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Marc Gini, der Doyen des Schweizer Slalomteams, beendet am Sonntag an den Schweizer Meisterschaften in Davos seine Karriere. Der 32-jährige Bündner ist der letzte Schweizer Weltcupsieger in dieser Disziplin.

Nachdem es Gini im vergangenen Winter nicht gelungen war, im FIS-Ranking die Schwelle der Top 30 zu durchbrechen, entschloss er sich zum Rücktritt: „Ich hatte mir vorgenommen, so lange zu fahren, wie ich mir zutraute, noch einmal ein Rennen zu gewinnen. Aus dieser Ausgangslage wäre das schwierig geworden.“ Marc Gini wird nun sein schon vor zwei Jahren begonnenes Physiotherapie-Studium fortsetzen und will in diesem Bereich seine Erfahrung aus 14 Weltcup-Jahren einfliessen lassen.

Den Höhepunkt seiner Karriere bildete sein Weltcupsieg im November 2007 auf der Reiteralm vor Kalle Palander (Fi) und Manfred Mölgg (It). Dazu gewann er auch viermal im Europacup und errang sechs nationale Meistertitel. Insgesamt bestritt Marc Gini 124 Weltcuprennen, davon 101 im Slalom. Sein Debut gab er im Januar 2003 in Kranjska Gora, seinen letzten internationalen Auftritt hatte er ebenfalls dort. Zehnmal fuhr er in die Top Ten.

Wiederholt hinderten ihn Verletzungen an der Entfaltung seiner Qualitäten und warfen ihn zurück. Über den Europacup hatte er sich mit bewundernswertem Engagement in die erweiterte Weltspitze zurückgekämpft. Drei Klassierungen in den Punkterängen (u.a. ein 16. Rang in Levi) reichten aber nicht aus, um sein selbst gesetztes Zwischenziel von einem Vorstoss in die Top 20 in der Weltrangliste zu realisieren.

Medieninfo: Swiss-Ski

07.04.2017