Rapid Wien, AS Monaco

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Am Sonntag stand im Allianz Stadion das internationale Freundschaftsspiel Rapid Wien vs. AS Monaco auf dem Programm. Die Hütteldorfer liefern eine gelungene Generalprobe für die Pflichtspielsaison 2017/18 ab und trotzten dem französischen Meister ein leistungsgerechtes 2:2 (0:1)-Unentschieden ab.

Lopes macht aus einziger Torchance die Pausenführung für AS Monaco
Das Spiel im Allianz Stadion begann ausgeglichen mit marginal leichten Vorteilen für die Gastgeber. Mit dem ersten gefährlichen Angriff war es schließlich den Gästen vorbehalten in Führung zu gehen. Dias lässt Pavelic stehen und sieht in der Mitte den völlig freistehenden Lopes, der keine Mühe hat zum 0:1 einzuschieben.

In der Folge neutralisierten sich beide Teams im Bereich zwischen den beiden Strafräumen. Torchancen waren Mangelware – die beste Möglichkeit vergab Neo-Kapitän Schwab durch einen Fernschuss, der in der 30. Minute das Tor nur knapp verfehlte. Auf der Gegenseite setzte sich Carrillo per Kopf in Szene (39.). Rapid Wien konnte zwar phasenweise optische Nadelstiche setzen – die Gäste waren aufgrund der vorhandenen individuellen Klasse dem zweiten Treffer gefühlt etwas näher. Es blieb jedoch beim Pausenstand von 0:1.

Rapid Wien dreht Rückstand zum Punktegewinn
Nach der Pause änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken. Rapid Wien wirkte optisch bemühter – AS Monaco war aufgrund der Qualität der Einzelspieler die gefühlt gefährlichere Mannschaft. Mit dem zweiten gelungenen Angriff gelang den Franzosen in der 53. Minute der zweite Treffer des Spiels. Nach einem schweren Fehlpass von Murg kommt der Ball zum eingewechselten Saint-Maximin. Seine Flanke zur Mitte setzt Stürmer Carrillo zunächst an die Stange. Von dort springt der Ball zurück auf das linke Bein von Rapid-Torhüter Strebinger und so kullert die Kugel langsam ins Tor der Grün-Weißen. Der Schock darüber blieb nur gut eine Minute. Neo-Kapitän Schwab gelang nach einem Eckball von Murg per Kopf der 1:2-Anschlusstreffer (54.). Vier Minuten später bejubelten die knapp 10.000 Zuschauer den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Der Schütze Joelinton wurde vom Schiedsrichterassistenten wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen.

In der 61. Minute wechselte Rapid-Trainer Djuricin die Feldspieler ein Mal durch. Die Gäste tauschten fast sämtliche Spieler bereits zur Halbzeitpause. Trotz der Wechselorgie änderte sich wenig am Spielgeschehen. Rapid Wien hatte gefühlt die etwas besseren Spielanteile – die gefährlichere Spielanlage hatten die Gäste. Gute oder erwähnenswerte Offensivaktionen waren jedoch Mangelware. In der 71. Minute gelang Rapid Wien schlussendlich der Ausgleichstreffer. Nach einem abgewehrten Freistoß setzt sich Keles auf der linken Seite spektakulär durch. Seinen abgefälschten Querpass verwandelte der zuvor eingewechselte Thurnwald zum 2:2-Endstand. In der 84. Minute hatte Rapid Wien noch den Matchball. Philipp Prosenik scheiterte jedoch freistehend an Gäste-Torhüter Sy.

Am Ende geht die Punkteteilung durchaus in Ordnung. Rapid Wien ließ nur sehr wenige Torchancen der Gäste zu und überzeugte mit den alten „Rapid-Tugenden“. Auf der Gegenseite hatte AS Monaco die qualitativ besseren Spieler die für gefühlt mehr Torgefahr sorgten.

Rapid Wien vs. AS Monaco 2:2 (0:1)
Allianz-Stadion, 9.800 Zuschauer, SR Lechner

Tor: Schwab (54.), Thurnwald (71.) bzw. Lopes (15.), Strebinger (53./Eigentor)

Rapid Wien: Knoflach (46./Strebinger) – Pavelic (61./Thurnwald), Sonnleitner (61./Schösswendter), Wöber (61./M. Hofmann), Schrammel (61./Bolingoli)- Auer (61./Kuen), Schwab (61./S. Hofmann) – Murg (61./Keles), Szanto (61./Sobczyk), Schaub (61./Ljubicic) – Joelinton (61./Prosenik)
AS Monaco/Startelf: Benaglio – Glik, A.Diallo, Jorge, Touré – Fabinho, Tielemans, Lopes, Dias – Sylla, Carrillo

09.07.2017