Mountainbike, Cape Epic, David Schlöggl, Manuel Pliem, Nino Schurter, Christoph Sauser, Jaroslav Kulhavy, Daniel Gaismayr, Alban Lakata, Südafrika

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Heiß, staubig, brutal und gefährlich – das Cape Epic zeigte in den letzten acht Tagen sein wahres Gesicht, nicht umsonst gilt es als eines der härtesten MTBRennen der Welt. Mitten in der Weltelite des MTB-Sports können sich die beiden Steirer David Schöggl und Manuel Pliem (KTM Pro Team) in den Top 20 behaupten.

Das 14. Cape Epic führte nach dem Prolog am ersten Tag, sieben Tage lang durch das Westkap Südafrikas. Vom Küstenort Hermanus aus, bekannt für die berühmten Wal-Sichtungen, heizten die 1.300 Teilnehmer über Greyton und Elgin bis nach Paarl. 691 Kilometer und 15.400 Höhenmeter wurden dabei zurück gelegt. Enorme Hitze mit bis zu 40°, Wind und Staub waren jedoch nicht die größten Gegner des steirischen Elite-Duos Schöggl/Pliem. Noch wie war das Cape Epic so stark besetzt. Olympiasieger Nino Schurter, Weltmeister Alban Lakata, Jaroslav Kulhavy oder
Christoph Sauser sind nur einige große Namen, der diesjährigen Cape-Epic Austragung.

Umso beachtlicher die Leistung der beiden steirischen Mountainbiker. Mit einem zehnten Platz auf Etappe 1 konnten die beiden KTM Athleten beweisen, dass sie mit den ganz Großen der MTB-Szene mithalten können. „Dieser Tag wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Wenn man nach über vier Stunden mit nicht einmal 12 Minuten auf die absolute Weltspitze verliert, dann braucht man sich nicht zu verstecken“, so Manuel Pliem. Tags darauf mussten die Athleten den harten Wetterbedingungen Südafrikas Tribut zollen. Bei erwarteten Temperaturen von bis zu 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit wurde die ursprüngliche Streckenlänge des Rennens von 103 auf 62 Kilometer verkürzt. – Eine Entscheidung, die den beiden Marathon-Experten sicherlich nicht entgegen kam.

„Für uns ist es schade, dass die zweite Etappe verkürzt wurde – das Streckenprofil wäre uns super gelegen. Aber natürlich ist die Hitze schon eine ganz große Herausforderung für uns alle. Eine perfekte Verpflegung auf der Strecke sowie Eiswürfel, nasse Handtücher und frisches Trinkwasser im Ziel sind essentiell, um drohende Überhitzungen abzuwenden“, meint David Schöggl.

Auch die weiteren, extrem schnellen Etappen versprachen Dramatik pur. „Unglaublich, mit welchem Tempo hier vom Start weg attackiert wird. Es wird einem vom Startschuss bis ins Ziel rein gar nichts geschenkt“, hebt Schöggl weiters die extreme Wettkampfsituation hervor. Das KTM-Duo konnte sich Tag für Tag in der Weltelite behaupten und dennoch war die sechste Etappe von großen Strapazen, welche auf Magen-Darm-Probleme zurückzuführen waren, gekennzeichnet. „Die ersten zwei Stunden waren wir super dabei und auf einmal war ich einfach komplett leer. 50 km lang musste ich extrem leiden, David musst mir sogar anschieben. Wir haben es gerade noch ins Ziel geschafft“, kommentiert Manuel Pliem den Verlauf der vorletzten Etappe.

Tags darauf ging es bereits wieder wesentlich besser und so ist auch das Gesamtresümee der UCI MTB-Mannschaft äußerst positiv: „Wir konnten unsere Leistung, bis auf einen Ausreißer, sehr konstant abrufen und sind angesichts des super starken Starterfeldes mit unserem 19. Platz mehr als zufrieden. Wir können definitiv viel aus den Erfahrungen, die wir hier sammeln durften, lernen. – Beim Cape Epic spielt Erfahrung eine entscheidende Rolle, hier sind wir um einiges reicher geworden“, meint Pliem weiters.

Den Gesamtsieg in der Herren-Elite holten sich Olympiasieger Nino Schurter (SUI) und sein Partner Matthias Stirnemann (SUI) vor Christoph Sauser (SUI) und Jaroslav Kulhavy (CZE). Den dritten Platz belegte der starke Österreicher Daniel Gaismayr, gemeinsam mit seinem Partner Nikola Rohrbach (SUI). Österreichs Weltmeister
Alban Lakata brachte mit seinem Teamkollegen Kristian Hynek (CZE) den achten Gesamt-Rang ins Ziel.

Medieninfo: KTM Pro Team

27.03.2017