Boulder, Klettern, Weltcup, Vail, USA, Katharina Saurwein, Berit Schwaiger

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In Vail (USA) fand an den letzten beiden Tagen der fünfte von sieben Boulder-Weltcups statt. Nachdem die drei KVÖ-Herren die Qualifikation nicht überstanden haben, verpassten gestern die Tirolerinnen Katharina Saurwein und Berit Schwaiger den Sprung unter die Top-Ten.

Am Freitag konnten sich Katharina Saurwein, die beim Boulder-WC-Auftakt in Meiringen Zweite wurde, und Berit Schwaiger, die die ersten Weltcups aufgrund einer Verletzung auslassen musste, klar für das Halbfinale der besten 20 Athletinnen qualifizieren. Gestern Nachmittag war dann leider im Halbfinale Endstadion. Saurwein belegte den 12. Rang und Schwaiger wurde 14., somit verpassten sie den Einzug unter die besten Zehn denkbar knapp. Berit Schwaiger war mit ihrem Auftritt durchaus zufrieden: „Klar hätte es im Semifinale etwas besser laufen können, aber insgesamt bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.“ Katharina Saurwein fiel zwei Mal knapp am Top. „Beim Bouldern kann immer soviel passieren, Es waren zwei gute Runden, jedoch nicht ganz perfekt. Ich fühl mich zur Zeit aber gut in Form und freue mich daher schon auf den Boulder-Weltcup in Mumbai, wo ich letztes Jahr ins Finale geklettert bin“, sagte die Tirolerin.

Gemischte Bilanz des KVÖ-Sportdirektors
„Die Bilanz ist gemischt. Berit und Katharina boten in Vail eine solide Leistung. Jetzt folgt am 24. und 25. Juni noch der Weltcup in Mumbai (Indien) vor der Sommerpause. Danach geht es am 18. und 19. August zum Weltcup-Finale und gleichzeitig zu den Europameisterschaften nach München“, erläutert Heiko Wilhelm. Der Tiroler fügt noch hinzu: „Wir müssen jetzt nochmals unsere Kräfte bündeln. Wir wollen unbedingt einen erfolgreichen Abschluss der Boulder-Saison finden.“

Herren schöpfen Motivation nach Enttäuschung in Vail
Bei den Männern scheiterten in der Qualifikation am Freitag alle drei KVÖ-Athleten. Alfons Dornauer verpasste als 23. nur knapp das Halbfinale, der junge Georg Parma, der seine erste volle Weltcup-Saison bestreitet, wurde achtbarer 27. und Jakob Schubert zeigte sich nach seinem fünften Platz beim letzten Boulder-Weltcup mit Rang 47 selbst am meisten enttäuscht.

„Schade, dass wir keine Herren im Halbfinale hatten. Aber das ist Bouldern, da gibt’s nicht nur Schwarz und Weiß, Kleinigkeiten können sich im Ergebnis oft stark auswirken. Unglaublich ist derzeit aber die Dominanz der Japaner . Der „freche“ Boulder-style kommt ihnen ganz offensichtlich voll entgegen. Im Finale war mit dem Russen Rubtsov nur ein Europäer vertreten“, erläutert Heiko Wilhelm. Und Kletter-Ass Jakob Schubert bringt einen Tag nach der Enttäuschung die Emotionen auf den Punkt: „Nach Japan hat es mir voll getaugt, ich hatte großen Spaß, was für mich beim Bouldern extrem wichtig ist. Ich fühle mich auch im Training sehr stark. Umso frustrierender, wenn die Runde zum Einen sehr einseitig gesetzt war und ich am Ende nur zwei Boulderprobleme schaffen konnte“, resümiert Schubert.

Bei den Männern holte sich der Koreaner Jongwon Chon den Weltcup-Sieg in Vail vor den Japanern Meichi Narasaki und Yoshiyuki Ogata. Übrigens, Chon siegte im Vorjahr auch beim Heim-Weltcup in Innsbruck. Bei den Damen dominierte die Britin Shauna Coxsey. Sie verwies ebenfalls zwei Japanerinnen (Akiyo Noguchi und Miho Nonaka) auf die Plätze. Coxsey holte sich nach Meiringen und Nanjing bereits ihren dritten Weltcup-Saisonsieg!

Nächstes Wochenende, am 17. und 18. Juni 2017, treten die heimischen Kletterer bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften Lead, Speed und Paraclimbing in Innsbruck an. Ort des Geschehens ist das vor kurzem neu eröffnete Kletterzentrum Innsbruck, die größte Kletteranlage der Welt.

Medieninfo: Austria Climbing

11.06.2017