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In der 36. Runde der tipico Bundesliga stand das Duell Rapid Wien vs. SKN St. Pölten auf dem Programm. Die Hütteldorfer feiern einen knappen 2:1-Heimsieg und beenden die Saison 2016/17 auf Rang fünf. Die Niederösterreicher zittern sich ihrerseits dank der Schützenhilfe vom SV Mattersburg zum Klassenerhalt.

Zwei Tore in Halbzeit eins
Das Spiel begann mit einigen Minuten Verspätung aufgrund einer ausführlichen Ehrung von Kapitän Hofmann. Der Mittelfeldregisseur absolvierte am Sonntagnachmittag sein 527. Pflichtspiel für Rapid Wien und schließt in der Allzeitrekordliste zu Peter Schöttel auf. Zum Spiel selbst. Die Begegnung begann wie allgemein erwartet. Rapid Wien übernahm optisch klar das Kommando und drängte SKN St. Pölten tief in die eigene Hälfte. Mit der ersten gefährlichen Angriffsaktion gingen die Hütteldorfer schlussendlich in Führung. Nach einem Eckball von Jubilar Hofmann köpft Dibon die Gastgeber in Führung (9.).

In der Folge änderte sich wenig am Spielgeschehen – Rapid Wien kontrollierte das Spielgeschehen nach Belieben. Weit über 70 Prozent Ballbesitz, ein Übergewicht an gewonnen Zweikämpfen und die schlichtweg bessere Spielanlage sorgten für klare Verhältnisse. Einziger Vorwurf an die Hütteldorfer war, dass man schlichtweg zuwenig aus der Überlegenheit machte. SKN St. Pölten präsentiere sich zu Spielbeginn wie ein Absteiger. Erst nach rund 20 Minuten fingen sich die Gäste ein. Mit der ersten gelungen Offensivaktion gelang St. Pölten der Ausgleichstreffer. Ausgerechnet der langjährige Rapid-Spieler Dober, der aktuell bei den Amateuren spielt, holt Hartl von den Beinen. Schiedsrichter Jäger zeigt auf den Punkt und verhängt den fälligen Elfmeter. Doumbouya verwandelt souverän zum 1:1-Ausgleichstreffer.

Wenig später hatte Rapid Wien die nächste Möglichkeit des Spiels. Ein Distanzschuss von Kuen ging nur knapp am Tor vorbei. (23.). In den folgenden Minuten tat sich im Allianz Stadion herzhaft wenig. Beide Teams neutralisierten sich auf überschaubarem Niveau. Dies sollte sich in der 35. Minute ändern. Dibon serviert Doumbouya den Ball unfreiwillig in den Lauf. Seinen Heber konnte Strebinger jedoch entschärfen. In der 37. Minute war dann wieder Rapid Wien mit einer guten Möglichkeit an der Reihe. Nach schöner Einzelleistung verstolpert zunächst Szanto den Ball. Die Kugel kommt allerdings zu Hofmann. Der setzt den Ball aber über das Tor. Es war die letzte Offensivaktion in der ersten Halbzeit. Pausenstand im Allianz Stadion somit 1:1-Unentschieden.

Schösswendter köpft Rapid zum Sieg
Zur Pause musste Rapid-Trainer Djuricin wechseln. Das 150. – und vermutlich letzte – Bundesligaspiel von Rückkehrer Dober dauerte verletzungsbedingt nur 45 Minuten. Anstelle des Elfmeterverursachers kam Thurnwald ins Spiel. Am Spielfeld tat sich in den ersten Minuten wenig. Rapid Wien hatte die besseren Spielanteile. Torchancen waren jedoch Mangelware. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion gingen die Hütteldorfer erneut in Führung. Nach einer nicht unumstrittenen Eckballentscheidung trat Jubilar Hoffmann den Ball zur Mitte. Schösswendter war vor Torhüter Riegler mit dem Kopf am Ball und netzte zum 2:1 ein. In der 66. Minute fand SKN St. Pölten die große Ausgleichschance vor. Nach einer Flanke von der linken Seite kommt Doumbouya per Kopf an den Ball. Strebinger kann die Kugel in höchster Not abwehren, jedoch gleichzeitig auch für Ambichl vorlegen. Der stand völlig alleine vor Strebinger der den Ball durch eine Glanzparade abwehren konnte. Keine 60 Sekunden später kam erneut Doumbouya mit dem Kopf an den Ball. Sein Kopfball ist aber zu zentral auf Strebinger. In der 71. Minute waren die Gäste dem Ausgleichstreffer erneut nahe. Bei einem Konterangriff war Drazan zunächst zu eigensinnig. Bei seinem folgenden Torschuss konnte sich wieder Strebinger auszeichnen. Im direkten Konterangriff setzte Jelic den Ball an die Tornetzbefestigungsstange. In der 80. Minute hatten wieder die Hütteldorfer eine gute Einschusschance. Nach einer Standardsituation kam der Ball zum aufgerückten Schösswendter. Der setzte seinen Schuss neben die Stange.

In den letzten Augenblicken des Spiels war SKN St. Pölten die spielbestimmende Mannschaft. Die Niederösterreicher agierten offensiv ausgerichtet und drückten auf den Ausgleichstreffer – Torchancen waren jedoch Mangelware. Logische Konsequenz – Es blieb beim 2:1-Heimsieg für Rapid Wien.

Die Hütteldorfer verbessern sich in der Tabelle auf den letzten Abdruck auf Tabellenplatz fünf. SKN St. Pölten zittert sich trotz der Niederlage im Allianz Stadion zum Klassenerhalt und wird auch in der kommenden Saison in der Bundesliga vertreten sein. Ausschlaggebend dafür war die Schützenhilfe vom SV Mattersburg. Die Burgenländer gewinnen in Ried mit 3:2 und sorgen damit für die endgültige Entscheidung im Abstiegskampf.

Rapid Wien vs. SKN St. Pölten 2:1 (1:1)
Allianz Stadion, 20.200 Zuschauer, SR Jäger

Tore: Dibon (9.), Schösswendter (56.) bzw. Doumbouya (22.)

Rapid Wien: Strebinger – Dober (46./Thurnwald), Schösswendter, Dibon, Schrammel – Szanto (60./Auer), Malicsek – Traustason (78./Joelinton), Hofmann, Kuen – Jelic
SKN St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Diallo, Pirvulescu – Ambichl, Martic (76./Brandl), Petrovic, Drazan – Doumbouya, Hartl (76./Luckassen)

28.05.2017