Goran Djuricin (Trainer SK Rapid): „Im Endeffekt hat heute der Glücklichere gewonnen.“

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Im letzten Spiel der 34. Runde der Tipico Bundesliga traf Sturm Graz im Allianz Stadion auf SK Rapid Wien. Nach 90 Minuten mussten sich die Gäste aus Graz mit 0:1 geschlagen geben. Die Hütteldorfer holten dabei die ersten volle Punkte gegen die Steirer in der Saison 2016/17.

Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SK Rapid Wien – SK Sturm Graz 1:0 (1:0)
Schiedsrichter: Andreas Heiß

Goran Djuricin (Interimstrainer Rapid Wien):
… über das Spiel: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr tief reindrängen haben lassen. Im Endeffekt hat heute der Glücklichere gewonnen. Wir haben Chancen gehabt, Sturm Graz hat Chancen gehabt. Ich glaube der Sieg geht in Ordnung.“

… über das Spiel von Louis Schaub: „Es ist klar, dass man nach sechs Wochen nicht die Leistung bringen kann, die er vorher gebracht hat, aber es ist okay. Er ist anscheinend noch immer nicht bei hundert Prozent.“

… über die Verletzung von Giorgi Kvilitaia: „Da schaut es nicht so gut aus. Er hat irgendetwas im Adduktorenbereich. Ich glaube, dass es eine längere Geschichte sein wird.“

… über den Klassenerhalt: „Es war eine harte Saison, aber ich habe vorher gesagt, die Jungs haben die härteste Saison gehabt. Sie haben alle Trainer miterlebt, alle Stufen dieses Geschehens mitbekommen. Das war irrsinnig schwer und deswegen Gratulation an die Mannschaft. Ich bin mit der Mannschaftsleistung zufrieden, die letzten fünf Wochen.“

Louis Schaub (Rapid Wien):
… über das Spiel: „Es war sehr wichtig für uns und die Erleichterung ist jetzt sehr groß. In den letzten Spielen haben wir schon ab und zu gezeigt, dass wir wieder richtig gut Fußballspielen können. Jetzt haben wir noch zwei Spiele um uns aufs Cup-Finale vorzubereiten.

… über seinen Einsatz: „Ich habe mich sehr gut gefühlt, hab dann leider einen Eisenbahner bekommen und bin deswegen wieder ausgewechselt worden. Ich glaube es wird jetzt ein, zwei Tage wehtun und dann sollte es am Donnerstag wieder gehen.

… auf die Frage, ob man den Klassenerhalt feiert: „Wir haben uns etwas ganz Anderes vorgenommen in der Saison. Es war wirklich alles sehr verkorkst. Am Ende sind wir zufrieden, dass wir mit dem hinten nichts mehr zu tun haben. Deswegen ist die Erleichterung sehr groß.“

Steffen Hofmann (Rapid Wien):
… auf die Frage, ob er Peter Schöttel nicht überholen darf: „Ich denke schon, dass das erlaubt ist und ist auch nach wie vor mein Ziel. Ich habe ein bisschen Probleme gehabt und dann haben wir viele verletzungsbedingte Wechsel gehabt und der Trainer hat dann früher reagieren müssen. Dann war für mich anscheinend kein Platz mehr zum Schluss.“

… über den Klassenerhalt: „Ich glaube, dass es für uns alle wichtige war, dass wir das Spiel heute gewonnen haben. Es war ein schwieriges Spiel, denn Sturm hat alles dagegengehalten. Wir haben jetzt diesen enormen Druck, der die letzten Wochen auf uns gelastet ist endlich los. Haben aber dennoch noch zwei Spiele vor uns in der Liga, die wollen wir bestmöglich bestreiten und viele Punkte sammeln. Und dann haben wir noch ein Spiel zum Schluss.“

… auf die Frage, ob er sich schon über seine Zukunft entschieden hat: „So gut wie, aber es ist nicht der Zeitpunkt darüber zu reden.“

