Toni Pfeffer (TV Experte): „Ein klassischer Fehlstart der Wiener Austria.“

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In der 1. Runde der Tipico Bundesliga trafen in der Cashpoint Arena die Teams von SCR Altach und FK Austria Wien aufeinander. Die Wiener legten dabei einen klassischen Fehlstart in die Saison hin. Sie verlieren 0:3.

Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SCR Altach – FK Austria Wien 3:0 (2:0)
Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Klaus Schmidt (Trainer SCR Altach):
… über das Spiel: „Es war natürlich ein Auftakt nach Maß. Der 3:0 Sieg macht uns glücklich und zufrieden. Wir wollten erfolgreich in die Meisterschaft starten und das ist uns gelungen. Wir haben die erste Runde gewonnen, das ist einmal ein Ausrufezeichen. Wir müssen schauen, dass wir die Kirche im Dorf lassen. Wir haben am Donnerstag Gent und ich werde mich heute Abend an diese Mannschaft herantasten. Das scheint schon ein Kaliber zu sein, wo wir unser Bestes geben müssen, damit wir dort nur annähernd eine Möglichkeit haben. Wir haben uns mit den vier Spielen in Europa diesen Weg nach Gent verdient und die Mannschaft brennt darauf dort hinzufahren. Dort spielen die richtigen Jungs und dort wollen wir hin.“

Kristijan Dobras (Torschütze SCR Altach):
… über das Spiel: „Wenn man 3:0 zu Hause gewinnt, macht es einfach viel mehr Spaß. Wir sind 2:0 in Führung gegangen, das war super. Zum Ende der ersten Halbzeit war die Austria ein bisschen mehr am Drücker. Wir wollten nach der Halbzeit früh das 3:0 machen und das ist uns auch gelungen. Mit dem Aufstieg sind wir heute mit einer Brust herkommen. Wenn wir den Ball haben und die andere Mannschaft läuft, dann ist es Fußball.“

Georg Zellhofer (Sportdirektor SCR Altach)
… vor dem Spiel über Klaus Schmidt und Co-Trainer Thomas Hickersberger: „Ich kenne den Klaus schon sehr lange, über 20 Jahre. Ich glaube, er hat sich die Chance redlich verdient. Man darf den Co-Trainer Thomas Hickersberger nicht vergessen, um den ich fast ein ganzes Jahr kämpfen musste. Ich habe wirklich lange versucht den Thomas zu bekommen und keiner hat es geglaubt, dass er jemals von Wien weggeht. Ich glaube, dass bei ihm immer noch viel Rapid drinnen steckt. Bei uns hat er wieder eine tolle Aufgabe gefunden und mit Klaus Schmidt zusammen sind sie meiner Meinung nach ein tolles Trainerpaar.“

Thorsten Fink (Trainer Austria Wien):
… über das Spiel: „Ich glaube, dass wir von Anfang an nicht da waren. Der Gegner war gleich im Spiel, wir waren nicht spritzig, nicht in den Zweikämpfen. Wir haben auch nicht das gemacht, was ich mir vorstelle. Keiner war so in Form, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe. So bin ich natürlich sehr unzufrieden. Natürlich weiß ich, dass das erste und das dritte Tor Abseits waren, aber ich glaube wir hätten eh verloren. Meiner Meinung nach war es nicht ausschlaggebend. Ich bin unzufrieden, weil die Mannschaft nicht das gemacht hat, was ich wollte. Das wir keinen Rhythmus haben trägt natürlich dazu bei. Es war das erste Meisterschaftsspiel und die Altacher sind stark und in Form.“

… über den gewechselten Holzhauser und fehlenden Kayode: „Holzhauser und Kayode sind sicherlich zwei hervorragende Spieler. Ich glaube trotzdem, wenn die Leistungsträger, die gespielt haben, ihre Leistung bringen, dann spielen wir auch besser. Ich glaube nicht, dass wir mit den beiden heute gewonnen hätten.

