xxxxALTxxxx

© Sportreport

Doppelweltmeister Andreas Prommegger hat sich am Samstag in Winterberg (GER) auch den Parallel-Gesamtweltcupsieg gesichert. Für weitere Highlights beim Saisonfinale der Raceboarder sorgten aus rot-weiß-roter Sicht Sabine Schöffmann, die sich vor der Tschechin Ester Ledecka sowie ihren ÖSV-Teamkolleginnen Julia Dujmovits und Daniela Ulbing den Tagessieg holte. PSL-Weltmeisterin Ulbing sicherte sich mit Rang vier die kleine Kristallkugel in der Slalom-Disziplinenwertung, in der Schöffmann hinter Ledecka noch Dritte wurde.

Bei den Herren fuhr der Kärntner Alexander Payer nach einem Erfolg im kleinen Finale über Vic Wild (RUS) als Dritter hinter dem Deutschen Stefan Baumeister und dem Italiener Aaron March seinen ersten Weltcup-Podestplatz seit PSL-Rang zwei in Carezza (ITA) im Dezember 2013 heraus. Als zweitbester Österreicher reihte sich der Steirer Sebastian Kislinger an der neunten Stelle ein.

Andreas Prommegger reichte zum Gewinn seiner dritten großen Kristallkugel nach 2011/12 und 2012/13 ein 13. Platz beim abschließenden Parallelslalom im Sauerland, da sein schärfster Konkurrent Radoslav Yankov nicht über den siebenten Tagesrang hinauskam. Prommegger (4.500) lag in der Endabrechnung 190 Zähler vor dem Bulgaren (4.310). Gesamtdritter wurde Benjamin Karl (3.680), der heute als 23. der Qualifikation das Finale der Top 16 verpasste.

„Es ist unglaublich, es ist so viel passiert aus emotionaler Sicht. Ich habe in den vergangenen Tagen kaum geschlafen, weil mich das alles so beschäftigt hat. Ich werde noch einige Tage brauchen, um das alles zu realisieren“, meinte Prommegger, der nach seinem frühen Ausscheiden den Gesamtweltcupsieg eigentlich schon abgeschrieben hatte. „Ich habe gedacht, die Kugel ist weg, aber Rado hat das benötigte Ergebnis auch nicht eingefahren und somit ist es sich doch noch ausgegangen. Diese Erfolge mit zweimal WM-Gold und dem Sieg im Gesamtweltcup werden nur schwer – wenn überhaupt – noch zu toppen sein“, erklärte der 36-jährige Salzburger, der in der Slalom-Wertung als bester Österreicher unmittelbar vor Payer Fünfter wurde. Die kleine PSL-Kugel ging an March.

Sabine Schöffmann zeigte mit ihrem zweiten Weltcupsieg nach Montafon im Dezember 2014 zum Saisonende noch einmal stark auf. „Das war für mich sehr wichtig, nachdem es bei den letzten Rennen und auch bei der WM nicht nach meinen Vorstellungen geklappt hat. Ich bin froh, dass es heute so gut hingehaut hat und ich hoffe, dass ich den Schwung in die nächste Saison mitnehmen kann.“ Daniela Ulbing durfte sich über ihre erste kleine Kristallkugel freuen. „Ich bin froh, dass es sich noch ausgegangen ist. Es ist richtig schön, was ich in dieser Saison alles erreicht habe. Ich bin richtig glücklich“, strahlte die 19-jährige Slalom-Weltmeisterin.

Mit Claudia Riegler (8.) und Ina Meschik (9.) landeten in Winterberg zwei weitere ÖSV-Boarderinnen in den Top Ten. Den Parallel-Gesamtweltcup entschied Ester Ledecka vor der Russin Alena Zavarzina und der Schweizerin Patrizia Kummer für sich. Schöffmann wurde unmittelbar vor Meschik und Dujmovits als beste Österreicherin Gesamtvierte.

Das weitere Programm beim Parallel-Weltcup in Winterberg (GER):
Sonntag, 19. März 2017:
10.15 Uhr: Mixed-Teambewerb

WM-Plätze fünf und sechs für Wahrstötter und Kappacher
Der Tiroler Christoph Wahrstötter und der Salzburger Adam Kappacher haben bei der Skicross-WM in der Sierra Nevada (ESP) die Plätze fünf und sechs erreicht. Bis in das Semifinale fuhr das ÖSV-Duo ein starkes Rennen, doch in der Vorschlussrunde gab es für die beiden Österreicher weder am späteren Weltmeister Victor Oehling Norberg (SWE) noch am entthronten Titelverteidiger Filip Flisar (SLO) ein Vorbeikommen.

„Bei jedem anderen Rennen wäre ich mit so einem Ausgang zufrieden, aber bei einer WM kann man damit nicht zufrieden sein. Das Ziel war eine Medaille. Ich war nahe dran, deshalb ist das Ergebnis umso bitterer. Ich bin heute um nichts schlechter gefahren als die Konkurrenz, aber es hat trotzdem nicht gereicht“, trauerte Wahrstötter der Möglichkeit nach, im großen Finale um Edelmetall zu kämpfen.

