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Neben Sunweb-Profi Georg Preidler sind zwei starke Mountainbiker dabei: der dreifache Marathon-Weltmeister Alban Lakata und der vielfache WM-Medaillengewinner Daniel Federspiel.

Viele österreichische Radprofis werden das schwierigste Eintages-Profiradrennen in diesem Jahr bestreiten. Neben allen sechs heimischen Continental-Teams haben auch die Mannschaften CCC und Bora-hansgrohe mit rot-weiß-roten Legionären für den 217,4 Kilometer langen und mit 5.500 Höhenmetern gespickten PRO Ötztaler 5500 genannt. Der Österreichische Radsport-Verband stellt für dieses top-besetzte UCI-Rennen (1.1) ein Nationalteam auf die Beine. An deren Spitze stehen der 27-jährige Steirer Georg Preidler vom WorldTour Team Sunweb, der im Vorjahr Etappendritter beim Giro d’Italia wurde, sowie die beiden Mountainbike-Cracks Alban Lakata – der heute in seiner Osttiroler Heimat Lienz für seinen 3. WM-Titel geehrt wird – und der Imster Daniel Federspiel, der am Wochenende EM-Silber im Eliminator gewann.

Neben den Top-Cracks des Nationalteams bekommen noch die Fahrer des Union Raiffeisen Radteams Tirol die Chance, internationale Rennluft zu schnuppern. Teamchef Rupert Hödlmoser: „Das ist für unsere Fahrer und unser Team eine einmalige Chance, sich zu präsentieren. Wir werden unsere Kapitäne Lakata, Preidler und Federspiel zumindest in der Anfangsphase des Rennens nach besten Kräften unterstützen! Zugegeben haben wir wenig Erfahrung mit Rennen über eine derartige Distanz und 5.500 Höhenmetern. Da betreten wir absolutes Neuland!“

Preidler: „Wir fahren für Alban!“
Für Georg Preidler, den arrivierten Profi im Nationalteam, steht schon jetzt fest: „Wir fahren für Alban Lakata. Ich habe mir die Strecke des PRO Ötztaler 5500 angesehen, das Rennen ist mit keinem anderen im Kalender vergleichbar. Bei den Ardennenklassikern sind die Anstiege nicht so lange. Am ehesten ist das Rennen im Ötztal mit der Lombardeirundfahrt zu vergleichen, aber auch dort sind die Berge nicht so lange. Beim PRO Ötztaler 5500 haben wir gleich vier hohe Pässe!“ Für Preidler ist Alban Lakata der Mann, für den gefahren wird: „Es ist zwar sein erstes Profirennen, aber er kann den ersten Pass so schnell fahren wie den letzten. Alban ist unglaublich stark und wir müssen ihn in die Spitzengruppe bringen. Was noch ein großer Vorteil ist: Kein internationale Profi kennt und rechnet daher mit ihm.“

Federspiel: „Lakata kann gewinnen!“
Daniel Federspiel, der am Wochenende bei der MTB-EM Silber im Eliminator gewann, wurde von OK-Mitglied Thomas Rohregger angerufen, ob er nicht im Nationalteam fahren wolle: „Das war eine große Ehre für mich! Ich wollte heuer wieder beim Ötztaler Radmarathon, der zwei Tage später ist, starten. So eine Gelegenheit lasse ich nicht aus! Es ist mein erstes Profirennen und ich werde Alban, der das Rennen gewinnen kann, unterstützen und selbst vielleicht auf eine Bergprämie fahren.“ Im Vorjahr belegte Federspiel beim Ötztaler Radmarathon den 7. Platz mit einer Zeit von 7:08 Stunden.

Lakatas Profipremiere
Der Osttiroler Alban Lakata zählt zu den weltbesten Marathonfahrern im Mountainbike-Zirkus und bestreitet am 25. August beim PRO Ötztaler 5500 sein erstes Profirennen: „Ich habe ja wenig bis gar keine Erfahrungen im Straßenrennesport, deshalb muss ich mir wohl noch den einen oder anderen Tipp holen. Aber ich den nächsten Wochen werde ich Vollgas trainieren. Das Rennen mit seiner Länge und den großen Anstiegen sollte mir liegen! Ich möchte mich so gut wie möglich verkaufen. Schließlich weiß ich nicht, ob ich jemals wieder so eine Chance bekomme!“

Georg Preidler bestreitet vor dem PRO Ötztaler 5500 noch die Eneco-Tour, danach geht es ins Ötztal. „Es ist schon unglaublich, was die Ötztaler da gleich im ersten Jahr auf die Beine gestellt haben. Dieses Rennen wird extrem schwer“, sagt der Steirer, der dem Vergleichskampf mit den tausenden Hobbysportlern zwei Tage später gelassen entgegen sieht: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hobbyfahrer schneller fahren als wir. Vielleicht haben sie auf den Pässen ähnliche Auffahrtszeiten. Aber wenn das Finale bei uns richtig schnell wird, dürften sie keine Chance haben.“

Medieninfo: PRO Ötztaler 5500

01.08.2017