ÖHB-Burschen holen bei Turnier in Veria Rang zwei

© Sportreport

Das ÖHB-Burschen-Nationalteam (Jahrgänge 2000 u. jünger) beendete das Vrilittos-Tournament in Veria bei Saloniki (GRE) auf dem hervorragenden zweiten Platz. Die Mannschaft der ÖHB-Trainer Roland Marouschek und Lukas Musalek musste sich im letzten Spiel Turniersieger Kroatien mit 24:30 (11:14) geschlagen geben. Es war die einzige Niederlage der jungen Österreicher. Auf dem Weg ins Finale hatten sie Rumänien (27:22), Israel (28:14) und Griechenland (27:22) besiegt, gegen Bosnien-Herzegowina ein Unentschieden (24:24) erreicht.

„Ein sehr guter Fight meiner Mannschaft gegen eine sehr starke kroatische Mannschaft. Wir sind mit der Leistung unseres Teams im gesamten Turnier sehr zufrieden. Die Spieler haben definitiv einen großen Schritt vorwärts gemacht. Unsere Deckung ist in allen Spielen sehr gut gestanden und zu unserer großen Stärke geworden“, berichtete Marouschek.

Tobias Auss wurde zum besten Linksaußen des Turniers gewählt, Lukas Hutecek, Topscorer in Veria, zum besten Mitte Aufbau!

Dem ÖHB-Team diente das Vrilittos-Tournament als Vorbereitung auf die European Open im Sommer in Göteborg. Das langfristige Ziel ist die im kommenden Jahr stattfindende Europameisterschaft, wo man zur A-Nation aufsteigen will.

Vrilittos-Tournament 2017
08.04.: Österreich – Rumänien 27:22 (15:9)
Beste Torschützen AUT: Derdak 7, Lampert 3, Schuh 3, Pfeifer 3

08.04.: Österreich – Bosnien 24:24 (12:13)
Beste Torschützen AUT: Hutecek 6, Saric 5

09.04.: Österreich – Israel 28:14 (15:8)
Beste Torschützen AUT: Auss 7, Kofler 3, Katic 3

10.04.: Österreich – Griechenland 27:22 (15:11)
Beste Torschützen AUT: Hutecek 12, Auss 3, Saric 3

11.04.: Österreich – Kroatien 24:30 (11:14)
Beste Torschützen AUT: Auss 10, Saric 4, Hutecek 3

Josefine Huber unterschreibt beim Thüringer HC
Da waren es wieder Drei! Nach dem Abgang von Sonja Frey im Sommer 2016 zu Cercle Dijon Bourgogne nach Frankreich, hatte ÖHB-Teamchef Herbert Müller mit Katrin Engel und Beate Scheffknecht nur mehr zwei Österreicherinnen beim Thüringern HC. Mit Josefine Huber holt er sich nun die Dritte. Die 21-Jährige unterschrieb einen Zwei-Jahresvertrag beim amtierenden Meister der deutschen Bundesliga.

Der Thüringer HC angelt sich mit Josefine Huber ein weiteres Mal eines der größten österreichischen Talente. Sie unterschrieb beim sechsfachen deutschen Meister einen Zwei-Jahresvertrag mit Option auf ein weiteres.

Mit ihrer Leistung in den beiden Testspielen gegen Tschechien Mitte März überzeugte Josefine Huber den Teamchef, der dann schnell Nägel mit Köpfen machte. „Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich als ÖHB-Trainer auch österreichische Talente fördern möchte. Fine hat sich sehr gut entwickelt und im Nationalteam bei den Testspielen gegen Tschechien eine gute Leistung gezeigt. Da hat sie mich überzeugt. Ich musste mir überlegen, möchte ich eine arrivierte Spielerin oder eine junge. Mit ihren 21 Jahren können wir sie in ihrer weiteren Entwicklung sehr gut unterstützen und mit ihr arbeiten. Sie hat biss, gibt im Training immer alles “, erklärt Herbert Müller.

Begonnen hat die Karriere der Tirolerin bei Handball Tirol im Paulinum Schwaz. Bis 2015 spielte die 21-Jährige bei Serienmeister Hypo Niederösterreich, wechselte danach zur HSG Blomberg-Lippe. Aktuell liegt man in der deutschen Meisterschaft auf Platz 10. Was sie beim Thüringer HC erwartet, ist ihr durchaus bewusst: „Ich wusste, dass der THC auf der Suche nach einer Kreisspielerin war, hätte aber nicht gedacht, dass sie eine junge Spielerin nehmen. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, ich weiß aber auch was mich dort erwartet, schließlich sprechen wir hier vom deutschen Meister.“

Nach der Meisterschaft steht für sie mit dem Nationalteam noch die WM-Quali gegen Rumänien an, danach heißt es umziehen und sich auf die neuen Aufgaben vorbereiten, Josefine Huber: „In den ersten Gesprächen wurde mir gesagt, dass sie vor allem in der Abwehr mit mir arbeiten wollen. Für mich heißt es, schnell Fuß fassen beim Verein. Alle sind voll motiviert und wollen auch mit mir arbeiten. Ich freu mich auf die Herausforderung und die neue Aufgabe.“

Tobias Busch, Geschäftsführer der THC Sport GmbH: „Ich bin sehr froh darüber, dass sich beide Spielerinnen für den THC entschieden und wir somit unsere Personalplanungen nahezu abgeschlossen haben. Gordana Mitrovic und Josefine Huber haben sich bereits in der Bundesliga etabliert, haben aufgrund ihres Alters aber noch ein enormes Entwicklungspotenzial, das wir nun mit ihnen zusammen ausschöpfen möchten. Auch die internationalen Spiele werden beiden helfen, den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen. Herbert kennt ja speziell Josefine schon aus der Nationalmannschaft sehr gut, das wird die Eingewöhnungszeit natürlich verkürzen.“

Das Nationalteamdress streifte „Fine“ bereits 19 Mal über, erzielte dabei 42 Tore. Insgesamt stehen ab Sommer 2017 nun wieder drei Österreicherinnen beim amtierenden Meister Thüringer HC unter Vertrag – Katrin Engel, Beate Scheffknecht und Neuzugang Josefine Huber. Zudem wechselt, ebenfalls im Sommer, Ines Ivancok von den MGA Fivers zum aktuellen Tabellenführer SG BBM Bietigheim. Komplettiert wird die österreichische Armada in Deutschlands höchster Spielklasse von Tamara Bösch, HC Leipzig, Melanie Herrmann, Neckarsulmer Sportunion, Stefanie Kaiser, VfL Oldenburg, Johanna Schindler, Frisch Auf Göppingen und Carina Stockhammer, TV Nellingen.

WM Playoff
ROU vs. AUT
Freitag, 9. Juni 2017, 20:00 Uhr, Oradea (ROU)

AUT vs. ROU
Dienstag, 13. Juni 2017, 19:35 Uhr, Stockerau

Presseinfo ÖHB/red.

11.04.2017