Die Termine für Cup, HLA Finalserie und das Nationalteam sind fixiert

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Das Obere und Untere Playoff ist nach insgesamt zehn Spieltagen abgeschlossen! Herausragend dabei die Serien von HC Hard und der Handball Tirol, die beide im neuen Jahr noch ungeschlagen sind. Freitag und Samstag steht für die Vorarlberger, dem HC Fivers WAT Margareten, dem HC Linz AG und der HSG Graz das Cup Final 4 an. Nach Vergabe des zweiten Titels, nach dem Supercup, der Saison, geht es für die HLA-Teams ins Viertelfinale, bzw. in die Abstiegsspiele. Anfang Mai macht die Liga nochmals eine kurze Pause, wenn das österreichische Herren Nationalteam in der EM-Qualifikation am 3. und 6. Mai auf Spanien trifft.

In der Saison 2015/2016 räumte der HC Fivers WAT Margareten alles ab, was es zu gewinnen gab. Im Supercup, zu Beginn der heurigen Saison, musste man den ersten Titel an Bregenz Handball abtreten. Die Chance auf die Titelverteidigung im Cup und in der Meisterschaft lebt dafür noch für die Wiener.

Doch es wird kein leichtes Unterfangen. Bereits im Halbfinale des ÖHB Cup trifft man am Freitag auf die aktuell sehr souverän auftretende Truppe des HC Hard. Im Playoff mussten die Vorarlberger lediglich beim 34:34 bei den FIVERS einen kleinen Punktverlust hinnehmen, vor Heimpublikum setzte sich Hard mit 32:31 durch. Im Grunddurchgang setzte es jeweils klare Heimsiege – 37:30 für die Roten Teufel in Hard, 30:22 für die FIVERS in der Wiener Hollgasse.

Bei den FIVERS ist erneut ein ewig hungriges Team am Werk. Nach den Abgängen von diversen Leistungsträgern im Sommer 2016, rückten junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins HLA-Team auf. Vor der Saison sah man sich eher im oberen Mittelfeld der Liga, nach mehr als der Hälfte der Saison hat man sich jedoch als zweite Kraft hinter Hard etabliert.

Im zweiten Cup-Semifinale empfängt Gastgeber HSG Graz den HC Linz AG. Die Oberösterreicher entgingen in letzter Sekunde den Abstiegsspielen und gehen erleichtert und voller Zuversicht in die Partie. Aber auch die Steirer wissen, sie haben nichts zu verlieren. Aus ihren Ambitionen, kommende Saison in der HLA zu spielen, machen sie kein Geheimnis. Mit der Ausrichtung des Cup Final 4 wollen sie den HLA-Teams einen kleinen Vorgeschmack geben, was diese möglicherweise nächste Saison erwartet!

Best-of-three bis zum Finale
Nach dem Cup startet in der Handball Liga Austria die Viertelfinalserie. Im Modus Best-of-three werden dabei die Halbfinalisten ermittelt. Der HC Hard, der HC Fivers WAT Margareten, Bregenz Handball und der UHK Krems sicherten sich für das Viertelfinale den Vorteil, die erste Runde und eine etwaig entscheidende dritte Runde, vor Heimpublikum zu spielen.

Der große Favorit
Ob Heimvorteil oder nicht, der HC Hard gilt im ersten Viertelfinale als klarer Favorit gegen den SC Ferlach. Beide Begegnungen im Grunddurchgang gingen klar an den fünffachen HLA-Champion. Auswärts holte man ein 37:30, vor Heimpublikum setzte man sich sogar mit 38:20 durch! Einziges Fragezeichen bleibt wohl, ob sich die Harder nach dem Cup schnell erholen können.

