Rapid Wien, Sturm Graz, #scrstu

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Zum Beginn der 5. Runde der tipico Bundesliga stand das Spiel Rapid Wien vs. Sturm Graz auf dem Programm. Die Hütteldorfer mussten, wie schon in der Vorwoche, den Platz als Verlierer verlassen. Gegen eine sehr gut eingestellte Mannschaft von Sturm Graz war zwar Rapid lange Zeit spielbestimmend, am Ende sollte man darauf kein Kapital schlagen.

Rapid Wien mit Überlegenheit im Spiel, Sturm Graz torgefährlicher und mit früher Führung
Beide Mannschaften starten mit viel Schwung in die Partie. In der vierten Minute keimte kurz Gefahr auf, als Schaub einen Freistoß in den Strafraum zirkelte. Schiedsrichter Schüttengruber pfiff jedoch die Aktion frühzeitig ab, da gleich drei Rapid Wien Spieler Torhüter Siebenhandl im Fünf-Meter Raum attackierten. Danach hatten die Hütteldorfer das Spiel weitestgehend unter Kontrolle. Immer wieder versuchte es man über die Flügel Pavelic und Bolingoli einzusetzen. In der elften Minute, aus einem Zufallsprodukt, tauchten Schaub und Hofmann im Strafraum auf. Erstgenannter versuchte es aus kürzester Distanz, Siebenhandl war zur Stelle.
In der 16. Minute, als Rapid das Tempo erhöhte, spiele Kvilitia Huspek den Ball unbedrängt zu. Über Röcher kommt der Ball zu Hierländer, der im richtigen Moment startete und in den Strafraum zog. In der Mitte war Alar mitgelaufen, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste. Vom Spielverlauf her eine eher überraschende Führung.
Rapid vom Rückstand nicht geschockt, spielte weiter offensiv in Richtung Tor der Gäste. Dort rannte man jedoch gegen eine Wand. Die Mannen von Trainer Franco Foda verstanden es, den Raum sehr eng zu machen. Frust machte sich langsam breit. Schaub mit einem unnötigen Tackling gegen Alar. Schaub kassierte verdient die gelbe Karte, Alar konnte nach kurzer Behandlung weitermachen. Der aus dem Foul resultierende Freistoß brachte nichts ein. In der 34. Minute spielte Bolingoli den Ball in den Strafraum, dort krachte Lykogiannis mit Kvilitaia zusammen. Die Zuschauer forderten Elfmeter. Für ein Foul war es jedoch zu wenig.
Gegen Ende der ersten Halbzeit häuften sich die Fehler bei den Gastgebern, von Seiten der Gäste kam jedoch zu wenig Nachdruck. In den Schlusssekunden der ersten Halbzeit kam Sturm Graz noch zu einer Möglichkeit durch einen Freistoß. Dieser brachte aber nichts ein. Danach pfiff der Schiedsrichter zum Pausentee. Fazit nach den ersten 45 Minuten: die Führung von Sturm Graz ging in Ordnung. Die Gäste waren, trotz Überlegenheit von Rapid die torgefährliche Mannschaft.

Sturm Graz schlägt eiskalt zu, Rapid Wien kommt nur zum Anschlusstreffer
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Trainer Djuricin Joelinton für den glücklosen Kvilitaia. Die erste Toraktion im zweiten Durchgang hatten die Gäste. Maximilian Hofmann verliert den Ball an Huspek. Seine Schuss-Heber-Kombination kann Strebinger entschärfen. Diese Aktion sollte die Gäste beflügeln – Potzmann im Doppel mit Zulj, seine Hereingabe auf Huspek kann ein Verteidiger noch abblocken. Danach versuchte Rapid zu seiner ersten Torchance im zweiten Durchgang zu kommen. Doch weder Bolingoli, Joelinton oder Steffen Hofmann können den Ball auf das Tor von Siebenhandl bringen. In Spielminute 53 sollte sich die anfängliche Drangphase der Gäste bewähren. Huspek mit einem schönen Seitenwechsel auf Hierländer. Der lässt Schrammel aussteigen und flankt den Ball ideal in den Strafraum. Dort steht Röcher völlig alleine und köpfelt zur verdienten 0:2-Führung. Nach einer Stunde dann aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Joelinton setzt sich an der Cornerfahne gegen Lykogiannis durch und marschiert in den Strafraum. Seinen scharfen Pass findet Auer, der aus wenigen Metern den Ball über die Linie schießt. Mit Wiederanpfiff feierte Schobesberger, kam für Schrammel, sein Comeback nach seiner Verletzungspause. Durch den Wechsel von Schobesberger übernahm er die Position von Bolingoli auf dem Flügel. In der 67. Minute tankte sich der eben genannte Schobesberger durch die Abwehrreihen und konnte von Lykogiannis an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Den Freistoß trat Hofmann in die Mauer. Rapid blieb bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Bei einem Eckball versuchte es Bolingoli akrobatisch per Fallrückzieher. Doch sein Schuss hatte nicht genug Kraft dahinter. Zu Beginn der Rapidviertelstunde ging der bemühte Hofmann vom Feld und der junge Keles kam ins Spiel. Auch Sturm Graz wechselte die Positionen. Für Alar kam Zulechner und Jeggo ersetzte Lovric. Eine Schlussoffensive sollte für Rapid Wien nicht mehr von Erfolg gekrönt sein. Systematisch für das Spiel schlägt Schaub eine Hereingabe von Schwab auf wenigen Zentimeter über das Tor. Sturm Graz feiert mit einem taktischen Sonderleistung den fünften Sieg in Folge. Für Rapid Wien geht die Talfahrt weiter abwärts. Erinnerungen aus der Vorsaison werden wach. Nach dem Spiel, als sich die Spieler von Rapid Wien verabschieden wollten, wurden sie von den eigenen Fans mit Pfiffen in die Kabinen geschickt. Die nächsten Tage und Wochen werden interessant in Wien-Hütteldorf.

Rapid Wien 1:2 Sturm Graz (0:1)
Allianz Stadion, SR Schüttengruber

Tore: Auer (60.) bzw. Alar (17.), Röcher (53.)

Dominik Wimberger

19.08.2017