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Zum Aschluss der 24. Runde der Tipico Bundesliga traf im Allianz Stadion Rapid Wien auf FC Red Bull Salzburg. In einer sehr kampfbetonten Partie setzen sich am Ende die Gäste aus Salzburg 1:0. Goldtorschütze war Valon Berisha in der 71. Minute, der einen Freistoß aus 24m im Kreuzeck versenkte.

Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SK Rapid Wien – Red Bull Salzburg 0:1 (0:0)
Schiedsrichter: Markus Hameter

Damir Canadi (Trainer Rapid Wien):
… über das Spiel: „Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Auf die Leistung kann man mehr wie aufbauen. Wir haben in fast allen Phasen den Gegner kontrollieren können. Wir haben Situationen geschaffen, in denen wir in Führung gehen können, müssen. Wir haben uns leider wieder nicht belohnt. Es liegt dann an Kleinigkeiten, an einen Freistoß ins Kreuzeck, dass wir das Spiel verlieren.“

… über die Unterstützung der Fans: „Die Fans haben uns hervorragend unterstützt und uns 90 Minuten leidenschaftlich beklatscht. Da ist auch die Leistung der Mannschaft respektiert worden.“

… über die Ergebniskrise: „Es macht uns keinen Spaß und es tut weh. Wir sind Sportler und trainieren die ganze Woche hart und investieren sehr, sehr viel und belohnen uns dann nicht. Wir werden ruhig draufbleiben. Wir haben nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen Red Bull Salzburg. Wir stehen mit leeren Händen da und das ist Fakt.“

… vor dem Spiel über den Umgang mit dem hohen Druck: „Ich sage auch meiner Mannschaft ganz klar, wir wollen nicht von außen getrieben werden. Das ist da sehr schwer, wir haben viele Fans. Wir haben auch die Medien, welche sehr viel Druck ausüben, gerade auf die Jungs. Das ist auch normal, wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann ist es einfach so. Die Freude ist das, als Kind hast du einfach sehr gerne Fußball gespielt und das möchten wir uns nicht nehmen lassen. Ich versuche mich zu schützen, indem ich keine Artikel lese.“

Stefan Schwab (Rapid Wien):
… über das Spiel: „Von der Leistung können wir uns leider nichts kaufen, wir gehen heute wieder als Verlierer vom Platz. Ich glaube die Mannschaft hat heute alles reingeworfen. An der Leidenschaft und am Willen ist es heute nicht gelegen. Ich glaube, wir waren heute auch die bessere Mannschaft und haben uns die Niederlage sicher nicht verdient. Wir sind jetzt in einer ganz, ganz schwierigen Situation und nur gemeinsam können wir da rauskommen. Wir dürfen nicht sudern oder jammern, sondern genauso fighten wie heute, dann werden wir das Glück wieder auf unsere Seite zurückholen können.“

… über das Verhältnis zu den Fans: „Ich verstehe natürlich die Leute. In den letzten Runden, wenn man gegen die kleinen Mannschaften so spielt und nicht gewinnt, dann ist natürlich jeder enttäuscht. Wir genauso. Heute war das Publikum top. Man hat auch von der Leistung her gemerkt, dass wir unbedingt wollten. Wir belohnen uns halt nicht. Wir müssen in der Partie in Führung gehen. Kriegen dann durch einen super Freistoß leider das 0:1. Wir haben alles reingeworfen und das honorieren die Leute. Niederlagen bringen uns in der Situation nichts. Wir brauchen einen Dosenöffner. Wir brauchen einen Sieg, damit das Selbstvertrauen wieder zurückkommt. Das müssen wir uns Woche für Woche mit solchen Leistungen erarbeiten.“

Fredy Bickel (Sportdirektor Rapid Wien):
… zur Halbzeit auf die Frage, wie er mit der Situation umgeht: „Für den Moment ist es sowieso nicht so ruhig ringsherum. Auch innerhalb des Klubs, klar das hinterlässt Spuren. Man kann nur mit der Erfahrung und mit der Ruhe, mit gut zureden und Mut machen die Mannschaft und den Trainer unterstützen. Das mache ich so gut es möglich ist.“

… über den Kader: „Dass der Kader zu groß ist, wissen wir. Es hätte im Winter schon die eine oder andere Änderung gegeben, das ging leider wegen den Verletzungen nicht. Das hat sich leider auf den Sommer verschoben. Stand heute sind per 1. Juli 29 Spieler unter Vertrag. Sollte es kein Europa-Cup sein, so wie es auch aussieht, dann bleiben 23 im Kader, ansonsten 25. Das ist meine Aufgabe und man muss schauen, wie sich das bewerkstelligen lässt.“

… über den Druck auf die Spieler aufgrund der Kader-Verkleinerung: „Ich erwarte, dass das die Spieler aushalten. Ich denke, es ist wichtig, dass man mit ihnen oft spricht, auch wie es aussieht. Da sind auch schon die einen oder anderen Gespräche verlaufen. Auf die Spieler zugehen, ihnen einen klaren Wein einschenken und sagen wie es aussieht. Das haben sie auch am liebsten.“

Oscar Garcia (Trainer Red Bull Salzburg):
… vor dem Spiel über den Abgang von Jonatan Soriano: „Ich hoffe, dass es einige Spieler gibt, die Sorianos Rolle übernehmen.“

… auf die Frage, wie es ihm damit geht seine besten Spieler zu verlieren: „Das ist die Philosophie des Klubs, damit muss ich leben.“

