Premiere am Achensee - Österreichische Segel-Bundesliga erstmals in Tirol zu Gast

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Zur Halbzeit der Saison 2017 wartet die Österreichische Segel-Bundesliga erneut mit einer Premiere auf. Erstmals in ihrer nunmehr dreijährigen Erfolgsgeschichte gastiert die Liga mit den 18 Top-Segelvereinen vom 4. bis 6. August am Tiroler Achensee. Gastgeber ist der SCTWV Achensee, der mit seinem Team auch den Vizemeister aus 2016 stellte und aktuell in der Gesamttabelle auf Rang 2, punktegleich mit dem UYC Wolfgangsee liegt. Als Führender und damit Gejagter reist das Team vom Burgenländischen Yacht Club an Tirols größten See.

Neues Revier, neues Glück
Die Österreichische Segel-Bundesliga macht in der aktuellen Saison ihrem Namen alle Ehre. Spannende Wettfahrten, ein konstant hohes seglerisches Niveau der teilnehmenden Vereine und ein Tabellenzwischenstand, der für die zwei verbleibenden Ligawochenenden noch so einigen Interpretationsspielraum offen lässt. Nicht zu Letzt am Neusiedlersee – beim Tourstopp in Breitenbrunn – wurden Punktestand und damit auch die Platzierungen ordentlich durchgemischt.

Es sind auch die Gegensätze der verschiedenen Segelreviere, die den Reiz der Liga ausmachen und damit die Spannung über den gesamten Saisonverlauf hoch halten. Dies gilt nun einmal mehr am Achensee, wo die Ligavereine gefordert sind, sich in einem komplett neuen Revier zu beweisen.

„Der Tiroler Achsensee liegt auf rund 930 Meter Meereshöhe, er ist ein Gebirgssee umgeben von Bergen. Der Unterschied zum Steppensee Neusiedlersee, wo unser letzter Tourstopp stattfand, könnte damit größer nicht sein. Der Achensee ist bekannt für seine spezielle Thermik. Es wird sehr spannend, wie sich die Teams auf diese Bedingungen einstellen können und wer damit am besten zu Recht kommt“, freut sich Wolfgang Schreder, Obmann der Österreichischen Segel – Bundesliga, auf die Premiere in Tirol.

Heimvorteil am Tiroler Meer
Am Neusiedlersee konnte sich der Burgenländische Yachtclub (BYC) an die Tabellenspitze setzen, ihm reichte ein zweiter Platz im Heimatrevier um die Gesamtführung zu übernehmen. Doch ein Ausruhen auf den Lorbeeren wird es nicht spielen, sind ihm doch der UYC Wolfgangsee, der sich den Regattasieg im Burgenland sicherte, und der SCTWV Achensee mit nur je einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen.

Vor allem für die Tiroler geht es um mehr als nur Punkte, der Vizemeister aus 2016 will im Heimatrevier auch die Ehre verteidigen, wie Caro Flatscher, Olympiateilnehmerin und Teil des Segelbundesliga-Teams des SCTWV, erklärt: „Wir sind jetzt erstmals in der Doppelrolle, Gastgeber und gleichzeitig Competitor der Bundesliga zu sein. Als Hausherr wollen wir natürlich für optimale Bedingungen und einen reibungslosen Ablauf sorgen, damit der Achensee in bester Erinnerung bleibt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, denn das Bojen- und Kurslegen verlangt bei der Wassertiefe einiges an Zeit. Aber die Vorfreude ist groß und es packen alle verfügbaren Hände mit an. Mit dem bevorstehenden Matchrace am kommenden Wochenende haben wir den perfekten Probegalopp. Die Ligaclubs dürfen sich hoffentlich auf gute Windverhältnisse – in der Regel bietet der Achensee sehr verlässlich Südwind in der Früh und Nordwind am Nachmittag – und natürlich eine einzigartige Kulisse mit den hohen Bergen freuen. Aus sportlicher Sicht wollen wir natürlich hier daheim gewinnen. Wobei wir wissen, dass viele Segler das Revier seit ihrer Jugend gut kennen. Aber für uns ist es ein Heimspiel im eigenen Stadion, die Unterstützung durch den Club, Familie und Freunde ist da groß wie nie.“

Mit dem SAP Sailing Analytics Tool live dabei
Längst sind es nicht mehr allein Erfahrung, perfektes Material und hartes Training, die im Profi- Segelsport zum Erfolg führen. Segler müssen Analysten sein. Genau wie Führungskräfte bedienen sich auch Hochleistungssportler heutzutage neuester Computertechnologien, um ihre Leistungen zu optimieren und dadurch ihre Erfolgschancen im Wettbewerb zu erhöhen. Dies zeigen nicht zuletzt die Erfolge der Deutschen Segel-Nationalmannschaft, die seit nun mehr drei Jahren auf die innovativen Technologien von SAP Analytics setzt. Seit dem Auftakt 2015 ist das SAP Sailing Analytics Tool auch in der Österreichischen Segel-Bundesliga im Einsatz.

