xxxxALTxxxx

© Sportreport

Auch Tag 2 beim großen Finale der Österreichischen Segel-Bundesliga war an Spannung nicht zu überbieten. Bei optimalen Bedingungen und Windstärken zwischen 10 und 18 Knoten konnten heute insgesamt fünf Flights und 15 Races gesegelt werden. Nach wie vor auf Siegeskurs blieb der SCTWV Achensee, der fast nahtlos an den gestrigen Erfolgslauf anschloss und damit dem Meistertitel bereits zum Greifen nahe ist. Im Nacken sitzt den Tirolern der direkte Verfolger, der Burgenländische Yachtclub. Obwohl man sich im Zwischenklassement gegenüber dem Vortag um nur eine Position auf Platz 4 verbessern konnte, ist für morgen noch alles drinnen. Pech hatten heute die Gastgeber – ein Ruderbruch kostete dem Union Yacht Club Wolfgangsee den Sieg in der ersten Wettfahrt. Mit dem Yacht Club Bregenz (Platz 2 im Zwischenklassement) und dem Yachtclub Breitenbrunn (Platz 3) zeigten heute zwei weitere Clubs eine souveräne Leistung.

Mit Konstanz in Richtung Titel
Mit bis dato vier Wettfahrtssiegen und drei zweiten Plätzen gelang den Tiroler Vizemeistern eine bis dato fast makellose Serie. Nur mit dem dritten Platz im ersten Rennen des heutigen Tages passierte dem Team vom Achensee mit Steuermann Simon Meister ein kleiner Ausrutscher. Doch vor dem alles entscheidenden morgigen Tag scheint der lang ersehnte Meistertitel nur noch eine Bootslänge entfernt.

Simon Meister, SCTWV Achensee: „Wir konnten heute alles offenhalten. Wir müssen schauen, dass wir den morgigen Tag noch sauber segeln. Morgen geht es weiter, wir schauen nur mehr auf den letzten Segeltag und vergessen den Rest. Am Ende dieses langen Tages war es mit der Konzentration schon etwas schwierig. Es ist sensationell was für Bedingungen wir hier am Woflgangsee haben, die vielen Wettfahrten kosten aber auch viel Kraft.“

Den Tirolern nachwievor dicht auf den Fersen bleibt der Burgenländische Yachtclub. Das Team rund um Rene Mangold legte heute mit drei Wettfahrtsiegen nach und hält somit die Tür zum Gesamtsieg weiter offen.

Valentin Unger, Burgenländischer Yacht Club: „Die Verhältnisse am Vormittag waren grandios, gegen Abend hin musste man sehr aufmerksam schauen, von wo der Wind kommt. Unser Resümee ist positiv, wir haben uns weiter verbessert, speziell die Kommunikation am Boot ist flüssiger geworden. Das macht die Liga aus, dass es bis zur letzten Wettfahrt spannend bleibt.“

Der Titel „Pechvogel des Tages“ ging heute an den Union Yacht Club Wolfgangsee. Souverän in Führung in der ersten Wettfahrt des Tages brach bei der letzten Bojenrundung das Ruder. Mit nur rund vier Punkten Abstand auf die führenden Tiroler spielt man morgen aber um einen Podestplatz noch mit.

Michael Luschan, Union Yacht Club Wolfgangsee: „In der ersten Wettfahrt hatten wir einen glatten Ruderbruch, dabei lagen wir komfortabel in Führung, aber plötzlich war der Ruderdruck komplett aufgelöst und wir waren nur noch treibendes Gut. Wir haben Protest eingereicht. Der wurde dann auch so entschieden, wie wir uns das gewünscht haben mit Mittelpunkt über die ganze Serie. Es ist eng, wir hoffen für morgen auf Wind und gerechte Bedingungen damit der Beste am Ende ganz oben am Treppchen steht.“

Meisterliche Schadensbegrenzung
Der Yacht Club Bregenz zeigte heute am Wolfgangsee, warum er ganz zu Recht 2015 und 2016 den Meistertitel sein Eigen nennen durfte. Auch wenn mit Platz 4 in der Gesamtwertung der Zug für eine erfolgreiche Titelverteidigung in der heurigen Saison bereits abgefahren ist, ersegelte das Team rund um Max Trippolt heute souverän drei Siege.

Hanno Sohm, Yacht Club Bregenz: „Die Bedingungen liegen uns. Wenn es etwas mehr Druck hat im Boot, können wir auftrumpfen und mit gutem Speed und guten Manövern Weg gutmachen.“

Für morgen ist die erste Startmöglichkeit für 9 Uhr Ortszeit angesetzt.
4. Regatta St. Gilgen/Wolfgangsee, 8. – 10. September 2017