Fredy Bickel (Sportdirektor Rapid Wien):
… über den künftigen Trainer uns seine Vorschlagsliste: „Es sind diverse Gespräche geführt worden, wo es insbesondere um die Rahmenbedingungen geht. Da hat sich jetzt das eine oder andere konkretisiert und ist so vollständig, dass ich sie jetzt am Montag auch dem Präsidium vorlegen kann. Für mich sind auch die Pro und Contra Argumente des Präsidiums wichtig, das ich auch sehr gerne miteinbeziehe.“

… angesprochen auf Urs Fischer: „Ich habe das heute in den Medien gelesen und war auch etwas überrascht. Ich habe andere Informationen. Ich kommentiere keine Namen der drauf ist oder nicht drauf ist.“

… über die Zukunft von Steffen Hofmann: „Ich muss ganz ehrlich sagen, das weiß er mehr als ich. Wir sind so verblieben, dass er auf mich zukommt, sobald er sich entschieden hat. Bis jetzt ist er noch nicht gekommen. Ich habe auch gelesen, dass er sich schon entschieden hat. Bin gespannt und freue mich sehr auf seine Antwort.“

Franco Foda (Trainer Sturm Graz):
… über das Spiel: „Ich glaube insgesamt haben wir heute von beiden Mannschaften ein tolles Spiel gesehen. Viel Tempo, hohe Intensität, viele Zweikämpfe, viele Tormöglichkeiten und in der ersten Halbzeit haben wir es versäumt ein Tor zu machen. Bei dem 1:0 waren wir zu passiv. In den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte war Rapid die bessere Mannschaft. Am Ende haben wir wieder gedrückt und für mich ein ganz klares Tor erzielt. Und das ist traurig, dass wir für so eine Art und Weise wie wir heute aufgetreten sind nicht belohnt wurden. Ich glaube das Spiel hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können, das wäre ein gerechtes Ergebnis gewesen. Es ist einfach bitter für die Mannschaft, dass wir dafür nicht belohnt wurden. Jetzt ist es wichtig die Mannschaft wieder aufzubauen und aufzurichten. Wir benötigen noch drei Punkte um den dritten Platz abzusichern. Es war eine sehr, sehr gute Mannschaftsleistung und wir sind hier sehr gut aufgetreten, aber unterm Strich haben wir null Punkte geholt.“

… über das aberkannte Tor: „Es ist für mich ein klares Tor, dazu benötige noch nicht einmal ich mit 50 Jahren eine Brille. Das habe ich von der Bank gesehen, dass es kein Foul war. Es war ein extrem wichtiges Spiel für uns und es ging um sehr viel. Wenn du dann so benachteiligt wirst, wenn du so ein klares Tor erzielst. Der Schiedsrichter steht perfekt und hat eine gute Sicht, um die Situation richtig zu analysieren und hat es einfach falsch gemacht.“

… über das junge Talent Dario Maresic: „Es war heute eine Reifeprüfung für ihn in diesem Stadion zu spielen und die hat er bestanden.“

… über die Zukunft von Baris Atik: „Kann ich im Moment nicht sagen. Wir sind schon auch im Kontakt, aber letztendlich hängt es an Hoffenheim, ob sie bereit sind den Spieler nochmal auszuleihen. Der zweite Punkt ist, ob Baris noch bereit ist nochmal ein Jahr in Graz zu spielen. Wichtig wäre für uns, dass wir international dabei sind. Das wäre ein wichtiges Argument.“

… über die Kaderplanung für die nächste Saison: „Ein Trainer möchte klarerweise immer zum Saisonstart die komplette Mannschaft haben. Ich bin jetzt schon sehr lange in Graz und glaube es ist jetzt auch wichtig Ruhe zu bewahren. Wir haben einige interessante Spieler, die wir gerne holen wollen. Hoffe, dass in den nächsten Tagen oder Wochen etwas fixiert wird. Es macht keinen Sinn Schnellschüsse zu tätigen.“

