U19-Team startet mit Top-Leistung gegen Kroatien in

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Das männliche U19-Nationalteam des ÖHB (Jahrgänge 1998 u. jünger) startete am Donnerstag mit einer sehr guten Leistung in die 5. Auflage des „Handball is my future“-Tournament supported by Qatari Handball Federation in Bugojno/Bosnien & Herzegowina. Gegen Vize-Europameister Kroatien musste sich die Auswahl von Teamchef Christian Glaser zwar 29:35 (15:16) geschlagen geben, die Entscheidung fiel allerdings erst in den letzten Spielminuten. Am Freitag stehen die Gruppenspiele gegen Schweiz und Katar auf dem Programm. Da für diesen Jahrgang heuer keine European Open stattfinden, ist dieses stark besetzte Turnier für die Österreicher der Saison-Höhepunkt!

„Vor der Partie wäre ich mit diesem Ergebnis durchaus zufrieden gewesen. Schließlich trafen wir auf den amtierenden Vize-Europameister dieses Jahrgangs. Nach 60 Minuten muss ich aber sagen, dass sogar mehr möglich gewesen wäre. Mein Team hat hervorragend mitgehalten, bis wenige Minuten vor dem Ende (28:29, Anm.) war für uns alles drinnen“, resümierte Teamchef Glaser. Erst gegen Ende, als die Österreicher schnelle Abschlüsse suchten, konnten die Kroaten etwas davonziehen. Glaser: „Wir haben uns vor der Partie vorgenommen, das Tempo von der ersten Minute mitzugehen, das ist uns auch gelungen.“

Am Freitag (11:45 Uhr) kommt es zum Duell mit der Schweiz, die gegen Katar einen souveränen Sieg einfahren konnte. Zuletzt traf man im Jänner beim Masters Cup in Zug auf die Eidgenossen. In drei Partien konnte die 98er-Auswahl einen Sieg verbuchen, erreichte ein Remis und musste sich einmal geschlagen geben. „Anders als damals steht diesmal allerdings ein hervorragender Linkshänder im Schweizer Kader. Das wird ein ordentliches Stück Arbeit“, weiß ÖHB-Coach Glaser, dessen Team die Gruppenphase mit dem Match gegen Katar (17:30 Uhr) beschließt.

Im Pool B spielen Slowenien, Mazedonien, Polen und Gastgeber Bosnien & Herzegowina. Inklusive Kreuz- und Platzierungsspiel werden die Teams in Bugojno bis zum Ostersonntag fünf Partien absolvieren.

U19-Team im Juli bei Turnier in Rumänien
Das „Handball is my future“-Tournament ist aber nicht der letzte Turniereinsatz des 98er-Teams im Jahr 2017. Denn man wurde vom rumänischen Verband zu einem Viernationen-Turnier Mitte Juli eingeladen, an dem u. a. Spanien teilnehmen wird. Glaser: „Spanien ist wie Kroatien eine Top-Nation. Die Partie ist für unsere Burschen also ein weiteres Highlight!“

Spanien und Kroatien werden im August bei der U19-Weltmeisterschaft in Tiflis um Medaillen kämpfen. Auch der ÖHB ist in Georgiens Hauptstadt vertreten. Gerhard Reisinger, Vorsitzender der ÖHB-Regel- und Schiedsrichterkommission, wurde von der International Handball Federation (IHF) zum Technischen Delegierten bestellt.

„Handball is my future“-Tournament
Do., 13. April
Österreich – Kroatien 29:35 (15:16)
Beste Torschützen AUT: NICOLUSSI 5, STEVANOVIC 5, VUCKOVIC 4, DAMBÖCK 3, HAUNOLD 3

Fr., 14. April
11.45: Österreich – Schweiz
17.30: Österreich – Katar

Sa., 15. April
Kreuzspiele

So., 16. April
Platzierungsspiele

Kader NM 1998

DAMBÖCK Eric Fivers WAT Margareten/LW
POSSET Paul (Union St. Pölten/LB)
GANGEL Lukas (Fivers WAT Margareten/RW)
HAUNOLD Marc Andre (Tecton WAT Atzgersdorf/CB)
HUTECEK Sebastian (UHC Eggenburg/CB)
KLETTENHOFER Julian (Vöslauer HC/LB)
KRAL Johannes (SU St.Pölten/RB)
MOHR Florian (Bregenz Handball/PV)
NICOLUSSI Maximilian (Fivers WAT Margareten/CB)
NIGG David (SU St. Pölten/LW)
NIKOLIC Leo (Tecton WAT Atzgersdorf/GK)
PLANK Dorian (HIB Handball Graz/GK)
STEVANOVIC Nikola (Fivers WAT Margareten/RW)
STUMMER Luis (Fivers WAT Margareten/LW)
VUCKOVIC Igor (Fivers WAT Margareten/LB)
WOLFFHARDT Maximilian (UHC Tulln/PV)

Ausfall für den Rest der Saison – ÖHB-Kapitän Max Hermann nach Schulter-OP auf dem Weg der Besserung
Egal ob im Nationalteam oder beim Bergischen HC, Max Hermann wird aktuell schmerzlich vermisst. Dies wird sich auch bis zum Sommer nicht mehr ändern. Der Kapitän des Österreichischen Handball Nationalteams unterzog sich Anfang Februar seiner zweiten Schulter OP um den Problemen und Schmerzen Herr zu werden. Vor zwei Wochen begann die Physiotherapie, mit der aktuellen Entwicklung zeigt sich der 25-Jährige zufrieden. Die ausstehenden vier Spiele in der Qualifikation zur EURO 2018 wird er definitiv verpassen, das Team aber mit aller Kraft unterstützen.

