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Am Samstag, den 20. Mai 2017, steht ab 14.30 Uhr im Kurort Baden für das Team von Walter Wels das alles entscheidende Spiel in der Tischtennis Bundesliga, nämlich das Staatsligafinale gegen die Mannschaft der SG Stockerau am Programm.

Mit Baden haben die Welser noch – und zwar mehr redensartlich – eine Rechnung offen. Schon im letzten Jahr fand das Ligafinale in der dortigen Sporthalle statt. Die Vorzeichen für die Welser waren damals allerdings sehr schlecht, trat man doch mit einem „Spieler-Lazarett“ an. Bis auf Dominique Plattner waren die Spieler entweder überhaupt nicht anwesend, wie der damalige Wels-Topmann, der Japaner Yuya Oshima, oder traten sie gehandicapt an die grüne Platte. Unter diesen Umständen war im letzten Jahr der Einzug ins Finale und der Vizestaatsmeister das Maximum, was die Messestädter erreichen konnten.

Geht es nach den Spielern und Offiziellen der SPG Walter Wels, so soll heuer alles anders werden. Die Mannschaft rund um den Chinesen Jianjun Wang, der in Baden sein wohl letztes Spiel in seiner sehr erfolgreichen und langjährigen internationalen Karriere bestreiten wird und den in den letzten Wochen stark aufspielenden italienischen Teamspieler Mihai Bobocica, brennt auf die Revanche, sprich den Staatsmeistertitel 2017. Bobocica war es auch, der im letzten Meisterschaftsspiel Cheng Weixing die erst zweite Niederlage in der gesamten Meisterschaft zufügte und dabei groß aufgeigte.

Für die Welser war die heurige Saison eine der erfolgreichsten in ihrer bisherigen Bundesligageschichte. Als erstes Team überhaupt konnte man alle Spiele im Grunddurchgang gewinnen und zog man nach 2014 zum zweiten Mal in das Halbfinale des ETTU-Cups auf der europäischen Tischtennisbühne ein.

Die Krönung soll nunmehr in Baden erfolgen. Unseren Gegner Stockerau, der angeführt wird vom nach wie vor Weltklasse-Topverteidiger und altem Schlitzohr Chen Weixing dürfen wir aber keinesfalls unterschätzen, so Wels-Obmann Gerhard Demelbauer. Trotz des zuletzt recht klaren 4:0 Erfolges gegen die Niederösterreicher im letzten Spiel des Grunddurchgangs zu Hause Ende April tritt Wels-Boss Bernhard Humer auf die Euphoriebremse. Ich gehe davon aus, dass die Stockerauer topmotiviert in die alles entscheidende Partie in der heurigen Meisterschaft gehen werden, so Humer.

Auch der Erfolgshunger der Welser ist weiter ungestillt und lassen die Welser bei der Vorbereitung nichts dem Zufall über. Nach dem Wegfall der Werner Schager Akademie in Schwechat, die die Welser normalerweise für Vorbereitungszwecke nutzten, bereitet sich die Mannschaft im Trainingscamp in Budapest, wo auch internationale Trainingsparter zur Verfügung stehen, auf das do-or-die-Spiel generalstabsmäßig vor.

Mit an Bord beim Finale ist Gott sei Dank wieder Wels-Physiotherapeut und gute Seele für alle Spieler Ernst Leutgöb, der zuletzt aufgrund einer Erkrankung schmerzlich vermisst wurde. Der Ernst strahlt immer wieder positive Energie auf uns alle aus, so Wels-Boss Bernhard Humer.

Im Gegensatz zum Spiel Ende April können die Welser bei der Aufstellung variieren, was ein kleiner Vorteil für die Messestädter sein sollte.

Begleitet wird das Team der SPG Walter Wels von einer kleinen Fangruppe, die Samstagvormittag per Bus die Anreise nach Baden antreten wird. Sollten wir tatsächlich, was mein nachträglicher Wunsch zu meinem 50. Geburtstag im April ist, den Titel zum zweiten Mal in der Geschichte nach Oberösterreich holen, so wird sicher die Nacht zum Tag gemacht im sonst recht lauschigen Kurort Baden, so Wels-Boss Humer.

Medieninfo: Walter Wels

18.05.2017