… vor dem Spiel über Neuzugang Westermann: „Er hat einen super Charakter und kann die Leute führen. Er hat Erfahrung. Vom Spiel heraus hinten ist er sehr, sehr gut. Er hat einen guten rechten und einen guten linken Fuß. Er macht das Spiel schnell und kann das Spiel vorantreiben und wichtig, er kann auch organisieren. Im Kopfballspiel ist er auch ganz gut. Er bringt alles mit, um diese junge Mannschaft weiterzubringen.“

… über das Fehlen von Kayode: „Er hat noch einen Trainingsrückstand. Er trainiert erst seit zwei Wochen mit der Mannschaft. Eine Woche weiter, wird er auch bei uns dabei sein.“

Heiko Westermann (Austria Wien):
… über das Spiel: „Wir haben das Spiel mit zu viel Risiko begonnen. Das erste Gegentor ist für mich ein glasklares Abseits. Ich weiß nicht wie viele Meter es Abseits war, aber für mich geht das nicht. Ich glaube das dritte auch. Dann machen sie mit einem Traumtor das 2:0. In der zweiten Halbzeit kommen wir besser rein und bekommen das dritte. Am Ende müssen wir uns mit dem 3:0 zufriedengeben. Am Ende muss man sagen, dass wir mit dem 3:0 gut bedient sind.“

Franz Wohlfahrt (Sportdirektor Austria Wien):
… über Kayode: „Er hat bis 2019 einen Vertrag bei uns. Er hat noch Trainingsrückstand, weil er aus privaten Gründen später angefangen hat. Das dritte Kind ist auf die Welt gekommen. Er wird am Donnerstag und am Wochenende dabei sein. Es gibt Gespräche mit mehreren Vereinen über Larry. Das werden wir dann, wenn es Zeit ist bekannt geben.“

Toni Pfeffer (Sky Experte):
… über das Spiel: „Ein klassischer Fehlstart der Wiener Austria. Man hat sich natürlich sehr viel vorgenommen. Man hat versucht kompakt aufzutreten, was am Ende überhaupt nicht gelungen ist. Im Kollektiv war es eine unzureichende Leistung der Austria mit einigen Ausfällen.“

Andreas Herzog (Sky Experte):
… über das Spiel: „Die Altacher haben eine super Leistung geboten. Natürlich ein wenig ein Spielglück gehabt haben, da sie in der ersten Minute durch ein Abseitstor in Führung gegangen sind. Im Endeffekt war der Sieg verdient. 3:0 ist schon ein deutliches Resultat. Es war eine ganz andere Altacher Mannschaft als noch im Frühjahr. Man kann Klaus Schmidt nur gratulieren, was er bis jetzt geschafft hat.“

… über Heiko Westermann: „36 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind für einen Innenverteidiger richtig schlecht. Man muss ihm aber auch ein paar Spiele geben, damit er seine Nebenleute besser kennenlernt. Dann wird er mit seiner Erfahrung der Mannschaft helfen.“

… über ein Abseits beim ersten Tor: „Es ist natürlich ein Pech, dass der Linienrichter das Abseits nicht gesehen hat. Vielleicht hat er gedacht, dass der Pass von Serbest gekommen ist. Im Endeffekt war es ein Fehler.“

… vor dem Spiel über den fehlenden Kayode: „Für mich ist das ein bisschen verrückt. Wenn ich Torschützenkönig werde, will ich den Schwung mitnehmen und beim ersten Spiel dabei sein. Selbst wenn ich zwei, drei Wochen später wechseln sollte, dass ich dann nicht einmal im Kader bin. Der Fußball kommt in Richtungen, die man einfach nicht mehr begreifen kann. Alles was recht ist, du hast einen Vertrag, dann spiel, wenn du verkauft wirst, kannst weggehen. Auf der ganzen Welt ist es momentan so, dass die Vereine extrem unter Druck kommen, weil die Berater oder Spieler immer wieder neue Ideen haben. Es ist alles gut und schön, die musst du auch haben. Aber es muss alles in den richtigen Bahnen ablaufen und das geht mir momentan zu sehr in die falsche Richtung.“

Presseinfo Sky Austria

23.07.2017