Adam Kappacher profitierte im Viertelfinale von einem Crash des Franzosen Jonas Devouassoux mit dem Russen Igor Omelin, kam in diesem Lauf aber ebenfalls noch in Schwierigkeiten und konnte mit Mühe einen Sturz verhindern. „Diese Aktion hat Kraft gekostet, die mir dann im Semifinale abgegangen ist. Im kleinen Finale ist es dann wieder besser gegangen, aber ein sechster Rang ist nicht das, wozu man zu einer WM fährt“, sagte Kappacher.

Der Oberösterreicher Johannes Rohrweck und der Tiroler Thomas Zangerl landeten nach ihrem Aus in der Auftaktrunde auf den Plätzen 19 bzw. 30. Hinter Goldmedaillengewinner Oehling Norberg holten der Neuseeländer Jamie Prebble und der Franzose Francois Place überraschend Silber und Bronze.

Auch die beiden ÖSV-Damen konnten in die Medaillenentscheidung nicht eingreifen. Die Steirerin Katrin Ofner (13.) und die Oberösterreicherin Christina Staudinger (14.) kamen über das Viertelfinale nicht hinaus. „Ich weiß zwar nicht warum, aber ich bin mit diesem Kurs nicht zurechtgekommen. Ein Ausscheiden in der ersten Runde bei einer WM ist sehr enttäuschend“, sagte Ofner. Wie bei den Herren ging auch bei den Damen der WM-Titel an Schweden. Die 20-jährige Sandra Neaslund triumphierte vor der Schweizerin Fanny Smith und der Französin Ophelie David.

ÖSV-Vierfacherfolg im Europacup
Beim ersten von zwei Europacuprennen im schwedischen Mora gab es einen vierfachen ÖSV-Sieg. Der Steirer Robert Winkler siegte vor dem Niederösterreicher Johannes Aujesky sowie dem Tiroler Thomas Harasser und seinem engeren Landsmann Sandro Siebenhofer. In der EC-Gesamtwertung rangiert Siebenhofer als bester Österreicher unmittelbar vor Winkler auf Rang vier.

Willi Denifl stürmt in Schonach zu Platz 2
Der vorletzte Bewerb der Saison brachte für das rot-weiß rote Team den nächsten Podestplatz. Willi Denifl stürmt in Schonach (GER) sensationell auf den zweiten Platz (+3,4sek), der Sieg geht an Eric Frenzel aus Deutschland. Auf Platz 3 landete Johannes Rydzek (GER; +7,1sek).

Trotz widrigster Wetterbedingungen gelang es dem Organisationskomitee, eine gut präparierte Schanzenanlage und eine 1,5km Loipe für den traditionsreichen Schwarzwaldpokal bereit zu stellen.

Der Sprungdurchgang war von starkem Regen und Windböen geprägt, konnte aber wie geplant durchgeführt werden. Bereits nach dem Springen platzierte sich Willi Denifl auf dem zweiten Platz, mit 9 Sekunden Rückstand auf den Führenden Akito Watabe (JPN) war der Rückstand auf die Spitze nur gering. Mario Seidl folgte ihm als Fünfter mit 14 Sekunden Rückstand auf den 1,5 Kilometer Rundkurs, den es sieben Mal zu absolvieren gab.

Im Rennverlauf rückte die Spitze schnell zusammen und es bildete sich eine bis zu 15 Läufer starke Führungsgruppe. Willi Denifl ging sein Tempo und zum Schluss schien es so, dass das Tempo niemand so wirklich mitgehen konnte. Bis zur letzten Runde hatte Willi Denifl als Führender einen Vorsprung von einigen Sekunden auf die Verfolger, ehe am letzten Anstieg ins Stadion die Attacke von Rydzek und Frenzel kam. Im Zielsprint kam Johannes Rydzek zu Sturz, somit war die Bahn frei für den nächsten Sieg von Eric Frenzel. Willi Denifl lief ungefährdet den zweiten Platz nach Hause. Auch mannschaftlich war das Ergebnis aus österreichischer Sicht sehr gut, mit Mario Seidl als 6. und Bernhard Gruber als 10. sprangen und liefen drei ÖSV-Athleten in die Top Ten.

Im Gesamtweltcup führt nun einen Wettkampf vor Schluss Eric Frenzel 54 Punkte vor Johannes Rydzek. Mario Seidl und Willi Denifl liegen an sechster und siebter Stelle.

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:
13. Philipp Orter
21. Lukas Klapfer
38. David Pommer
39. Paul Gerstgraser

Audiointerview Willi Denifl: (2.)

Audiointerview Mario Seidl: (6.)

Morgen findet in Schonach der letzte Bewerb der Saison statt.

Zeitplan:
11.00 Uhr: Qualifikation HS 106
12.15 Uhr: Wertungsdurchgang HS 106
16.50 Uhr: Langlauf Einzel 10km

Presseinfo Österreichischer Skiverband | Austrian Ski Federation/red.

18.03.2017