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Die Vienna Capitals stellten in der Erste Bank Eishockey Liga-Saison 2016/17 einige Rekorde auf und holten schlussendlich am Freitag, den 7. April 2017 den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal gab es zwei TV-Partner und mit der Sky Alps Hockey League ein Bindeglied zu den Nachwuchsligen. Liga-Präsident Dr. Peter Mennel lässt die Geschehnisse Revue passieren.

Mit der gestrigen Meisterfeier der UPC Vienna Capitals im Eissportzentrum Kagran ist die Erste Bank Eishockey Liga-Saison 2016/17 auch offiziell zu Ende gegangen. Die Wiener feierten nach einer historischen Spielzeit, in der sie mehrere Rekorde aufstellten, den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Das Team von Headcoach Serge Aubin marschierte beispielsweise mit der unübertrefflichen Bestmarke von zwölf Siegen und keiner Niederlage durch die Playoffs. „Die Capitals sind ein mehr als würdiger Meister. Auch die Liga hat sich wieder sehr toll entwickelt. Es geht weiterhin darum, nationale Spieler bestmöglich zu fördern und das Nationalteam zu stärken“, zeigt sich Ligapräsident Dr. Peter Mennel zufrieden. Im entscheidenden vierten Finalspiel standen sich mit David Kickert, der mit 93,6 Prozent die beste Fangquote der Liga aufweist und auch zum EISNER Auto Youngstar des Jahres gewählt wurde, und David Madlener sogar zwei österreichische Torhüter gegenüber. Der unterlegene EC-KAC kam nach einem durchwachsenen Saisonstart erst im Dezember mit elf Siegen in Folge richtig in Fahrt. Im Halbfinale entthronten das Team von Mike Pellegrims den EC Red Bull Salzburg, danach mussten die Klagenfurter aber die Final-Revanche für die Saison 2012/13 hinnehmen.

Live-Erlebnis in der Halle und vor den Bildschirmen
Meister Wien war ebenfalls der Zuschauermagnet, die Capitals begrüßten insgesamt 145.866 Fans in ihrer Halle. Auch die Black Wings Linz, der 140.385 Zuseher in die „KeineSorgen EisArena“ lockte und darüber hinaus den höchsten Zuschauerschnitt aufweist, und der EC-KAC (124.798) durchbrachen die 100.000er-Marke deutlich. Bereits zum achten Mal in Folge begrüßten die zwölf Teams der Erste Bank Eishockey Liga über eine Million Zuschauer in den Hallen. Die insgesamt 1,053.047 Fans stellten den Stellenwert der Liga und des Eishockeysports in den teilnehmenden Ländern einmal mehr unter Beweis. „Es zeigt, dass die Liga gut angenommen wird. Für die nächste Spielzeit gilt es aber, die unterschiedlichen Beginnzeiten neu zu diskutieren,“ weist Dr. Mennel auf Verbesserungspotential hin. Neben den Freiluftspielen in Budapest zählte die Postseason zu den absoluten Saison-Highlights, im Schnitt pilgerten 5.452 Fans zu den Playoff-Spielen. Dabei bekamen die Zuseher gleich acht Verlängerungen zu sehen, der 4:3-Auswärtserfolg der Capitals beim zweiten Viertelfinalspiel in Innsbruck reihte sich mit 104 gespielten Minuten als zweitlängste Overtime in der Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga ein.

Zum ersten Mal ging die Erste Bank Eishockey Liga mit zwei TV-Partnern in eine Saison. Host Broadcaster ServusTV und Sky erreichten die Fans am Bildschirm mit tollen Bildern und fachkundigen Analysen. Auch Liga-Präsident Dr. Mennel sieht den Auftakt in das mehrjährige Projekt als gelungen an: „Wir ziehen auf jeden Fall eine positive Zwischenbilanz. Die Playoffs haben gezeigt, dass in Österreich mit Eishockey tolle Quoten erzielt werden können.“ Vor dem dritten Finalspiel wurde Riley Holzapfel vor den TV-Kameras als wertvollster Spieler (MVP) der Saison geehrt. Der 28-jährige Kanadier holte sich mit 34 Treffern die Torjägerkrone und führte auch die Playoff-Scorerwertung an. Über die gesamte Saison sammelte Villachs Corey Locke (77) die meisten Punkte.

Jugend arbeitet für glorreiche Zukunft
Im vierten Jahr der Erste Bank Juniors League (U18) holte sich Fehervar AV19 zum bereits dritten Mal den Titel. In der Erste Bank Young Stars League (U20) gab es hingegen einen neuen Titelträger. Nach dem Salzburger Titelgewinn in der Vorsaison, blieb der Meister durch die Silver Capitals in Österreich. Die Wiener setzten sich in der fünften Auflage im Finale gegen Jesenice durch. „Die beiden Ligen haben sich sehr gut entwickelt. Man muss bedenken, wo wir hier vor vier beziehungsweise fünf Jahren gestartet sind. Der beschrittene Weg ist äußerst positiv, das hat auch das gute Abschneiden des österreichischen U20-Nationalteams bei der letzten WM in Deutschland gezeigt,“ ist Dr. Mennel überzeugt. Als Plattform für den Nachwuchs und Bindeglied zur Erste Bank Eishockey Liga feierte die Sky Alps Hockey League im letzten September ihre Premiere. Mit Ausbildungslizenzen waren österreichische Talente in beiden Ligen spielberechtigt. „Die Liga ist im ersten Jahr sehr gut organsiert gewesen. Die Erwartungshaltung war bei den Vereinen vor Saisonbeginn sehr unterschiedlich, die Liga ist aber überall gut angenommen worden. Wenn nötig, gilt es jetzt Gespräche über Adaptierungen zu führen,“ fügt der Liga-Präsident hinzu.

Die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit laufen bereits auf Hochtouren, in den nächsten Wochen werden dazu die notwendigen Weichenstellungen vorgenommen. Bereits im August sind drei Teams der Erste Bank Eishockey Liga schon wieder im Pflichtspieleinsatz. Denn Meister UPC Vienna Capitals, der EC Red Bull Salzburg und der EC-KAC qualifizierten sich für die Champions Hockey League.

Endtabelle 2016/17
1. UPC Vienna Capitals**
2. EC-KAC*
3. EC Red Bull Salzburg*
4. HCB Südtirol Alperia
5. EHC LIWEST Black Wings Linz
6. HC TWK Innsbruck „Die Haie“
7. Moser Medical Graz99ers
8. HC Orli Znojmo
9. Dornbirner EC
10. EC VSV
11. HDD Telemach Olimpija Ljubljana
12. Fehervar AV19

**Champion 2017 und CHL-Teilnehmer 2017/18
*CHL-Teilnehmer 2017/18

Medieninfo: EBEL

14.04.2017