Rapid Wien, Admira Wacker, #admscr

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Zum Abschluss der 4. Runde in der tipico Bundesliga stand am Sonntag das Spiel Admira Wacker vs. Rapid Wien auf dem Programm. Die Niederösterreicher feiern dabei einen 3:1 (1:0) -Heimsieg und rücken in der Tabelle auf Platz vier. Einmal sorgten die Fans der Gäste negative Schlagzeilen und sorgten für eine lange Unterbrechung in der zweiten Halbzeit.

Das Spiel beginnt mit einem Knalleffekt! Bereits nach 35 Sekunden geht Admira Wacker in Führung. Sax erkämpft sich den Ball – Die Hintermannschaft der Gäste befindet sich noch im kollektiven Tiefschlaf – und steckt den Ball zu Jakolis durch. Der steht völlig vor Strebinger und überhebt den Rapid-Torhüter zur frühen 1:0-Führung. Es war übrigens das schnellste Tor der Niederösterreicher seit Einführung der 3-Punkte-Regel. Als logische Konsequenz aus dem Rückstand übernahm Rapid Wien das Kommando. Die Hütteldorfer taten sich aus dem Spiel heraus extrem schwer die gut gestaffelte Abwehr der Gastgeber in Verlegenheit zu bekommen. Aus einer Standartsituation hätten die Gäste beinahe den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt. Nach einem Eckball köpfte Schwab das Leder an die Stange (19.). Sieben Minuten später die nächste Chance. Da verzog Schaub aus spitzem Winkel den Ball am langen Eck vorbei. In der Folge hatte Rapid zwar weiter deutlich mehr Spiel – Erwähnenswerte Offensivaktionen wurden zur Mangelware. Logische Konsequenz: Pausenstand in der BSFZ-Arena 1:0 für die Gastgeber.

Nach der Pause änderte sich zunächst nicht viel am Spielgeschehen. Rapid Wien hatte die deutlich besseren Spielanteile konnte aber aus der optischen Überlegenheit sehr wenig anstellen. Admira Wacker stand in der Defensive und setzte auf Konterangriffe. Wie effektive diese waren zeigten die Gastgeber in der 63. bzw. 65. Minute. Zunächst schickt Sax Starkl auf die Reise der das 2:0 erzielte. Keine 120 Sekunden später bedient Knasmüllner wieder Starkl der den Ball sehenswert zum 3:0 in die Maschen hämmert.

Sport gab es danach wenig zu vermelden. Für den letzten negativen Höhepunkt sorgten – mal wieder die Fans der Gäste. Nachdem Wurfgeschoße, darunter auch Plastikfahnenstangen auf dem Spielfeld landete unterbrach Schiedsrichter Schörgenhofer das Spiel für mehrere Minuten. Nach der Zwangspause war der Spielfluss bei den Gastgebern wie weggeblasen. Rapid Wien war plötzlich drückend überlegen und drängte auf in Richtung Tor der Niederösterreicher In der 78¬. Minute gelang Rapid Wien noch der Anschlusstreffer. Die Abwehr der Gastgeber steht kollektiv zu weit vom Gegenspieler entfernt. Kuen setzt Joelinton in Szene. Der umkurvt Torhüter Leitner und erzielt den Ehrentreffer der Hütteldorfer. Wenig später traf der eingewechselte Kvilitaia per Kopf die Latte. Auf der Gegenseite konnte Pavelic bei einem Schuss von Starkl den Ball knapp vor der Linie klären. In der Nachspielzeit dezimierte sich Rapid Wien schlussendlich noch personell. Murg schießt den Schiedsrichterassistenten ab. Der verliert das Gleichgewicht und geht zu Boden. Schiedsrichter Schörgenhofer zeigte dafür die Rote Karte.

Am Ende feiert Admira Wacker einen deutlichen 3:1-Sieg. Die Gastgeber waren in der Offensive äußerst effektiv und hatten beinahe eine 100 prozentige Chancenauswertung. Auf der Gegenseite wusste Rapid Wien nur sehr wenig aus der optischen Überlegenheit anzufangen. Neben dem sportlichen Rückschlag droht den Hütteldorfer aufgrund der Spielunterbrechung Ungemacht durch die Bundesliga. Durch die 2. Unterbrechung innerhalb von sieben Tagen ist wohl mit einer härteren Bestrafung durch den Strafsenat der Bundesliga zu rechnen.

Admira Wacker vs. Rapid Wien 3:1 (1:0)
BSFZ-Arena, SR Schörgenhofer

Tore: Jakolis (1.), Starkl (63., 65.) bzw. Joelinton (78.)

Rote Karte: Murg (92./Rapid Wien)

13.08.2017