrolliert und am Ende solide gewonnen.“

Robert Hedin, Trainer Bregenz Handball: „Man kann der Mannschat heute keinen Vorwurf machen. Wir haben heute eigentlich sehr gut gespielt. Leider hat uns in der entscheidenden Phase die Cleverness gefehlt. Ich bin aber grundsätzlich sehr zufrieden mit der Leistung – das war ein gutes Spiel von uns.“

5. Spieltag Oberes Playoff HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2016/17
HC Hard vs. UHK Krems 37:29 (20:11)
Samstag, 04. März 2017, 19:00 Uhr

Werfer HC Hard: Boris Zivkovic (7), Roland Schlinger (5), Lukas Herburger (5), Thomas Weber (5), Dominik Schmid (4), Domagoj Surac (4), Daniel Dicker (2), Gerald Zeiner (2), Konrad Wurst (1), Frederic Wüstner (1), Marko Tanaskovic (1)
Werfer UHK Krems: Fabian Posch (11), Aron Tomann (7), Tobias Schopf (4), Vlatko Mitkov (4), Jürgen Pfaffinger (2), Marko Simek (1)

HC Fivers WAT Margareten vs. Bregenz Handball 30:26 (16:14)
Samstag, 04. März 2017, 19:00 Uhr

Werfer HC Fivers WAT Margareten: Vincent Schweiger (7), David Brandfellner (6), Ivan Martinovic (4), Stefan Jovanovic (4), Mathias Nikolic (3), Vytas Ziura (2), Herbert Jonas (2), Marin Martinovic (1), Markus Kolar (1)
Werfer Bregenz Handball: Amadeus Hedin (10), Ante Esegovic (6), Alexander Wassel (4), Marian Klopcic (3), Lukas Frühstück (1), Dominik Bammer (1), Nemanja Belos (1)

Spielfrei: SG Handball Westwien

5. Spieltag Unteres Playoff HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2016/17
HC Linz AG vs. HC Bruck (10:13)
Freitag, 03. März 2017, 19:30 Uhr

Werfer HC Linz AG: Luka Kikanovic (7), Alen Bajgoric (5), Christian Kislinger (3), Klemens Kainmüller (2), Gojko Vuckovic (2), Dominik Ascherbauer (2)
Werfer HC Bruck: Rok Simic (7), Mladan Jovanovic (6), Denis Tot (5), Martin Breg (2)

Handball Tirol vs. SC Ferlach 29:24 (13:14)
Samstag, 04. März 2017, 18:00 Uhr

Werfer Handball Tirol: Josef Steiger (8), Manuel Schmid (6), Alexander Wanitschek (4), Matias Helt Jepsen (4), Anton Prakapenia (3), Michael Nicolaisen (3), Thomas Kandolf (1)
Werfer SC Ferlach: Izudin Mujanovic (6), Risto Arnaudovski (5), Nemanja Malovic (4), Mathias Rath (3), Dean Pomorisac (3), Leander Krobath (2), Adonis Martinez-Gonzalez (1)

Spielfrei: Union Leoben

WHA: Atzgersdorf feiert vierten Sieg in Folge
Zum Auftakt der 15. WHA-Runde setzte sich WAT Atzgersdorf am Samstag daheim gegen den HC Sparkasse BW Feldkirch 22:19 (11:11) durch. Damit gelang die Gastgeberinnen auch die Revanche für die 23:24-Niederlage im Hinspiel. Für Atzgersdorf (3.) war es nun schon der vierte Erfolg in Serie.

Einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte WHA-Tabellenführer Hypo NÖ. Der Rekordmeister behielt beim UHC Müllner Bau Stockerau klar mit 37:23 (14:7)die Oberhand. Hypo Niederösterreich zog von Beginn an davon, die Stockerauerinnen agierten zu nervös und liefen in viele Gegenstöße.

Eine Punkteteilung gab es zwischen ROOMZ HOTELS ZV HANDBALL WR. NEUSTADT und Aufsteiger HIB Handball Graz. Die Partie endete 24:24 (11:11). Das Team von Wr. Neustadt-Trainer Erwin Rasch hatte zuletzt wieder in die Spur gefunden und nach fünf Niederlagen in Folge zweimal gewonnen. Nun gab es also ein Remis. Rasch, dessen Truppe das erste Saison-Aufeinandertreffen deutlich mit 34:23 für sich entschieden hatte: „Es ist eine gerechte Punkteteilung. Die Partie war von guten Leistungen der Torhüterinnen und einem kompakten Deckungsspiel geprägt. Ein spannendes Spiel, in dem beiden Mannschaften die Chance auf den Sieg hatten.“

Die 15. Runde wird am Sonntag mit zwei Partien (Spielbeginn jeweils 18 Uhr) abgeschlossen. Die Damen des ATV Trofaiach wollen mit einem Heimsieg über den Tabellenletzten Union APG Korneuburg in die Erfolgsspur zurück. Die Obersteirerinnen starteten mit drei Siegen ins Jahr 2017, ehe sie in Graz eine überraschende Niederlage einstecken mussten. Trofaiach hat eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen. Sechs Siege stehen sechs Niederlagen gegenüber, eine Partie endete Unentschieden. Ganz anders sieht es bei den Korneuburgerinnen aus. Nach dem Vizemeistertitel in der vergangenen Saison kam es im Sommer zu einem Umbruch. Das stark verjüngte Team konnte erst einen Sieg verbuchen.

