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Clemens Schattscheinder konnte sich bei der WM in Sierra Nevada einen Platz im Finale des Big Air-Events sichern.

Österreich ist am Freitag beim WM-Finale im Big Air (ab 19.15 Uhr) in der Sierra Nevada mit Anna Gasser und Clemens Schattschneider vertreten. Nachdem sich die Kärntnerin in der gestrigen Qualifikation direkt einen Platz im Sechserfinale der Damen gesichert hatte, holte sich der Niederösterreicher als Vierter des heutigen Halbfinales der Herren das zehnte und letzte Startticket für die abendliche Big Air -Medaillenentscheidung.

Während Schattschneider im ersten von zwei Semifinalruns den „Backside Triple Cork 1440“ nicht landen konnte, setzte er den zweiten Versuch blitzsauber in den Schnee und erhielt dafür 85,00 Punkte, die zum Finaleinzug reichten. „Es ist sehr cool, dass ich nach dem Slopestyle auch im Big Air im Finale mit dabei bin. Ich bin diesen Sprung im Training fast immer gestanden, deshalb wäre es extrem schade gewesen, wenn ich ihn jetzt nicht landen hätte können“, sagte Clemens Schattschneider, der in der Sierra Nevada bereits guter WM-Zwölfter im Slopestyle geworden war.

Clemens Millauer, der zweite ÖSV-Rider in der Vorschlussrunde, kam beim gleichen Sprung wie Schattschneider zweimal zu Sturz und landete mit 10,00 Punkten auf dem 16. Gesamtrang. Der Oberösterreicher musste im ersten Run eine kritische Situation meistern, nachdem er in der Luft plötzlich von einer Windböe erfasst wurde und den Sprung daher abbrechen musste. Millauer schlug aus großer Höhe in der zum Glück etwas aufgeweichten Landezone auf und überstand den Sturz unverletzt.

Doppelweltmeister Prommegger kämpft um seine dritte große Kristallkugel

Nach der grandiosen Vorstellung in der Sierra Nevada mit den beiden Goldmedaillen für Andreas Prommegger, PSL-Gold für Daniela Ulbing sowie zweimal Silber für Benjamin Karl kämpfen die ÖSV-Raceboarder morgen Samstag beim Parallelslalom im Rahmen des Weltcupfinales in Winterberg (GER) um drei Kristallkugeln. Prommegger geht mit 350 Punkten Vorsprung auf den Bulgaren Radoslav Yankov als Führender der Parallel-esamtwertung in das letzte Saisonrennen. Benjamin Karl hat als Dritter mit 700 Zählern Rückstand auf seinen ÖSV-Teamkollegen ebenfalls noch
Chancen auf die große Kristallkugel. Auch in der Slalom-Spezialwertung, in der gleich acht Fahrer innerhalb von 580 Zählern liegen, sind Prommegger und Karl noch im Rennen um Platz eins.

„Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass ich mit zwei Goldmedaillen nach Winterberg fahre. Dort heißt es jetzt noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren, denn der Gesamtweltcup hat für mich einen sehr großen Stellenwert. Ich habe mir eine gute Ausgangsbasis geschaffen, aber mir sitzen mit Rado und Benji (Yankov und Karl, Anm.) zwei sehr starke Fahrer im Nacken. Von da her muss ich von der Qualifikation weg Vollgas geben“, sagte Andreas Prommegger, der den Parallel-Gesamtweltcup 2011/12 und 2012/13 bereits zweimal gewonnen hat.

Bei den Damen hat PSL-Weltmeisterin Daniela Ulbing im Kampf um Slalom-Kristall 540 Punkte Vorsprung auf Ester Ledecka. Die 19-jährige Kärntnerin benötigt in Winterberg zumindest Platz vier, um bei einem Sieg der Tschechin die Disziplinenwertung für sich zu entscheiden.

ÖSV-Aufgebot für den Weltcup-Parallelslalom in Winterberg:

Damen (5): Julia Dujmovits (B), Ina Meschik (K), Claudia Riegler (S), Sabine
Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K).

Herren (5): Benjamin Karl (NÖ), Sebastian Kislinger (ST), Lukas Mathies (V),
Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S).

Programm:

Samstag, 18. März 2017:

08.30 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
11.25 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

Sonntag, 19. März 2017:

10.15 Uhr: Mixed-Teambewerb

Medieninfo ÖSV

17.03.2017