Die SAP Sailing Analytics ermöglichen die Auswertung von unterschiedlichen Performance- Daten der Segelteams am Wasser in Echtzeit. Mittels GPS-Positionen, Windmessern und ergänzenden Videobildern, können Bootsgeschwindigkeiten, die Qualität von Manövern und das strategisch – taktische Verhalten anschaulich dargestellt werden. Die Daten werden von den Regattabooten gesendet, die Winddaten auf dem Motorboot erfasst. Durch die Visualisierung der Segel-Performance-Daten gewinnen Segler wie Trainer faktenbasierte Einsichten, die bisher bestenfalls intuitiv erfasst werden konnten.

An Land können die Regatten von den Fans und den Teams live oder im Replay über das Internet verfolgt werden.

Aktueller Tabellenstand Österreichische Segel-Bundesliga 2017

Platz Club Clubname Velden Breitenbrunn Achensee Wolfgangsee Gesamt
1 BYC Burgenländischer Yacht Club 3 2 5
2 UYCWg Union Yacht Club Wolfgangsee 5 1 6
3 SCTWV SCTWV Achensee 1 5 6
4 UYCT Union Yacht Club Traunsee 4 7 11
5 YCH Yacht Club Hard 2 12 14
6 YCB Yacht Club Bregenz 11 4 15
7 UYCMo Union Yachtclub Mondsee 9 6 15
8 YCBb Yachtclub Breitenbrunn 6 10 16
9 YCWö Union Yacht Club Wörthersee 15 3 18
10 UYCNs Union Yacht Club Neusiedlersee 8 11 19
11 UYCMa Union Yacht Club Mattsee 12 8 20
12 BSC Bregenzer Segel Club 7 15 22
13 KYCK Kärntner Yacht Club Klagenfurt 10 16 26
14 UYCAs Union-Yacht-Club Attersee 18 9 27
15 SCM Segelclub Mattsee 13 14 27
16 SCK Segelclub Kammersee 16 13 29
17 YCV Yacht Club Velden 14 17 31
18 NCA Nautic Club Austria 17 18 35

 

Alle Termine der Österreichischen Segel-Bundesliga 2017 im Überblick:
1. Regatta, 09.-11. Juni 2017, Yacht Club Velden, Velden am Wörthersee
2. Regatta, 07.-09. Juli 2017, Yacht Club Breitenbrunn, Breitenbrunn am Neusiedlersee
3. Regatta, 04.-06. August 2017, SCTWV Achensee, Maurach am Achensee
4. Regatta, 08.-10. September 2017, Union Yacht Club Wolfgangsee, St. Gilgen am Wolfgangsee

Qualifikationsregatta, 15. – 17. September 2017, Union Yacht Club Mondsee

Presseinfo OeSV

Österreichische Segel-Bundesliga – der Modus – Jeder gegen jeden

Der Grundgedanke der Österreichischen Segelbundesliga heißt „jeder Verein segelt gegen jeden und das in möglichst vielen Kombinationen“. Jeder der 18 teilnehmenden Vereine stellt dafür ein Kaderteam, das maximal 20 SeglerInnen umfasst.

An jedem Ligawochenende treten alle Vereine gegeneinander an. In gelosten Gruppen von jeweils sechs Kaderteams wird in Kurz-Rennen gegeneinander um Punkte gesegelt. Ein Rennen wird auf rund 15 Minuten ausgelegt. Nach drei Rennen ist jeder Verein einmal gesegelt und damit eine Runde absolviert. Die Boote werden getauscht, genauso auch die Zusammensetzung der nächsten drei Rennen. Ein Bundesliga-Event geht insgesamt von Freitag bis Sonntag, also über drei Regattatage.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Regatten können die Teams zu den vier Seglern am Boot auch zwei Ersatzleute pro Wochenende nominieren. Vergleichbar dem Eishockey oder Handball kann nach jeder Wettfahrt beliebig gewechselt werden, um sich damit Wind- und Wetterverhältnissen optimal anzupassen. Natürlich stehen dadurch auch völlig neue taktische Varianten im Segelsport zur Verfügung.

In Anlehnung an das Vorbild Fußballbundesliga sind auch die verwendeten Begrifflichkeiten gängig: es gibt eine Liga – Tabelle, ebenso wie einen Meisterteller. Dem Sieger der Gesamtwertung aus den heurigen Events wird der Titel „Österreichischer Meister“ verliehen.

26.07.2017