Petr Hrachovec, Trainer HC Hard: „Wir freuen uns sehr, dass die heiße Phase nun beginnt. Entscheidungsserien haben immer eigene Gesetze und wir haben größten Respekt vor unserem Gegner. Trotzdem ist unser Ziel ganz klar der Aufstieg in die nächste Runde. Ich werde die Mannschaft gut vorbereiten und die Jungs werden mit voller Konzentration in das Meisterschaftsfinale gehen.“

Walter Perkounig, Obmann SC Ferlach: „Der SC Ferlach hat sein Saisonziel mit dem Einzug ins Viertelfinale erreicht. Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Mit dem HC Hard hat der Aufsteiger das schwerste Los gezogen. Der HC Hard verfügt unserer Meinung nach über die beste Mannschaft in dieser Saison. Sie haben nicht nur einen sehr breiten Kader, sondern auch zahlreiche Spieler die ein Match entscheiden können. Für uns gelten sie auch als absoluter Favorit auf den Meistertitel. Unsere Chancen über Hard hinwegzukommen stehen gegen Null. Trotzdem werden wir alles geben um Sie ein wenig zu ärgern. Der SC Ferlach kann ohne Druck in diese Spiele gehen. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen können, ist vielleicht ein knappes Ergebnis möglich“

Titelverteidiger zuversichtlich
Die Papierform mag vielleicht ausspucken, dass der HC Fivers WAT Margareten klarer Favorit ist, doch der Meister ist gewarnt! Im Grunddurchgang feierte man zu Hause einen klaren 35:23-Erfolg, musste sich auswärts allerdings mit 35:36 geschlagen geben. Zudem haben die Oberösterreicher nichts zu verlieren, können entspannt in das Viertelfinale gehen.

Peter Eckl, Trainer HC Fivers WAT Margareten: „Linz ist sehr schnell, spielt mit Kikanovic auch einen gefährlichen Handball und hat viel Erfahrung mit Lehner und Kainmüller in den Reihen. Dazu gibt es viele junge Spieler wie Kislinger, Juric und Bajgoric – die sind wild und werden alles versuchen, um bei uns zu gewinnen. Wir müssen jetzt das Cup-Wochenende gut überstehen – das ist unser erstes Ziel! Danach machen wir uns Gedanken über die zwei Siege, die wir brauchen um ins Halbfinale zu kommen.“

Michael Kropf, Vize-Präsident HC Linz AG: „Gegen die FIVERS sind wir klarer Außenseiter. Aber wir haben auch nichts zu verlieren. Wir sind in erster Linie froh, dass wir uns aus der selbstverschuldeten Misere herausziehen konnten und den Abstiegsspielen entgangen sind. Jetzt freuen wir uns auf das Cup Final 4 und gehen danach gelassen ins Viertelfinale.“

Wird Schwaz HT zum Stolperstein?
Noch vor Beginn der Saison wurde Bregenz Handball von den meisten HLA-Teams zum Titelfavoriten erkoren. Nach einem durchwachsenen Grunddurchgang, eroberte man mit vier Siegen im Oberen Playoff noch Rang 3 und trifft nun im Viertelfinale auf die Handball Tirol. Im Grunddurchgang feierten die Tiroler einen 31:28-Heimerfolg, mussten sich in der Festspielstadt dann aber 27:34 geschlagen geben. Allerdings wird die Handball Tirol mit breiter Brust antreten, beendete man das Untere Playoff mit sieben Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen!

Christoph Makovec, Geschäftsführer Bregenz Handball: „Wir treffen mit Handball Tirol im Viertelfinale auf einen sehr starken und unangenehmen Gegner. Für mich sind sie auf einem Level mit WESTWIEN oder Krems zu sehen, daher war es für uns rasch absehbar, dass im Viertelfinale ein harter Brocken auf uns wartet. Angenehm ist natürlich, dass wir nicht so weit reisen müssen. Wir wissen aber wie schwer wir uns jedes Mal in Schwaz tun, und daher müssen wir auf alle Fälle eine sehr gute Leistung abrufen um gewinnen zu können. In den letzten Wochen konnte man bei uns schon eine Leistungssteigerung erkennen und ich denke, dass wir in den nächsten zwei Wochen nochmal einen weiteren Schritt machen werden. In einem möglichen Entscheidungsspiel hätten wir Heimvorteil und mit unseren Fans im Rücken sind wir nur schwer zu schlagen. Daher sehe ich uns schon als Favoriten in diesem Duell, wir müssen aber zu 100% konzentriert an die Sache herangehen – die Tiroler haben in den letzten Wochen sehr stark gespielt und tolle Einzelspieler in ihren Reihen. Es werden sicher knappe, spannende Spiele, auf hohem Niveau.“

