Tennis, Thiem, Dominic Thiem, Davis Cup, Sebastian Ofner, Gerald Melzer, Oliver Marach, ÖTV, Rumänien

© Sportreport

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek nominierte für das Duell in Wels gegen Rumänien Dominic Thiem, Sebastian Ofner, Gerald Melzer und Oliver Marach. Der Run auf die Tickets lässt auf ein volles Stadion schließen.

Das österreichische Tennis Daviscup-Team tritt von 15. bis 17. September 2017 gegen Rumänien um den Verbleib in der Europa/Afrika-Zone 1 an. Auf der Anlage des UTC Wels wird im Freien auf Sand gespielt, die Tribünen bieten Platz für 3500 Zuschauer. Wels ist ein guter Boden für die Tennis-Nationalmannschaft: 1999 und 2001 gab es jeweils 4:1-Siege gegen Portugal bzw. die Ukraine. Im direkten Duell hat Rumänien mit 3:2 die Nase vorne, das letzte Aufeinandertreffen in Constanta 2002 verloren die Österreicher mit 0:5.

Damals war Stefan Koubek als Spieler mit von der Partie, diesmal steht er dem Team als Kapitän vor. Mit Dominic Thiem, Sebastian Ofner, Gerald Melzer und Oliver Marach berief der 40-Jährige die ranglistenmäßig stärksten Spieler ein. Erleichtert wurde ihm die Entscheidung, weil Jürgen Melzer, mit 72 Einsätzen österreichischer Rekordspieler, verletzungsbedingt absagen musste.

„Wir gehen als ganz klarer Favorit ins Rennen“, sagt Koubek. „Wenn du einen Top-ten-Spieler am Start hast, macht das einen Riesenunterschied.“ Dominic Thiem Thiem hatte zuletzt vor eineinhalb Jahren in Portugal für Österreich gespielt und drei Punkte geholt. „Auch wenn er jetzt die bittere Niederlage bei den US Open gegen Del Potro verdauen muss – er ist gut in Form. Wir müssen uns nicht fürchten.“ Sebastian Ofner hat in den vergangenen Monaten nicht nur Koubek überrascht. „Er war schon zwei Mal beim Team als Sparringpartner. Wie er sich jetzt entwickelt hat, ist eine richtige Cinderella-Story. Dritte Runde in Wimbledon, ohne davor je auf Gras gespielt zu haben, Semifinale in Kitzbühel beim ersten ATP-Turnier – wie er mit dem Druck umgegangen ist, ist schon bemerkenswert.“ Gerald Melzer ist der dritte Einzel-Spieler im Bunde. „Er hat immer hergehalten, auswärts, auf Hardcourt, der seinem Spiel nicht entgegenkommt. Endlich kann er auf Sand daheim zeigen, was er kann und wie wichtig er für die Mannschaft ist.“ Ob Ofner oder Melzer neben Fixstarter Thiem beginnt, lässt Koubek offen. „Wir werden im Training schauen, wer besser drauf ist. Und dann entscheiden.“ Oliver Marach ist der einzige Doppelspieler im Kader. „Er spielt eine sensationelle Saison, hat in Wimbledon das Finale erreicht. Ein Mann mit Erfahrung, ein echter Führungsspieler mit enorm hoher Qualität.“

Der rumänische Kapitän Andrei Pavel vertraut auf Dragoș Dima (ATP 568), Nicolae Frunză (ATP 590), Bogdan Borza (ATP 811) und den hervorragenden Doppelspieler Horia Tecău (ATP 27). Mit Marius Copil (ATP 84) fehlt der bestklassierte Spieler.

ÖTV-Präsident Robert Groß blickt dem Event in seinem Heimatbundesland Oberösterreich entspannt entgegen. „Wir treten mit dem stärksten Team an, das wir aufbieten können. Alles andere als ein Sieg wäre fatal“, sagt Groß. „Mit dem fantastischen Publikum im Rücken wird die Aufgabe für die Mannschaft bestimmt einfacher. Ich erwarte ein richtiges Volksfest.“

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda freut sich über das rege Interesse der Tennisfans. Laut Kartenvorverkauf ist auf jeden Fall am Freitag mit einem vollen Stadion zu rechnen. „Es ist ein Aufwärtstrend zu spüren“, sagt Schweda, „und ich bin fest davon überzeugt, dass in Wels der Klassenerhalt fixiert wird. Dann können wir uns im kommenden Jahr nach oben orientieren und versuchen, den Aufstieg in die Weltgruppe zu schaffen. Das wäre hinsichtlich der Vermarktung österreichischen Tennis ein Riesenvorteil.“

Medieninfo: ÖTV

05.09.2017