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Wie von OeSV-Sportdirektor Georg Fundak angekündigt, sahen sich Österreichs Segler beim World Cup Finale vor Santander mit äußerst wechselnden Bedingungen konfrontiert. Böiger, drehender Wind mit Windstärken zwischen fünf und 14 Knoten und bis zu 2 ½ Meter hohe Wellen galt es zu bewältigen.

Am besten kamen damit am ersten Tag David Bargehr/Lukas Mähr zurecht. Nach zwei Wettfahrten liegen sie aktuell auf Rang drei bei den 470ern. Mit einem elften und einem 13. Platz landeten Kampelmühler/Czajka in der gleichen Bootsklasse auf Zwischenrang elf. Bei den Damen im 49er FX segelten Frank/Abicht auf die Ränge zwölf, zwölf und zehn und liegen damit gesamt auf Platz elf. Einen schlechten Start erwischten Kohlendorfer/Farthofer die in der ersten Wettfahrt kenterten und diese nicht beenden konnten. In den beiden darauffolgenden Wettfahrten konnte man mit den Rängen 15 und 13 anschreiben. Am Mittwoch stehen bei den 470ern zwei weitere Wettfahrten am Programm, im 49er FX drei.

Da waren sich alle einig, die Bedingungen vor Santander waren am ersten Tag sehr herausfordernd, David Bargehr: „Das war ein krasser Tag. Der Wind ging hin und her, es war enorm schwierig zu segeln“, Thomas Czajka ergänzte: „Das waren extrem herausfordernde Bedingungen. Das Feld hat sich ständig durchgemischt.“

Bargehr/Mähr auf Zwischenrang 3

Die besten Ergebnisse fuhren David Bargehr und Lukas Mähr am ersten Tag ein. Mit Platz fünf in der ersten Wettfahrt und Platz drei in der zweiten, positionierte man sich auf Zwischenrang drei. David Bargehr: „Es war heute sehr schwierig zu segeln. Auf jeder Vorwind, auf jeder Kreuz hat es das Feld richtig durcheinandergewirbelt. Aber wir haben an uns geglaubt, haben nie aufgegeben. Wir wussten, wir müssen kämpfen bis zum Schluss, weil sich bis dahin alles ändern kann. Mit Platz fünf und drei sind wir sehr zufrieden. Wichtig war, dass wir am ersten Tag kein Streichergebnis einfuhren.“

Auch mit seiner Hand hatte der Vorarlberger überhaupt keine Probleme (der 27-Jährige erlitt vor einigen Monaten einen Bizepssehnenriss), die Pause am gestrigen Tag hat ihm gut getan, wie er selbst sagt.

Kampelmühler/Czajka nehmen Mittelfeld ins Visier

„Wir haben heute strategisch nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, haben die Strömung und den Wind nicht richtig eingeschätzt“, sagte Thomas Czajka nach den ersten zwei Wettfahrten, in denen das Team nicht über Rang elf hinauskam. Trotzdem gaben die Wettfahrten Zuversicht: „Wir haben uns teilweise gut nach vorne gearbeitet, haben aber aufgrund falscher Entscheidungen wieder an Boden verloren auf die anderen Teams. Wenn wir die Wettfahrten sauber durchziehen, ist ein Platz im Mittelfeld möglich. Wir müssen auf der Vorwind technisch sauberer segeln, auf der Kreuz unserem Gefühl, was den Wind und die Strömung betrifft, vertrauen und beim Start aggressiver sein.“

Frank/Abicht nach ersten Wettfahrten zufrieden

Aufgrund der schwierigen Verhältnisse, zeigte sich Tanja Frank durchaus zufrieden, blickte dabei auch weniger auf das Ergebnis: „Unsere Starts waren recht gut, auch unsere Wendemanöver und die Halsen haben gut funktioniert. Wir mussten sehr aktiv sein, die Umgebung beobachten, uns nicht allein auf das Boot konzentrieren und schauen, wo kommt der nächste Wind her. Das haben wir gut umgesetzt neben dem Bootshandling.“

Mit zwei zwölften und einem zehnten Platz, finden sich die beiden aktuell auf Rang elf wieder.

Kohlendorfer/Farthofer mit erstem Streichergebnis

Vier Plätze dahinter positionierten sich Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer, die in der ersten Wettfahrt kenterten und diese daher auch nicht beenden konnten. Damit verbucht das Duo bereits sein erstes Streichergebnis.

Angelika Kohlendorfer: „Auf der Vorwind bei der Halse ist es passiert. Wir haben die Wellen, mit dem Wellental und dem Wellenberg, unterschätzt, zudem bin ich in der Fußschlaufe hängen geblieben und wir sind gekentert. In den weiteren Wettfahrten bekamen wir dann ein immer besseres Gefühl für die Verhältnisse.“

Sportdirektor Georg Fundak zieht erstes Resümee

„Das waren heute sehr komplexe Verhältnisse. Für die 49er FX-Teams, Frank/Abicht und Kohlendorfer/Farthofer, war das im Regattastress eine große Herausforderung“, so der Sportdirektor.

Das Duo Bargehr/Mähr hat dafür die Erwartungen nach den ersten Wettfahrten voll erfüllt: „Sie haben die Ergebnisse gebracht die ich mir erwartet habe. Sie sind voll drinnen gegen die Top-Teams.“

Und auch mit dem zweiten Herren-Duo im 470er zeigte sich Georg Fundak zufrieden: „Kampelmühler/Czajka haben nie aufgegeben, haben stark gekämpft. Sie sind immer wieder mal nach hinten gefallen, haben sich aber wieder nach vorne gearbeitet.“

Zwischenstand World Cup Finale Santander nach Tag 1

49er FX

1. Victoria Travascio/Maria Branz (ARG) (4/3/1)

11. Tanja Frank/Lorena Abicht (12/12/10)

15. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer (DNF/15/13)

470er

1. Ryo Imamura/Jumpei Hokazono (JPN) (1/2)

3. David Bargehr/Lukas Mähr (5/3)

11. Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka (11/13)

Medieninfo: OeSV

06.06.2017