Raúl Alonso, Trainer Handball Tirol: „Nach einem guten Grunddurchgang und einem sehr starken Playoff ist das Viertelfinale nun der nächste Meilenstein. Wir können mit der Entwicklung, der vor dieser Spielzeit nochmals deutlich verjüngten Mannschaft, überaus zufrieden sein, wir haben uns inzwischen den Ruf als unangenehmerer Gegner hart erarbeitet. Insbesondere zuhause, immerhin sind wir in dieser Saison in der Osthalle noch ungeschlagen. Wir haben natürlich großen Respekt vor Bregenz, es erwartet uns der Rekordmeister und aktuelle Supercup-Sieger. Bregenz zählt sicherlich zu den Liga-Mitfavoriten in dieser Saison und wird eine entsprechend hohe Hürde für uns. Aber wir wollen natürlich unbedingt ins Halbfinale vorstoßen, nur mit dieser Ambition können wir in die Best-of-three-Serie gehen. Sonst dürften wir gar nicht erst antreten. Ich erwarte mir schon ein Duell auf Augenhöhe, Bregenz ist uns zuletzt nicht schlecht gelegen. Wenn wir unsere beste Leistung abliefern können, haben wir auf jeden Fall eine Chance. Wir bauen vor allem auch wieder auf die großartige Unterstützung unserer Fans, sowohl auswärts als auch zuhause.“

Gibt der Heimvorteil den Ausschlag?
Sowohl im Grunddurchgang, als auch im Playoff lieferten sich der UHK Krems und die SG Handball Westwien unglaubliche Kopf-an-Kopf-Rennen. Vor Heimpublikum behielten die Moser-Boys mit 35:30 im Grunddurchgang und 26:25 im Playoff, jeweils die Oberhand. In der Südstadt trennte man sich zwei Mal Unentschieden – 26:26 im Grunddurchgang, bzw. 29:29 im Playoff. Durch Rang 4 im Oberen Playoff sicherten sich die Kremser den Heimvorteil für das erste Spiel, sowie für ein etwaiges entscheidendes drittes Spiel. Beide Teams spielten ein durchwachsenes Playoff, mussten jeweils sechs Niederlagen einstecken.

Josef Nussbaum, Obmann UHK Krems: „Ich erwarte äußerst enge Spiele, wobei ich durchaus einen leichten Vorteil für uns durch das Heimrecht sehe. Wir werden das Kremser Publikum hinter uns haben, WESTWIEN erwartet eine volle Halle in Krems. Unsere fantastischen Fans werden die Mannschaft entsprechend unterstützen um das Ziel Halbfinale zu erreichen.“

Conny Wilczynski, Manager SG Handball Westwien: „Die Vorfreude auf die Entscheidungsspiele ist groß. Krems ist eine eingespielte Truppe, die bei ihren Heimspielen immer auf eine tolle Kulisse bauen kann. Sportlich treffen zwei ähnlich starke Mannschaften aufeinander. Das Team, das mental stärker sein wird, wird die Serie für sich entscheiden. Ich traue unserer Mannschaft den Einzug ins Halbfinale absolut zu. Das ist auch unser Ziel!“

Rein steirisches Duell um den Klassenerhalt
Ohne selbst noch eingreifen zu können, musste die Union Leoben auf Schützenhilfe des HC Bruck am letzten Spieltag des Unteren Playoff gegen den HC Linz AG hoffen. Doch die Oberösterreicher setzten sich auswärts mit 33:24 durch, sicherten sich selbst damit die Teilnahme am Viertelfinale und schoben sich in der Tabelle an Leoben und Ferlach vorbei. Eng wird es in dem rein steirischen Duell um den Klassenerhalt allemal, zumindest hat die Union Leoben im ersten und einem möglichen, entscheidenden, dritten Spiel Heimvorteil. Im Grunddurchgang gab es jeweils Siege für die Gastmannschaft. Im Playoff trennte man sich in Leoben mit einem 22:22-Unentschieden, in Bruck setzte sich abermals die Gastmannschaft mit 25:21 durch.