Trofaiach-Trainer Goran Vranjes: „Die Niederösterreicherinnen haben ihre beiden Punkte ausgerechnet bei HIB Graz geholt, wo wir in der letzten Runde durch eine schwache zweite Hälfte eine deutliche Niederlage kassiert haben. Wir werden unsere Gegnerinnen keinesfalls unterschätzen. Sie haben einige Partien nur sehr knapp verloren und werden ziemlich sicher mit der reaktivierten und sehr routinierten Franziska Rath bei uns auftauchen. Wir müssen wachsam agieren, in der Abwehr kompakt stehen und unsere Chancen nutzen. Dann ist uns ein Sieg sicher, der uns im Rennen um Platz drei hält.“

Die Rolle, die Korneuburg vor einem Jahr spielte, haben in der aktuellen Spielzeit die MGA Fivers inne. Der Tabellenzweite ist erster Verfolger von Hypo NÖ, musste sich einzig den Südstädterinnen geschlagen geben. Dementsprechend sind sie im Heimspiel gegen Union St. Pölten (10.) klar zu favorisieren.

SSV Dornbirn Schoren ist in der 15. Runde spielfrei.

WHA, 15. Runde
04.03.: WAT Atzgersdorf – HC Sparkasse BW Feldkirch 22:19 (11:11)
04.03.: ROOMZ HOTELS ZV Handball Wr. Neustadt – HIB Handball Graz 24:24 (11:11)
04.03.: UHC Müllner Bau Stockerau – Hypo NÖ 23:37 (7:14)
05.03., 18:00: ATV TDE Group Trofaiach – Union APG Korneuburg Handball
05.03., 18:00: MGA Fivers – Union St. Pölten

spielfrei: SSV Dornbirn Schoren

Männer-Bundesliga: HSG Graz siegt in Trofaiach und baut Führung aus
Die HSG Graz bleibt in der Männer-Bundesliga weiter ohne Punkteverlust, gewann auch seine 21. Partie, schlug in ihrem dritten Spiel im Oberen Playoff den ATV TDE Group Trofaiach auswärts 27:21 (17:10). Die Murstädter bauten die Tabellenführung auf die an diesem Wochenende spielfreie SU Falkensteiner Katschberg St.Pölten auf vier Punkte aus.

„Das war eine ganz schlechte Vorstellung von uns. Wir wollten locker spielen, weil wir gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren hatten, haben uns dann aber besonders schlecht präsentiert“, zeigte sich Trofaiach-Obmann Heinz Rumpold enttäuscht.

Naturgemäß zufrieden war Graz-Klubmanager Michael Schweighofer: „Wir mussten kurzfristig auf Ales Pajovic (Nackenprobleme, Anm.) verzichten, waren aber trotzdem von Beginn an tonangebend. In der zweiten Hälfte haben wir dann viel gewechselt. Das war jetzt bereits unser 21. Sieg in Folge…“

Den ersten OPO-Erfolg konnte die HSG Remus Bärnbach/Köflach einfahren. Der Tabellendritte setzte sich beim UHC Erste Bank Hollabrunn 31:27 (15:11) durch und ist damit klar auf Halbfinalkurs. Hollabrunn hingegen sammelte in drei Partien erst einen Punkt und ist hinter Trofaiach Fünfter.

„Wir sind schlecht gestartet, waren vor allem in der Abwehr zu passiv. Dem Rückstand von 5,6 Toren sind wir dann immer nachgelaufen. In der zweiten Hälfte haben wir wacker gekämpft, kamen auch auf ein Tor ran, haben aber einfach zu viele freie Würfe vom Kreis und vom Flügel nicht verwertet“, resümierte Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger.

Auf beiden Seiten landete je ein Spieler im Krankenhaus. Bei Hollabrunn musste Anze Kljajic wegen eines Mittelhandbruchs, bei Bärnbach/Köflach Dejan Cancar wegen eines Cuts behandelt werden.

Schlafraum.at Kärnten besiegt HBA Fivers
Im Unteren Playoff feierte Schlafraum.at Kärnten einen 29:24 (16:14)-Heimerfolg über das HBA-Team des HC Fivers WAT Margareten. Während die Klagenfurter an der Tabellenspitze stehen, sind die Wiener nach ihrer ersten UPO-Niederlage weiterhin Vierte und rangieren damit auf einem Relegationsplatz.

Sonntag: Handball Tirol empfängt HIB Graz
Aufsteiger HIB Graz musste in seinen ersten beiden UPO-Partien klare Niederlagen einstecken und liegt am Tabellenende. Aber auch der nächste Gegner war in den vergangenen Monaten alles andere als erfolgsverwohnt. Denn Handball Tirol ist seit 11. Dezember sieglos. Immerhin konnte am vergangenen Wochenende mit einem Remis gegen den Vöslauer HC (spielfrei) die Serie von fünf Niederlagen in Folge beendet werden. Aufgrund der aus dem Grunddurchgang mitgenommenen acht Bonuspunkten ist das Team von Spielertrainer Mindaugas Andriuska freilich in einer wesentlich komfortableren Position. Der Vorsprung auf einen Relegationsplatz beträgt noch immer drei Zähler. Spielbeginn am Sonntag im Landesportcenter Tirol ist 18 Uhr.

Männer-Bundesliga
Meisterplayoff, 4. Runde

04.03.: UHC Erste Bank Hollabrunn – HSG Remus Bärnbach/Köflach 27:31 (11:15)
04.03.: ATV TDE Group Trofaiach – HSG Graz 21:27 (10:17)

spielfrei: SU Falkensteiner Katschberg-St.Pölten

Unteres Playoff, 4. Runde
04.03.: Schlafraum.at Kärnten – HBA FIVERS WAT Margareten 29:24 (16:14)
05.03., 18:00: medalp Handball Tirol -HIB Grosschädl Stahl Graz

spielfrei: Vöslauer HC

Presseinfo ÖHB/HLA/red.

04.03.2017