Steffen Hofmann (Rapid Wien): „Es ist schon lange zach, aber jetzt wird’s richtig zach.“

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Zum Start der 28. Runde der Tipico Bundesliga musste Rapid Wien bei der SV Ried antreten. Nach dem kurzfristigen Hoch, und dem Weiterkommen im ÖFB Cup gegen SKN St Pölten, kam der neuerliche tiefe Fall.

Die Hütteldorfer mussten sich den Oberösterreichern mit 0:3 geschlagen geben.

Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SV Ried – SK Rapid Wien 3:0 (0:0)
Schiedsrichter: Dominik Ouschan

Dieter Elsneg (SV Ried):
… über den Sieg: „Die ganze Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass der Verein noch lebt. Ich bin überglücklich über den souveränen Sieg. Die Saison hat für mich nicht so gut angefangen, ich bin nicht in Fahrt gekommen, habe auch einen Elfmeter verschossen – das war ein negativer Zeitpunkt für mich. Umso glücklicher bin ich, dass es heute geklappt hat. Wir müssen uns jetzt zu 100 Prozent auf uns konzentrieren und schauen, dass wir bis zum Ende kämpfen.“

Clemens Walch (SV Ried):
… über die Genesung nach seinem Muskelfaserriss: „Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.“

… über eine mögliche Vertragsverlängerung: „Ich weiß nicht, wo ich nächstes Jahr spielen werde, aber ich hoffe, dass ich noch in Ried sein werde. Es ist momentan eine schwierige Situation für den Sportdirektor, weil viele Verträge auslaufen. Das Wichtige ist jetzt aber, sich auf die letzten Partien zu konzentrieren. Es wäre das Allerschlimmste, abzusteigen, deswegen werfen wir jetzt alles in die Waagschale.“

Lassaad Chabbi (SV Ried):
… über den Sieg: „Ich habe immer zu meiner Mannschaft gesagt, wir leben. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft Qualität hat. Wir haben immer gut gespielt und auch verloren, obwohl wir gut gespielt haben. Aber wenn man oft gut spielt, gewinnt man irgendwann auch – das war heute.“

… über das Spiel: „Man kann den Fußball umdrehen wie man will. Wir haben es heute auf beiden Seiten richtig gemacht. Wir haben gewusst, dass Rapid am Mittwoch gespielt hat. Ein drittes Spiel ist immer schwierig zu spielen und das haben wir ausgenützt. Wir haben mehr Zweikämpfe gewonnen und haben es mehr gewollt.“

Steffen Hofmann (SK Rapid Wien):
… über das Spiel: „Auswärts beim Letzten 3-0 verlieren ist nicht schönzureden. Wir haben ein sehr wichtiges Spiel verloren. Wir sind jetzt mittendrin im Abstiegskampf. Es ist schon lange zach, aber jetzt wird’s richtig zach.“

… über den Abstiegskampf: „Ich denke nicht, dass dieser Verein und diese Mannschaft da hinten etwas zu tun haben sollte. Das ist jetzt passiert, so müssen wir es annehmen und schauen, dass wir Punkte sammeln. Es muss jeder schauen, was er besser machen kann, damit wir aus dieser Situation so schnell wie möglich rauskommen.“

Damir Canadi (SK Rapid Wien):
… über das Spiel: „Es war nicht nachzuvollziehen, nach der guten Leistung am Mittwoch von der ersten Minute an nicht im Spiel zu sein. Uns hat die Leidenschaft gefehlt, wir haben offensiv und defensiv nicht in unsere Stärken hineinkommen können. Es hat etwas mit der Einstellung, Disziplin und dem Siegeswillen zu tun. Der Gegner hat alles investiert, um das Spiel zu gewinnen – das hat mir bei meiner Mannschaft gefehlt.“

… über die Auswechslung von Christoph Schösswendter: „Er hat nach dem ersten Fehler sehr viel Unsicherheit gezeigt und ich wollte ihn schützen. Auch wenn es nicht die feine Art ist, ich musste es korrigieren für die Mannschaft.“

… auf die Frage, ob die Mannschaft noch hinter ihm stehe: „Darum geht es jetzt nicht. Wir müssen als SK Rapid auftreten – das sind wir heute nicht. Mir tut es auch ganz leid für die Fans. Sie haben wirklich versucht, uns zu unterstützen, wir haben aber nicht den Schalter gefunden.“

… über den Abstiegskampf: „Wir wissen, in welcher Situation wir uns befinden. Wir wollen es nicht zu leicht nehmen und nach diesem Auftritt ist das leider nicht ok. Grundsätzlich habe ich schon ein gutes Gefühl.“

… über die Trainerfrage: „Diskutieren ist ein ganz normaler Prozess und wir werden uns intern zusammensetzten und offene und ehrliche Gespräche führen. Jede Kritik ist berechtigt.“

Heribert Weber (Sky Experte):
… über die Leistung der SV Ried: „Ried hat mit sehr viel Leidenschaft gespielt. Sie haben ständig probiert, das Spiel zu dominieren, haben aber in der ersten Halbzeit nicht die großen Chancen zustande gebracht.“

… über die Leistung des SK Rapid Wien: „Die ersten zehn Minuten nach der Pause hat total die Konzentration gefehlt. Ich habe von der ersten Minute weg nie das Gefühl gehabt, dass die Mannschaft den Sieg von Mittwoch bestätigen will. Es übernimmt niemand so richtig Verantwortung in der Mannschaft.“

… über die Auswechslung Christoph Schösswendters: „Er hat am Anfang einen Fehler gemacht und ihn dann gleich ein paar Minuten vor der Pause herauszunehmen, kann man nicht machen – so sollte man nicht als Trainer auftreten.“

… über die Zukunft des SK Rapid Wien: „Wenn man sieht, wie die Mannschaft aufgetreten ist heute, muss man das Ärgste befürchten. Es hat völlig Herz und Leidenschaft gefehlt, im Gegensatz zur Ried. So wird es schwierig, gemeinsam etwas zu erreichen. Jetzt müssen alle zusammenhalten, oder man beschreitet einen anderen Weg.“

… über die Trainerfrage des SK Rapid Wien: „Die Verantwortlichen werden sich Gedanken machen müssen, wie es weitergeht, aber so kann es nicht weitergehen. Dass der Trainer die Mannschaft erreicht, ist nach der heutigen Leistung nicht mehr der Fall.“

Michael Konsel (Sky Experte):
… über die Leistung des SK Rapid Wien: „Es ist unglaublich, was da passiert ist heute – ohne Laufbereitschaft, ohne Leidenschaft. Die zweite Halbzeit ist komplett unerklärlich. Man war nicht nur psychisch leer, sondern auch körperlich von spritzig weit weg. Es gibt zu denken, dass von der Einstellung einiges nicht gepasst hat. Es ist nichts von dem Selbstvertrauen nach dem Sieg über St. Pölten zu sehen gewesen. Es nur auf das Körperliche zu schieben, ist zu wenig. Das muss ein Profi aushalten.“

… über die Auswechslung Christoph Schösswendters: „Er hat nach dem Wechsel zentral gespielt und die Leistung war dann in Ordnung, deswegen gab es keinen Grund so zu reagieren.“

Presseinfo Sky Austria/red.

08.04.2017