Deni Alar (Sturm Graz):
… über das Spiel: „Vor dem 1:0 haben wir sehr gute Chancen gehabt, wo wir in Führung gehen müssen. Dann macht Rapid das 1:0. Rapid war immer gefährlich und haben vorne sehr gute Spieler. In der zweiten Halbzeit haben wir vielleicht nicht die klaren Chancen gehabt, dass wir den Ausgleich machen. Bis auf die Chance.“

… über das aberkannte Tor: „Ich glaube der Körperkontakt ist erlaubt. Was der Schiedsrichter da wieder gesehen hat, ist wieder ein Highlight gewesen. Aber das pfeift er wieder nur da in dem Stadion. Er wollte es unbedingt pfeifen.“

Hans Krankl (Sky Experte):
… über den Klassenerhalt von Rapid: „Ich habe mich damit nie beschäftigt, aber es war wichtig, dass sie heute gewonnen haben. Es war ein schweres Spiel. Die zweite Hälfte war Rapid besser, aber zum Schluss ist Sturm wieder ein bisschen aufgekommen. Dafür, dass Sturm die Chancen vergibt kann Rapid nichts. Der Sieg geht in Ordnung. Sturm war heute auch gut, aber Rapid war heute gut genug um hier heute die drei Punkte zu machen.“

… über das aberkannte Tor von Deni Alar: „Es war eine Fehlentscheidung, das war kein Foul. Der Rapid-Spieler spürt, dass er ihn erwischt und lässt sich fallen und der Schiedsrichter fällt darauf rein. Es war kein Foul und ein korrektes Tor.“

… über den künftigen Rapid-Trainer: „Muss kein ehemaliger Rapid-Spieler sein. Es ist kein Nachteil, wenn das so ist. Sie haben in letzter Zeit sehr viele Fehlgriffe gehabt und jetzt ist es wichtig, dass man den Richtigen findet. Es kann ein ehemaliger Rapidler sein. Ein österreichischer Trainer ist für mich ein Vorteil. Der Ruttensteiner vom ÖFB behauptet immer wir haben die beste Trainerausbildung von Europa und dann holen wir ausländische Trainer? Das hat nichts mit dem Ausland zu tun, aber wir haben genug junge österreichische Trainer, die sich es verdienen, dass sie einen guten Klub trainieren. Genauso kann ein junger österreichischer Trainer Rapid trainieren. Das ist meine persönliche Meinung. Wenn man eine sehr gute Trainerausbildung hat, dann soll man unseren österreichischen Trainern eine Chance geben. Es sind genug junge Leute, die keine Hacken haben.“

… über die Leistung von Goran Djuricin: „Ist okay. Ich habe von Anfang an gesagt, wie das mit Canadi passiert ist, meiner Meinung nach ist das immer so, dass nicht der Co-Trainer der lange mit Canadi zusammengearbeitet hat, dass der bei einem Verein bleiben soll. Das gehört sich normal nicht. Es gibt natürlich auch wenige Beispiele, wo das auch geklappt hat. Ich denke, er will erster Trainer bleiben, wer nicht bei Rapid? Vielleicht ist es gut für ihn, wenn er in der nächsten Zeit weiterhin als Assistenztrainer weiterarbeitet. Ich habe diese Entscheidung nicht zu treffen und mir ist das eigentlich egal.“

… über die Zukunft von Steffen Hofmann: „Er hat es sich verdient, dass er über seine Zukunft selbst entscheiden darf.“

… über das junge Talent Dario Maresic: „Es gibt nichts Schöneres, als wenn ein junger Spieler mit 17, 18 Jahren zur ersten Mannschaft dazu stößt und gute Leistungen bringt.“

Presseinfo Sky Austria/red.

21.05.2017