Segeln, Österreichischer Segelverband, David Bargehr, Lukas Mähr, Niko Kampelmühler, Thomas Czajka

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Der Österreichische Segel-Verband macht bei der 470er WM Jagd auf Edelmetall. David Bargehr/LukasMähr und Niko Kampelmühler/Thomas Czajka gehen für Österreich an den Start. Bis Sonntag heißt es noch für sämtliche Teams das Equipment vom Veranstalter abnehmen zu lassen und das richtige Setup zu finden. Ab Montag, 10. Juli, wird es dann ernst, ehe am Samstag dem 15. Juli die Medaillen im Medal Race vergeben werden. Nach Silber beim World Cup Finale vor Santander und Platz fünf bei der Kieler Woche durch Bargehr/Mähr, will man an den guten Leistungen anschließen. Kampelmühler/Czajka haben sich vorgenommen bei der WM den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen.

Ich wäre nicht überrascht, wenn sie unter die Top sechs segeln“, schickt OeSV-Sportdirektor Georg Fundak voraus. Zu den Top 15 der Welt gehören David Bargehr und Lukas Mähr allemal, doch „sie hatten eine fünfmonatige Pause, das ist nicht leicht aufzuarbeiten.“ Der Bizepssehnenriss in der linken Hand von David Bargehr zwang die beiden zu dieser Unterbrechung. Mit Silber beim World Cup Finale vor Santander und Platz fünf bei der Kieler Woche setzte man allerdings ein Ausrufezeichen.

„Wir sind brutal heiß“, ist David Bargehr auch bis in die Zehenspitzen motiviert, „Ziel ist, die Leistung aus dem Training und von der letzten Regatta abzurufen und dort anzuschließen wo wir aufgehört haben.“

Die letzten Tage nutzte man bereits für einige Trainingseinheiten und dafür, das richtige Setup zu finden. „Das Revier ist vergleichbar mit Rio. Der Speed wird entscheidend sein“, so Georg Fundak.

Ähnlich sieht das David Bargehr: „Unsere ersten Eindrücke vom Revier sind, flaches Wasser und konstanter Wind. Wichtig wird sein, strategisch zu segeln und einen guten Speed zu haben. Dafür müssen wir ein super Setup finden.“

Radplatzer auf dem Weg nach Griechenland

Nicht ohne Probleme verlief die Anreise des zweiten OeSV 470er Duos Niko Kampelmühler und Thomas Czajka. Mitten in Serbien platzte ein Reifen. „Es hat aber alles in allem gut geklappt. Wir sind dann in der Nacht endlich angekommen“, erzählt Thomas Czajka von dem unerwarteten Abenteuer.

Doch das wirklich große Abenteuer steht den beiden erst bevor. Lobende Worte findet vorab schon mal ihr Sportdirektor Georg Fundak: „Sie konnten sich von Regatta zu Regatta steigern, wollen zur Weltspitze und dafür arbeiten sie hart. Ich bin überzeugt, dass sie nächstes Jahr zu den Besten aufschließen werden. Wenn sie bei der WM in den Gold Fleet kommen, bin ich sehr, sehr froh.“

In jedem Fall geht man ohne Druck in die WM, Thomas Czajka: „Das war bisher eine gute Saison mit soliden Leistungen. Wir wollen uns natürlich weiter steigern.“ Die Bedingungen in Griechenland stimmen Czajka zusätzlich positiv: „Es sieht nach Leicht- bis Mittelwind aus, mit einer Thermik die sich langsam aufbaut und Windspitzen von zehn bis 15 Knoten. Das sollte uns entgegenkommen.“

Zeitplan:

Montag, 10. Juli – Qualifying Series

Dienstag, 11. Juli – Qualifying Series

Mittwoch, 12. Juli – Qualifying/Final Series

Donnerstag, 13. Juli – Qualifying/Final Series

Freitag, 14. Juli – Qualifying/Final Series

Samstag, 15. Juli – Final Series/Medal Race

Medieninfo: OeSV

07.07.2017