Hypo NÖ will Revanche für Cup-Pleite im WHA-Finale

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Die Spielerinnen von Hypo Niederösterreich haben den 41. Meistertitel in der Vereinsgeschichte im Visier. Am Donnerstag um 18 Uhr trifft das Team von Trainer Martin Matuschkowitz im ersten WHA-Finalspiel in der Sporthalle Margareten auf die MGA Fivers.

Hypo NÖ gab im Grunddurchgang keinen Punkt ab, gewann also auch beide Ligaduelle mit den Finalgegnerinnen. Das dritte Aufeiandertreffen in dieser Saison konnten allerdings die MGA Fivers für sich entscheiden. Sie triumphierten sensationell im ÖHB Cup-Finale mit 18:17 (8:7) und bewiesen so, dass sie in der Lage sind, die Südstädterrinnen, wenn alles zusammenpasst, in die Knie zu zwingen. Dementsprechend fiebern beide Teams gleichermaßen dem Donnerstag entgegen. Das Rückspiel findet am 27. Mai um 18 Uhr in der Südstadt statt.

„Im Cup-Finale haben wir eine katastrophale Leistung gezeigt, am Donnerstag und Samstag darf uns das nicht passieren. Wir haben in den vergangenen Wochen intensiv unsere Fehler analysiert. In den kommenden Spielen gilt es, diese zu vermeiden, hundert Prozent zu geben und den Titel in die Südstadt zu holen. Wir müssen die Meisterschaft gewinnen“, stellt Hypo NÖs Gorica Acimovic klar. Auch Trainer Matuschkowitz ist heiß auf die Partie: „Wir wollen nicht noch einmal so auftreten wie vor einigen Wochen in Graz. Ich erwarte mir hundertprozentige Bereitschaft der Mannschaft. Wir müssen zeigen, dass wir weiterhin die Nummer eins im österreichischen Damenhandball sind.“

Die Wienerinnen fühlen sich in ihrer Rolle als Außenseiterrinnen wohl. Schließlich hatte man ihnen auch vor dem Cup-Finale kaum eine Chance eingeräumt. „Den Cup-Titel zu holen, war einfach unglaublich. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die erste Mannschaft zu sein, die Hypo NÖ in einem Cup-Finale schlagen konnte. Die Meisterschaft zu gewinnen, wäre eine noch größere Sensation. Wir haben es schon einmal geschafft, sie zu schlagen – und im Sport ist nichts unmöglich“, gibt sich MGA Fivers-Leistungsträgerin Karla Ivancok kämpferisch.

WHA-Finale
25.05., 18:00: MGA Fivers – Hypo NÖ
27.05., 18:00: Hypo NÖ – MGA Fivers

Und wieder wandern die Titel nach NÖ im Schulcup 2017
Schon 2013 und 2014 gaben die niederösterreichischen Schulen bei der Bundesmeisterschaft im UNIQA Handball Schulcup den Ton. 2017 erstrahlen die 37. Bundesmeisterschaften, ausgetragen in Linz, erneut in Blau-Gelb. Bei den Schülerinnen holte das BG/BRG Hollabrunn in seinem allerersten Antreten gleich den Titel, bezwang den Titelverteidiger GRG Wien 23 Alterlaa mit 14:10. Bei den Schülern heißt einmal mehr der Sieger BG Bad Vöslau-Gainfarn. Die Niederösterreicher gewannen in den vergangenen fünf Jahren gleich vier Mal die Bundesmeisterschaft und bezwangen das BG/BRG/BORG Köflach nach Verlängerung mit 12:10 und verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr.

5:9 sah sich das BG Bad Vöslau-Gainfarn bereits im Hintertreffen, doch dann nahm man das Herz in die Hand, ließ in den letzten Spielminuten keinen Treffer mehr zu. Kurz vor der Schlusssirene gelang noch der Ausgleich zum 9:9, es ging in die Verlängerung und dort setzte man sich mit 12:10 durch.

Emil Schleicher: „Auch bei 5:9 war uns immer klar, wir schaffen das. Wäre uns die Stange nicht so oft im Weg gewesen hätten wir sogar deutlich führen können. Zum Glück haben wir es noch geschafft. Es ist jetzt einfach nur Super, wir sind echt überglücklich.“

William McLachlan, Trainer: „Solche Spiele zu gewinnen macht mehr Spaß, als wenn es eine klare Angelegenheit ist. Wir haben es uns selbst schwer gemacht, der gegnerische Torwart hat unglaublich viele Bälle gehalten, immer wieder war die Stange im Weg. Bei 5:9 haben wir uns noch einmal zurückgekämpft und in der Verlängerung haben wir einfach cool gespielt, haben vorne die Tore gemacht und sind hinten sicher gestanden. Mental haben sich die Jungs im Turnierverlauf enorm entwickelt. So ein Turnier ist wichtiger als jedes Training.“

Erste Teilnahme und gleich der Titel
Zum ersten Mal in der Geschichte der Schule holte sich das BG/BRG Hollabrunn den Landesmeistertitel in NÖ bei den Schülerinnen und qualifizierte sich so für die Bundesmeisterschaften. Eine einzige Niederlage musste man im gesamten Turnierverlauf hinnehmen, ausgerechnet gegen den späteren Finalgegner GRG Wien 23 Alterlaa. Doch es war wohl eine Niederlage zur rechten Zeit, denn im alles entscheidenden Moment, waren die niederösterreichischen Schülerinnen da.

Bis Mitte der zweiten Halbzeit gelang es keiner der beiden Mannschaften sich einen Vorteil zu verschaffen, doch beim Stand von 9:9 setzten sich die Hollabrunnerinnen mit einem 3:0-Lauf ab und konnten den Titelverteidiger aus Wien bis zum Schluss auf Abstand halten. Am Ende durfte man mit dem 14:10-Erfolg über den ersten Titel für das BG/BRG Hollabrunn im UNIQA Handball Schulcup jubeln.

Felicia Ringelhahn: „Es ist eigentlich unglaublich, dieser Titel bedeutet uns unglaublich viel. Wir haben super als Team zusammengespielt. Wir freuen uns schon auf nächste Saison.“

Karen Ohler-Haas, Trainerin: „Das ist wirklich ein gewaltiger Erfolg. Die Mädels haben großartig gespielt, sind Vereinsspielerinnen und konnten dadurch viel Erfahrung mitbringen. Es war trotzdem eine große Herausforderungen. Es ist großer Teamgeist in der Mannschaft, das war, glaube ich, am Ende ausschlaggebend.“

Bronze für Steiermark und Wien
Das kleine Finale bei den Schülerinnen entickelte sich rasch zu einer klaren Angelegenheit. Das BG/BRG/BORG Köflach setzte sich gegen das BG/BRG Klagenfurt Mössingerstr. Mit 20:6 durch errang Bronze.

Auch bei den Schülern konnte das PG Borromäum Salzburg dem BG/BRG Wien 22 Bernoullistraße nur zu Beginn Paroli bieten. Die Bundeshauptstädter gewannen mit 12:3 und belegen am Ende den 3. Platz.

Presseinfo ÖHB

24.05.2017