Volleyball, EM, Europameisterschaft, Polen, Warschau, Polen, Serbien, ÖVV

© Sportreport

Am Donnerstag wird die Volleyball-EM im ausverkauften Warschauer Nationalstadium eröffnet. Das Auftaktspiel zwischen Gastgeber Polen und Serbien findet vor der imposanten Kulisse von 65.000 Zuschauern statt. Auch ÖVV-Präsident Peter Kleinmann lässt sich das Spektakel nicht entgehen. Bereits 2014 fand in Polen mit der Weltmeisterschaft ein wahres Volleyballfest mit Happyend für die Hausherren statt, und auch damals lautete das Eröffnungsmatch Polen vs. Serbien.

16 Nationen kämpfen bis 3. September um den EM-Titel. Frankreich ist Titelverteidiger, der Konkurrenzkampf härter denn je. Von den Top-16 der Europa-Rangliste sind 15 Nationen dabei. Die Ausnahme ist Spanien als 18. Gespielt wird zunächst in vier Vierergruppen. Die Gruppensieger stehen automatisch im Viertelfinale, während die Gruppenzweiten und -dritten eine Zwischenrunde bestreiten. Die bevorstehende EM ist die letzte, die in diesem Modus ausgetragen wird. Ab 2019 werden erstmals 24 Mannschaften ins Rennen um die EM-Medaillen gehen.

Der Gastgeber ist traditionell im Pool A gesetzt. Weltmeister Polen bekommt es mit Serbien, Finnland und Estland zu tun. Bereits das Eröffnungsspiel könnte im Kampf um Rang eins vorentscheidend sein.

Der Blick auf Pool B ist in mehrerlei Hinsicht interessant. Zum einen trifft die italienische Spielerlegende Andrea Giani als Trainer der deutschen Auswahl zum Beginn auf sein Heimatland. Andererseits stehen einander die bis 1992 in der Tschechoslowakei vereinten Länder Tschechische Republik und Slowakei gegenüber. Die Italiener sind als Olympiazweite von Rio Gruppenfavorit.

Obwohl den Russen auf der internationalen Bühne seit dem EM-Gold 2013 kein Podestplatz mehr gelang, ist der Olympiasieger von London wieder Titelkandidat. Russland bekommt es im Pool C mit der Überraschungsmannschaft der EM 2015, Silbermedaillengewinner Slowenien, Bulgarien und Spanien zu tun.

2015 holten die Franzosen sensationell den World League-Titel und wenige Wochen später auch EM-Gold. Gelingt ihnen auch heuer dieses Double? Im Pool D ist Frankreich jedenfalls unbestritten Favorit. Als größter Konkurrent könnte sich der nördliche Nachbar Belgien erweisen. Mit den Niederlanden gibt es allerdings noch einen weiteren gefährlichen Außenseiter. Der Türkei werden im Pool D die geringsten Chancen eingeräumt.

Volleyball Europameisterschaft Herren in Polen (24.8. bis 3.9.)
Pool A: Polen, Serbien, Estland, Finnland
Pool B: Italien, Deutschland, Tschechische Republik, Slowakei
Pool C: Russland, Bulgarien, Slowenien, Spanien
Pool D: Frankreich, Belgien, Niederlande, Türkei

Medieninfo: Redaktion sportlive

23.08.2017