Goran Djuricin (Trainer Rapid): „Die Jungs haben jetzt einmal hoffentlich kapiert wie gut sie wirklich sein könnten.“

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In der 32. Runde der Tipico Bundesliga traf im Allianz Stadion Rapid Wien auf den Wolfsberger AC. Die Hausherren konnten sich – auch aufgrund eines Doppelpacks von Giorgi Kvilitaia – mit 4:0 (2:0) durchsetzen.

Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SK Rapid Wien – WAC 4:0 (2:0)
Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Goran Djuricin (Interimstrainer Rapid Wien):
… über das Spiel: „Der Sieg war sehr notwendig. Die Jungs haben jetzt einmal hoffentlich kapiert wie gut sie wirklich sein könnten. Wir haben unsere Hausaufgaben defensiv erledigt. Das haben wir diese Woche trainiert. Ich bin sehr froh und stolz auf die Jungs, dass sie das wirklich umgesetzt haben. Es hat heute Gott sei Dank viel gepasst. Heute ist alles aufgegangen.“

… über Matej Jelic: „Ich freue mich extrem für Jelic, weil er lange warten hat müssen für diese Chance. Aber er hat die letzten zwei Wochen schon so giftig und aggressiv trainiert und da habe ich mir gedacht, jetzt muss er mal drankommen.“

… über die frühen Tore: „Der Spielverlauf ist natürlich immer glücklich im Fußball oder auch wichtig. Und der war sehr wichtig heute. Aber ich glaube, es war auch in der Höhe verdient.“

… auf die Frage, was noch in der Mannschaft steckt: „Ich glaube heute waren wir sicher schon bei 70 oder 80 Prozent. Da ist sicher noch mehr drin. Offensiv sind wir, was Kombinationen betrifft und Fußballspielen eine der besten in Österreich. Wenn wir so weiterspielen werden wir sicher noch einige Punkte einfahren.“

Giorgi Kvilitaia (Rapid Wien):
… über das Spiel: „Der Schlüssel war, dass wir heute wie ein Team gespielt haben. Es war so ein wichtiges Spiel für unsere Mannschaft, für die Fans, für jeden. Wir haben hundert Prozent gegeben und das war der Schlüssel heute.“

… über die Wichtigkeit seiner zwei frühen Tore: „Ich habe nicht erwartet, zwei Tore nach elf Minuten. Ich war sehr glücklich und bin es jetzt immer noch, dass ich zwei Tore für Rapid gemacht habe.“

… über das Zusammenspiel mit Matej Jelic: „Er hat mir heute zweit Tore aufgelegt, dafür will ich mich bei ihm bedanken.“

… auf die Frage, ob der Druck jetzt weniger groß ist: „Von den Fans, von den Zeitungen und Journalisten hatten wir vor den Spielen großen Druck. Dieser Sieg ist für den Kopf sehr wichtig.“

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wolfsberger AC):
… über die Gründe der Niederlage: „Disziplinlosigkeit, es war wirklich eine Frechheit. Ich glaube, wir haben sehr gut angefangen, haben genau das am Anfang verfolgt, was wir ausgemacht haben. Dann haben wir das erste Mal hinten abgespielt und schon ist das 1:0 gefallen. Egal wer da am Platz steht, egal wen du aufstellst, das darf nicht sein. Ich finde es eine Frechheit. Wir haben Rapid eigentlich die Tore so billig geschenkt. Ich hoffe, dass ist heute der richtige Muntermacher gewesen für jeden einzelnen. Es hilft mir nichts, wenn ich beleidigt bin, wenn ich nicht spiele oder wenn ich spiele und wer anderes einen Fehler macht. Ich muss als Mannschaft auftreten und das war heute absolut nicht der Fall.“

… über seine Reaktionen: „Ich tue mich heute wirklich schwer. Ich bin wirklich sprachlos, weil mir das einfach auf den Vollkeks geht, dass eine Mannschaft am Spielfeld einfach selber etwas beschließt und dann ihr Spiel spielen will, das was gar nicht ausgemacht ist. Jetzt sind wir genau dort, wo wir nie hinkommen wollten. Jetzt wird es bitter ernst. Reden tun wir so auch immer wieder, aber das hilft ja nichts. Es müssen am Platz Taten folgen.“

Michael Sollbauer (Wolfsberger AC):
… über das Spiel: „Wir haben uns viel vorgenommen, wollten ein gutes Spiel machen, aber das ist uns gar nicht gelungen. Wir haben viel zu einfache Tore bekommen und jetzt stehen wir wieder einmal mit null Punkte da. Das erste Tor war billig, gleich darauf das zweite. Bei den anderen zwei Toren haben wir uns auch nicht gut angestellt. Es war einfach zu wenig heute um da einen Punkt mitzunehmen. Wir müssen schauen, dass wir schleunigst in die Gänge kommen.“

… über eine mögliche Auswärtsschwäche: „Sicherlich erwarten wir uns auch auswärts auch mehr. Wir fahren nicht daher oder irgendwohin um locker, lässig zu spielen, sondern wir wollen Punkte machen. Es ist aber momentan leichter gesagt als getan. Aber das ist sicher nur ein Punkt von vielen.“

… über den Abstiegskampf: „Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass die anderen für uns spielen. Wir müssen unsere Punkte selber machen. Es ist höchste Zeit, dass wir noch ein, zwei Gänge dazuschalten.“

Michael Konsel (Sky Experte):
… über die deutliche Kritik von Heimo Pfeifenberger an seine Mannschaft: „Ich verstehe den Heimo. So kann man wirklich nicht auftreten, wenn es darum geht nicht absteigen zu wollen.“

… über Rapid Wien: „Diese drei Punkte waren ganz wichtig. Entscheidend waren die schnellen Tore mit großer Mithilfe des WAC. Sie haben bei den zwei Gegentoren wirklich sehr schlecht ausgeschaut.

… über die 1:0 Führung für Rapid: „Das darf nie und nimmer passieren. Ein Geschenk dieses Tor für Rapid.“

Heribert Weber (Sky Experte):
… über Rapid Wien: „Wenn man gesehen hat wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, dann kann man davon ausgehen, dass sie in der Lage ist auch in den nächsten Runden noch die nötigen Punkte zu machen. Ich war schon vorher überzeugt, dass es eine Mannschaft ist, die normalerweise ganz vorne mitspielen kann. Heute hat sie wieder bewiesen, dass sie sehr guten und attraktiven Fußball spielen kann.“

… über den Druck bei Rapid: „Wenn man bei Rapid spielen muss oder will, dann muss man auch den nötigen Druck verspüren. Den muss man auch aushalten können. Wenn man nicht gewinnt wird es immer negative Kritik geben, die viel härter ist als bei anderen Vereinen. Es sind ja viele neue Spieler gekommen, die noch nicht genau wissen, was sich bei Rapid in der Öffentlichkeit abspielt, wenn man so eine Serie hinlegt wie die Rapidler jetzt. Ich wünsche denen, dass sie auch erleben wie schön es ist bei Rapid zu spielen, wenn man mal eine Erfolgsserie startet.“

… über die deutliche Kritik von Heimo Pfeifenberger an seine Mannschaft: „Wenn er draußen steht und zuschaut wie eigentlich vieles so läuft wie er sich das nicht im Entferntesten vorgestellt, dann ist es ein großes Problem zwischen Trainer und Spieler.“

Presseinfo Sky Austria/red.

06.05.2017