Romas Magelinskas, Trainer Union Leoben: „Für viele unserer Spieler ist die Serie gegen den Abstieg eine neue Situation. Andere wiederum kennen diese Anspannung, welche diese Partien in sich tragen. Wir haben über die Saison hinweg gezeigt, dass wir mannschaftlich besser sind als der HC Bruck. Doch sind die kommenden Spiele etwas anderes, wo es darum geht noch einmal alles abzurufen. Bei beiden Teams kommt es darauf an, ob alle Spieler fit sind und natürlich auch auf die Nervenstärke jedes Einzelnen. Die Teams kennen einander sehr gut, umso wichtiger ist es für uns die Gegner genau zu analysieren, sich gut auf Bruck einzustellen und zu versuchen mit einigen taktischen Überlegungen, im Kampf um den Abstieg zu überraschen.“

Nationalteampause vor Halbfinale
Anfang Mai stehen für Österreichs Männer Nationalteam die beiden schweren Spiele gegen Spanien in der Qualifikation zur EURO 2018 an. Am 3. Mai empfängt man den Weltmeister von 2013 in der Tiroler Wasserkraft Arena in Innsbruck, am 6. Mai wird in Leon (ESP) das Rückspiel ausgetragen. Mit Ende der Meisterschaft, tritt die Truppe von Teamchef Patrekur Jóhannesson dann in die heiße Phase. Am 14. Juni will man sich in Vantaa gegen Finnland für die Auftaktniederlage revanchieren. Der große Showdown folgt danach am 17. Juni in der Albert-Schultz-Eishalle gegen Bosnien-Herzegowina.

Finalserie der HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2016/2017
Viertelfinale 1. Runde

VF3: Bregenz Handball vs. Handball Tirol
Mittwoch, 19. April 2017, 19:30 Uhr

VF1: HC Hard vs. SC Ferlach
Donnerstag, 20. April 2017, 19:30 Uhr

VF2: HC Fivers WAT Margareten vs. HC Linz AG
Donnerstag, 20. April 2017, 20:00 Uhr

VF4: UHK Krems vs. SG Handball Westwien
Donnerstag, 20. April 2017, 20:20 Uhr

Viertelfinale 2. Runde
VF1: SC Ferlach vs. HC Hard
Sonntag, 23. April 2017

VF2: HC Linz AG vs. HC Fivers WAT Margareten
Sonntag, 23. April 2017, 18:00 Uhr

VF3: Handball Tirol vs. Bregenz Handball
Sonntag, 23. April 2017, 17:00 Uhr

VF4: SG Handball Westwien vs. UHK Krems
Sonntag, 23. April 2017, 17:00 Uhr

Viertelfinale 3. Runde
VF1: HC Hard vs. SC Ferlach
Freitag, 28. April 2017

VF2: HC Fivers WAT Margareten vs. HC Linz AG
Freitag, 28. April 2017

VF3: Bregenz Handball vs. Handball Tirol
Freitag, 28. April 2017

VF4: UHK Krems vs. SG Handball Westwien
Freitag, 28. April 2017

Halbfinale 1. Runde
10./11. Mai 2017

HF1: Sieger HC Hard/SC Ferlach vs. Sieger UHK Krems/SG Handball Westwien
HF2: Sieger HC Fivers WAT Margareten/HC Linz AG vs. Sieger Bregenz Handball/Handball Tirol

Halbfinale 2. Runde
13./14. Mai

HF1: Sieger UHK Krems/SG Handball Westwien vs. Sieger HC Hard/SC kelag
HF2: Sieger Bregenz Handball/Handball Tirol vs. Sieger HC Fivers WAT Margareten/HC Linz AG

Halbfinale 3. Runde
20./21. Mai

HF1: Sieger HC Hard/SC Ferlach vs. Sieger UHK Krems/SG Handball Westwien
HF2: Sieger HC Fivers WAT Margareten/HC Linz AG vs. Sieger Bregenz Handball/Handball Tirol

Finale 1. Runde
Sieger HF1 vs. Sieger HF2
Donnerstag, 25. Mai 2017, 20:15 Uhr

Finale 2. Runde
Sieger HF2 vs. Sieger HF1
Sonntag, 28. Mai 2017, 20:15 Uhr

Finale 3. Runde
Sieger HF1 vs. Sieger HF2
Freitag, 02. Juni 2017, 20:15 Uhr

Abstiegsspiele
1. Runde

Union Leoben vs. HC Bruck
Mittwoch, 19. April 2017, 19:00 Uhr

2. Runde
HC Bruck vs. Union Leoben
Samstag, 22. April 2017, 20:00 Uhr

3. Runde
Union Leoben vs. HC Bruck
Samstag, 29. April 2017, 19:00 Uhr

Presseinfo HLA/red.

12.04.2017