“Vor zwei Wochen hat die Reha begonnen, jeden Tag ein paar Stunden. Aktuell bin ich mit der Entwicklung sehr zufrieden“, erzählt Max Hermann mit Erleichterung.

Die Schulter selbst ist von der OP noch eingesteift. Jetzt gilt es wieder Beweglichkeit hineinzubringen. „Die Schulter war schon sehr instabil. Der Physiotherapeut sagt, dass es momentan gut aussieht. Man weiß aber noch nicht was in einem Monat ist. Ich denke von Woche zu Woche und schau, wie sich die Schulter entwickelt. Ich bin auf jeden Fall sehr zuversichtlich“, so Hermann.

Saison definitiv zu Ende
Spiele wird er in der aktuellen Saison definitiv keine mehr bestreiten, weder für das Nationalteam, noch für den Bergischen HC. „Natürlich ist das eine blöde Situation. Ich würde dem Verein und dem Nationalteam gerne helfen. Aber man muss langfristig denken. Fit werden ist momentan wichtiger“, findet sich der ÖHB-Kapitän mit der Situation ab.

Geplant ist, dass er im Sommer bei seinem neuen Verein VfL Gummersbach in die Vorbereitung einsteigt: „Aktuell betreibe ich viel Fitnesstraining und Krafttraining für die Beine. In den nächsten Wochen darf ich auch wieder laufen gehen, dann kann ich endlich ordentlich loslegen. Man muss sich bewegen, herumsitzen macht keinen Spaß.“

Läuft alles nach Plan, beginnt mit 10. Juli für ihn die Vorbereitung, Anfang August möchte er dann bereits ganz normal spielen können. „Das kann aber auch schon früher sein, oder auch eine Woche später“, ergänzt Hermann.

Auch Teamchef Patrekur Jóhannesson verfolgt den Heilungsprozess genau: „Egal ob er verletzt ist, oder spielen kann, Max ist ein wichtiger Teil der Mannschaft. Es ist gut für das Team, wenn er in der Halle ist.“

Die Heimspiele hat Max Hermann fix eingeplant: „Vor den Spielen gegen Spanien intensiviere ich meinen Kontakt zu den Spielern. Wenn ich da bin, bin ich natürlich bei der Mannschaft, will sie motivieren, wenn das überhaupt notwendig ist. Es gibt nichts Schöneres als für sein Land zu spielen und die Chance zu haben, zu einem Großereignis zu fahren.“

Jóahnnesson: „Fokus liegt auf Platz 2“
Die Chancen für eine erfolgreiche Quali stehen aktuell gut für das Nationalteam. Im Mai heißt es zunächst gegen Gruppenfavorit Spanien zweimal zu bestehen. Am 3. Mai empfängt man den Weltmeister von 2013 dazu in Innsbruck in der Tiroler Wasserkraft Arena, am 6. Mai findet das Rückspiel in Leon statt.

Gelingt dem Team eine Sensation, wäre die Tür nach Kroatien weit offen. Läuft es nach der Papierform, kommt es am 17. Juni in der Albert-Schultz-Eishalle zum Showdown gegen Bosnien-Herzegowina. „Der Fokus liegt ganz klar darauf, Platz 2 zu halten“, sagt dazu der Teamchef.

1.000 Tickets für Schlager gegen Bosnien bereits weg
Für dieses Spiel findet der Kartenvorverkauf bereits reißenden Absatz. 1.000 Tickets wurden seit dem Start vor knapp einem Monat bereits verkauft. Den Bosniern möchte man in Wien einen ähnlichen Hexenkessel bieten, wie beim Hinspiel in Sarajevo.

Max Hermann: „Die Partie gegen Bosnien hat gezeigt, dass wir immer eine Chance haben, egal gegen welchen Gegner. Wenn wir so zusammenhalten und einem Strang ziehen, können wir jedes Spiel gewinnen.“

Wer die Kapitänsschleife von Max Hermann interimistisch übernehmen wird, wird erst beim Trainingslehrgang vor dem ersten Spanienspiel bekannt gegeben.

Qualifikation zur EURO 2018
Österreich vs. Finnland 27:31 (16:14)
2. November 2016, Wiener Neustadt

Bosnien-Herzegowina vs. Österreich 22:23 (11:9)
6. November 2016, Sarajevo

Österreich vs. Spanien
3. Mai 2017, Tiroler Wasserkraft Arena Innsbruck

Spanien vs. Österreich
6. Mai 2017, Leon (ESP)

Finnland vs. Österreich
14. Juni 2017, Vantaa (FIN)

Österreich vs. Bosnien-Herzegowina
17. Juni 2017, Albert-Schultz-Eishalle, Wien

Presseinfo ÖHB/red.

13.04.2017