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Mit drei Matchpucks im Gepäck stiegen die UPC Vienna Capitals wieder in den Caps-Bus. Das Ziel war im Navi noch immer eingespeichert. Es ging zum zweiten Mal in der Halbfinal-Serie nach Südtirol. Im morgigen vierten Spiel in Bozen will das Team von Head-Coach Serge Aubin den Sack zu machen und ins Play-off-Finale einziehen. Face-Off ist um 19:45 Uhr.

Spielende um 20:40 Uhr, Interviews geben, duschen, essen, nach Hause ins Bett, aufstehen und rein in den Caps-Bus. So spielten sich die knapp zwölf Stunden zwischen dem Ende von Spiel drei und dem Start der Auswärtsfahrt nach Bozen für die Cracks der UPC Vienna Capitals ungefähr ab. Es blieb also nicht viel Zeit zum Nachdenken. Muss auch nicht, denn die Rechnung für die Aubin-Männer ist klar: Ein Sieg fehlt noch. „Wir wollen jetzt in Bozen alles klarmachen. Unser Ziel ist es ins Finale einzuziehen. Aber wir wissen: Der letzte Sieg ist der schwierigste. Ich erinnere nur an unser Spiel vier im Viertelfinale gegen Innsbruck. Es war ein brutaler Kampf. Wir haben nur mit einem Tor Unterschied (3:2) gewonnen. Die Haie hatten mehrere Chancen auf den Ausgleich. Wir wissen: Sind wir nicht bereit, dann erwartet uns eine böse Überraschung. Wir müssen daher morgen unser bestes Hockey in der Serie auspacken“, warnt Jonathan Ferland. Der Caps-Captain weiß, dank seiner langen Eishockeykarriere, dass Teams, die mit dem Rücken zur Wand stehen, besonders gefährlich sind. „Bozen hat keinen Druck mehr, sie sind 0:3 zurück und müssen nur drauflos spielen. Wir haben hingegen viel Druck. Wir wollen den nächsten Sieg so schnell als möglich fixieren. Deshalb ist es immer ein Kampf.“

Der gestrige 1:0-Sieg wurde auf der Busfahrt nach Bozen nochmals analysiert. Die UPC Vienna Capitals sind heiß darauf, gleich den ersten Matchpuck zu versenken. „Für Bozen heißt das Motto „Siegen oder Fliegen“. Sie haben nichts zu verlieren. Aber wenn wir bei unseren Stärken bleiben und unsere Qualitäten ausspielen, dann bin ich mir sicher, dass wir bereit für das Duell sind“, bleibt Head-Coach Serge Aubin gewohnt gelassen.

Mit 7.022 Fans stellten die UPC Vienna Capitals gestern einen neuen Liga-Saison Zuschauerrekord auf. Die tolle Atmosphäre in der Albert-Schultz-Halle sorgt bei Aubin auch am Tag danach noch für Gänsehaut. „Die ausverkaufte Halle und die tolle Atmosphäre haben uns einen Mega-Push gegeben. Ich kann auch versprechen, dass wir wieder ein Heimspiel haben werden. Wann und wer der Gegner sein wird, das steht noch in den Sternen. Aber die Unterstützung von den Rängen war großartig. Wir haben die Caps-Fans gespürt. Meine Mannschaft hat die Unterstützung auch verdient. Die vielen gelben Play-off-Shirts, die Emotionen. Es war großartig“, bedankt sich der Head-Coach stellvertretend für sein Team.

Medieninfo: Vienna Capitals

20.03.2017