Zwischenstand Tag 1

Platz Club Clubname F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 F9 Gesamt
1 SCTWV SCTWV Achensee 2 1 1 3 2 1 2 1 13
2 YCB Yacht Club Bregenz 3 3 1 1 1 2 1 3 15
3  YCBb Yachtclub Breitenbrunn 2 3 5 1 1 1 1 2 16
4  BYC Burgenländischer Yacht Club 4 1 3 3 2 1 1 1 16
5 UYCWo Union Yacht Club Wolfgangsee 4 1 1 RDG 1 2 2 4 17,4
6 UYCWö Union Yacht Club Wörthersee 1 4 2 2 4 2 4 1 20
7  SCM Segelclub Mattsee 2 4 2 5 2 3 3 6 27
8 UYCMa Union Yachtclub Mattsee 1 5 4 2 4 3 3 5 27
9 UYCT Union Yacht Club Traunsee 5 2 3 2 3 4 5 6 30
10 UYCMo Union Yachtlcub Mondsee 1 3 4 4 3 4 OCS 5 31
11  YCV Yacht Club Velden 5 2 2 5 6 6 3 2 31
12  UYCAs Union-Yacht-Club Attersee 3 6 5 3 5 5 2 3 32
13 YCH Yacht Club Hard 3 6 4 4 6 3 4 2 32
14 UYCNs Union Yacht Club Neusiedlersee 6 4 3 6 4 5 5 3 36
15 NCA Nautic Club Austria 6 5 6 1 3 5 6 4 36
16 BSC Bregenzer Segel Club 5 2 5 5 5 6 4 5 37
17 KYCK Kärntner Yacht Club Klagenfurt 4 5 6 4 5 4 5 4 37
18 SCK Segelclub Kammersee DNC DNC DNC DNC DNC DNC DNC DNC 49

Alle Termine der Österreichischen Segel-Bundesliga 2017 im Überblick
1. Regatta, 09.-11. Juni 2017, Yacht Club Velden, Velden am Wörthersee
2. Regatta, 07.-09. Juli 2017, Yacht Club Breitenbrunn, Breitenbrunn am Neusiedlersee
3. Regatta, 04.-06. August 2017, SCTWV Achensee, Maurach am Achensee
4. Regatta, 08.-10. September 2017, Union Yacht Club Wolfgangsee, St. Gilgen am Wolfgangsee

Qualifikationsregatta, 15. – 17. September 2017, Union Yacht Club Mondsee

Full Foiling Nacra 17 WM – Tag 5
Schwarzer Tag für Thomas Zajac und Barbara Matz bei der Full Foiling Nacra 17 WM. Das OeSV-Team kam heute über einen 18. Platz als bestes Ergebnis in drei Wettfahrten nicht hinaus und rutschte damit im Zwischenklassement auf Platz 21 zurück. Für den morgigen WM-Abschlusstag sind drei weitere Wettfahrten in der Goldfleet angesetzt. Die 10 besten Teams qualifizieren sich für das abschließende Medal-Race.

„Es war heute wirklich sehr bitter. Unsere Starts waren extrem gut, doch die Vorwind-Kurse waren katastrophal. Bei mehr Wind hätten wir Chancen gehabt, aber so sind wir einfach durchgereicht worden“, fasste Thomas Zajac den vorletzten WM-Tag aus österreichischer Sicht zusammen.

In allen drei Wettfahrten des heutigen Tages legte Steuermann Zajac mit seiner Vorschoterin Barbara Matz perfekte Startmanöver hin und konnte sich bis zur letzten Luv-Tonnen-Rundung immer unter den Top-10 halten. Erst auf den letzten Vorwind-Kursen büßte das OeSV-Team jedes Mal etliche Boote, einmal sogar 20 Plätze ein.

Neben den Leichtwindbedingungen, die sich von WM-Beginn an für Zajac/ Matz als suboptimal erwiesen hatten, und die auch den heutigen Tag dominiert hatten, gesellten sich seit gestern mit dem angebrochenem linken Foil auch Materialprobleme als zusätzliche Herausforderung.

Das österreichische Foiling Nacra 17 – Duo richtet nun seinen Blick bereits auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft in Richtung Wintertraining.

Full Foiling Nacra 17 World Championship 2017
5. – 10. September 2017, La Grande Motte, Frankreich
(47 Teams aus 25 Nationen)

Vorläufiges Zwischenergebnis, Tag 5, 15 Rennen (2 Streicher)
1. Ben Saxton/ Katie Dabson (GBR): 67 Punkte (6/4/2/6/5/2/10/1/5/4/UFD/12/2/2/16)
2. Fernando Echavarri/ Tara Pacheco van Rijnsoever (ESP): 71 Punkte (5/2/7/13/6/4/11/7/BDF/5/2/3/1/19/5)
3. John Gimson/ Anna Burnet (GBR): 81 Punkte (3/4/2/14/6/7/7/13/8/11/12/19/3/4/1)
21. Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT): 142 Punkte (9/20/6/7/5/11/1/19/8/3/15/20/22/18/20)

Zeitplan
Dienstag, 5. September – Qualifying Series
Mittwoch, 6. September – Qualifying Series
Donnerstag, 7. September – Qualifying Series
Freitag, 8. September – Fleet Race/ Final Series
Samstag, 9. September – Fleet Race/ Final Series
Sonntag, 10. September – Final Series/ Medal Race

Presseinfo OeSV

09.09.2017