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Barbara Westermayer und Klemens Hofer sorgten bei den X. World Games in Breslau für ein weiteres Spitzenergebnis des TEAM AUSTRIA. Das Paar belegte am Freitagabend im Bewerb der Standardtänzer den 12. Platz.

Insgesamt waren in der ausverkauften historischen „Jahrhundert-Halle“ 24 Top-Paare – unter ihnen sowohl Profi- als auch Amateur-Welt- und Europameister – am Start. Nach zwei Runden (jeweils Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Foxtrott und Quickstep) waren Westermayer/Hofer unter den besten 14 Teams und belegten schließlich nach dem Semifinale den 12. Platz.

„Wir freuen uns wahnsinnig. Damit haben wir nicht gerechnet. Die Atmosphäre in der Jahrhundert-Halle ist eine ganz besondere. Die Zuschauer waren toll, unter ihnen auch Athletinnen und Athleten aus dem TEAM Austria, die uns unterstützt haben. Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, zeigte sich Westermayer begeistert. Tanzpartner Hofer erklärte, dass der Halbfinaleinzug das große Ziel gewesen sei. „Dass am Ende sogar Platz zwölf herauskam, ist wirklich cool. Es ist unser bislang bestes internationales Ergebnis und gibt uns zusätzliche Energie für die kommenden Turniere wie die WM im Oktober!“

Aria Siami, Chef de Mission, war von der Stimmung in der ausverkauften Jahrhundert-Halle und von unserem Paar sehr beeindruckt: „Ein tolles Erlebnis und ein Spitzenergebnis von Babsi und Klemens in diesem hochkarätigen Feld. Ein hervorragender Abschluss des 8. Wettkampftages!“

Österreichs zweites Tanzpaar in Breslau sind die Rock’n’Roll-Akrobaten Verena Lampeter und Thomas Glaser. Erst seit einem Jahr wirbeln die beiden gemeinsam in der allgemeinen Klasse, umso überraschender gelang die World Games-Qualifikation. Die steirischen Jungstars sind am Samstag im Einsatz. „Wir hatten Breslau ursprünglich gar nicht am Schirm, jetzt wollen wir aber in die Top-10“, formuliert Glaser das Ziel.

Billard: Weltmeister Ouschan verpasst Medaille
9er-Ball-Weltmeister Albin Ouschan blieb auch bei seiner zweiten World Games-Teilnahme eine Medaille verwehrt. Der 26-jährige Klagenfurter musste sich am Freitag dem Japaner Naoyuki Ōi in einem extrem ausgeglichenen Match 9:11 geschlagen geben und verpasste den Aufstieg ins Halbfinale. Zum Auftakt hatte Ouschan den Marokkaner Ameur Abdelati Riad mit 11:1 abgefertigt.

Ouschan ärgerte sich über vergebene Chancen nach leichten Fehlern des Japaners. „Das Aus im Viertelfinale tut natürlich weh. Ich wäre gerne noch weiter im Turnier geblieben, um für Österreich eine Medaille zu erkämpfen“, zeigte sich der Kärntner enttäuscht, aber auch vom Spirit im TEAM AUSTRIA begeistert. „Unsere Athletinnen und Athleten haben sich gegenseitig toll unterstützt und angefeuert. Alleine dadurch waren die World Games in Breslau eine tolle Erfahrung.“

Ouschans Manager Gerald Florian: „Schade, die Chancen waren da. Auf diesem Niveau kann so etwas passieren. Der Japaner war der schwierigst mögliche Viertelfinalgegner, das Match eigentlich das vorweggenommene Finale!“

Jiu-Jitsu: Gruber/Bleyer stark, Becirovic-Twins am Samstag
Andrea Gruber und Philippe Bleyer waren am Freitagvormittag im Jiu-Jitsu-Mixed-Bewerb im Einsatz. Die beiden sprangen kurzfristig für das turkmenische Team ein, das nicht anreisen konnte. Erst in der Nacht auf Freitag waren die Weltmeister von 2015, die ihre Saison eigentlich schon beendet hatten, in Breslau angekommen. Wenige Stunden später absolvierten Gruber/Bleyer bereits ihren Wettkampf. Im Duell mit der Schweiz zog das österreichische Duo mit 89:93.5 den Kürzeren. Eine 88:92.5-Niederlage gegen Belgien besiegelte das Ausscheiden in der Gruppenphase. „Dafür, dass Andrea und Philippe erst Donnerstagmittag erfahren haben, dass sie hier starten dürfen, haben sie hervorragende Leistungen gezeigt. In der anderen Gruppe waren die Ergebnisse wesentlich deutlicher. Schweiz und Belgien sind im Mixed die Nummer zwei und drei der Welt. In unserem Sport gibt es einfach keine Jausengegner“, resümierte JJVÖ-Generalsekretär Christian Beisteiner.

Am Samstag sind unsere Jiu-Jitsu-Titelverteidigerinnen im Einsatz: Mirnesa und Mirneta Becirovic gehören zu den ganz großen rotweißroten Medaillen-Hoffnungen, schließlich standen sie nicht nur bei den World Games 2013 in Cali, sondern auch bei den vergangenen fünf Weltmeisterschaften ganz oben auf dem Podest. „Natürlich wollen wir unbedingt gewinnen. Die World Games sind unsere Olympischen Spiele“, stellen die Jiu-Jitsu-Twins klar.

Auch das rotweißrote Herren-Duo will am Samstag hoch hinaus, und die Vorzeichen stehen gut: Nikolaus Bichler/Sebastian Vosta sind in der Weltrangliste auf Rang zwei, 2015 gewannen sie WM-Gold. Bichler: „Die World Games sind in unserer Sportart das Überdrüber-Ereignis. Die Medaillenränge zu verpassen, das wäre eine herbe Enttäuschung. Am liebsten würde ich die Bundeshymne hören!“

Muay Thai: Scheucher kam nicht auf Touren
Thaiboxerin Nina Scheucher gehörte zu jenem elitären Kreis von nur acht Kämpferinnen, die am Freitagabend in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm in den Ring stiegen, um um Edelmetall zu kämpfen. Die 30-jährige Steirerin musste sich allerdings leider schon in ihrem ersten Fight der Peruanerin Antje van der Molen nach drei Runden geschlagen geben (27:30) und belegte somit den geteilten fünften Platz. „Sie hat heute einen wirklich schlechten Tag erwischt und nicht in den Kampf gefunden. Die Peruanerin war allerdings auch sehr gut auf Nina eingestellt. Beim letzten Aufeinadertreffen im Mai war es wesentlich ausgeglichener“, berichtete ÖBFK-Bundestrainer Ahmeti Labinot.

Medieninfo: Redaktion sportlive

28.07.2017