Valon Berisha (Red Bull Salzburg):
… über den Sieg: „Es war schwierig gegen Rapid bei ihnen zu Hause. Ich denke, wir standen zu tief und haben Rapid spielen lassen. Das machen sie dann sehr gut. Rapid hat auch ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Es war schwierig für uns, aber wir haben auch gekämpft, haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind und wir bis zur letzten Sekunde füreinander kämpfen. Es ist ein sehr geiles Gefühl, dass wir die drei Punkte nach Salzburg mitnehmen.“

… über sein tolles Freistoßtor: „Ich hatte vor dem Freistoß ein gutes Gefühl. Dann ist er auch reingegangen. Es war ein sehr wichtiges Tor für uns.“

… über den Wechsel von Jonatan Soriano: „Das Leben geht weiter. Er war eine große Legende, ein super Spieler und Mensch. Er war vorbildlich für uns alle, für uns junge Spieler und den ganzen Verein. Wir werden ihn vermissen, aber wir wünschen ihm auch alles Gute dort. Ich verstehe es mit so einem Alter dort hinzugehen und die Karriere dann abzuschließen. Ich denke, es ist eine gute Entscheidung für ihn.

Alexander Walke (Red Bull Salzburg):
… über den Sieg: „Für mich ist der Sieg sehr verdient. Wir haben das entscheidende Tor gemacht und hinten zu Null gespielt. Man hat gesehen, wir haben uns sehr, sehr schwer getan. In der ersten Halbzeit ist Rapid besser gewesen. Wir haben einige leichte Ballverluste gehabt. Wir sind allgemein viel zu tief gestanden, vor allem in der ersten Halbzeit. In der Halbzeit haben wir ein wenig umgestellt. In der zweiten Halbzeit würde ich sagen ausgeglichen. Valon Berisha hat das Tor unglaublich gemacht und genau zum richtigen Zeitpunkt.“

… über die Titelverteidigung: „Der Weg ist nicht frei. Man sieht, was es für eine harte Arbeit es ist jedes Wochenende. Letztes Wochenende war schon brutal schwer, heute wieder.“

Hans Krankl (Sky Experte):
… über das Spiel: „Salzburg ist durch eine Standardsituation 1:0 in Führung gegangen. Daher sind sie der verdiente Sieger. Die Qualität der Einzelspieler liegt eindeutig auf Seiten der Salzburger, was heute nicht so zu sehen war.“

… über Rapid Wien: „Wille, Leidenschaft und Einsatz waren heute vorbildlich, aber alles andere fehlt. Es fehlt die richtige Torgefährlichkeit. Da ist nicht ein Spieler drin, der das vorbereitet und nicht ein Spieler der abschließt. Darum auch heute wieder diese Niederlage. Wenn ich das höre, dass es das Positive ist, dass die Mannschaft zu den Fans gegangen ist und die Fans haben sie nicht weggeschickt, dann muss ich sagen, das ist leider zu wenig. Die Kaderzusammenstellung bei Rapid ist nicht richtig und ist auch nicht gut. Es fehlen schnelle, spritzige Spieler. Das sind nicht die Fehler von Canadi, sondern wurden weit früher gemacht. Gesamt gesehen ist es eine Qualitätsfrage.“

… über die Rapid-Fans: „Diese Fans, wie die ihre Mannschaft 90 Minuten lang unterstützen und die gewinnen nicht im eigenen Stadion, das ist unglaublich. Ich habe so einen Anhang und so eine bedingungslose Leidenschaft die Mannschaft zu unterstützen noch nie auf der Welt oder in Europa gesehen. Umso mehr wundert es mich, dass die Mannschaft nicht diesen Rückhalt nicht noch mehr mitnimmt und das Tor erzwingt.“

… über Red Bull Salzburg: „Salzburg hat mich heute nicht überzeugt, schon gar nicht in der ersten Hälfte. Erst nach dem Tor haben sie viel mehr Raum vorgefunden und es sind wieder diese Konter gekommen. Sie haben lange Zeit sehr wenig getan, um wirklich zu gewinnen. Die Chancen nach der Führung wurden leichtfertig vergeben.“

… über das entscheidende Freistoßtor: „Es war sogar ein ziemlich schweres Foul. Es ist Ermessen des Schiedsrichters. Man erkennt, dass der Schiedsrichter in dieser Situation das Spiel unterbrochen hat. Normal wäre es Abseits von dem Salzburger gewesen. Aber der Schiedsrichter hat in dem Moment auch die Sicht zum Ball und hat dieses Foul gegeben. Ein sehr schönes Freistoßtor. Berisha zählt zu den besten Spielern in Salzburg. “

… über ein vermeintliches Handspiel von Valon Berisha im eigenen Strafraum: „Man hat schon bei so einem Handspiel Elfmeter gesehen. Die Hand ist angelegt, richtige Entscheidung, kein Elfmeter.“

… über den Abgang von Jonatan Soriano: „Er war wirklich mein Lieblingsspieler. Der beste Spieler, den ich in den letzten Jahrzehnten in Österreich gesehen habe. Außerdem ein sehr sympathischer Bursch. Eins zu eins kann den Salzburg nicht ersetzen. Damit ist Salzburg sicher geschwächt. Wie lange, müssen die beweisen, die übriggeblieben sind. Der Spieler fehlt Salzburg sicher. Salzburg hat so viele Spieler in der Hinterhand, dass sie es vielleicht heuer kaschieren können und wieder den Meistertitel holen, aber Jonatan Soriano wird sicher abgehen.“

… über die Verletzung von Arnor Ingvi Traustason: „Es ist eine resche Partie. Interessant, dass der Lainer nicht einmal Gelb gesehen hat. Da muss man auch Gelb zeigen.“

… in der Halbzeit über Rapid Wien: „Bei Rapid gibt es keine Ruhe, bei Rapid gibt es nur gewinnen, gewinnen und gewinnen.“

Presseinfo Sky Austria/red.

05.03.2017