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Am Samstag stand für Austria Wien das Heimspiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbar WAC in der 7.Spielrunde der Tipico Bundesliga auf dem Programm. Nach einem unerwarteten Führungstreffer der Gäste sowie einem Comeback der Veilchen entführten die Wölfe schließlich mit einem Last-Minute Tor einen Punkt aus der Hauptstadt.

Beide Teams gingen in taktischer Hinsicht wie erwartet in das Spiel. Austria Wien von Anfang an mit viel Ballbesitz, während der WAC auf seine Kontermöglichkeiten wartete. Die erste Torchance der Partie ließ zehn Minuten auf sich warten. Eine scharfe Flanke von Holzhauser konnte Kofler vor zahlreichen heranstürmenden und zugleich freistehenden Austrianern gerade noch wegfausten. Nur drei Minuten später sorgte Neuzugang Heiko Westermann für die nächste Gelegenheit der Veilchen. Auch hierbei flankte Holzhauser einen Eckball in die Mitte, den anschließenden Kopfball konnte Westermann allerdings nicht gut genug platzieren. Kurz darauf versuchte es Lee mit einem Schuss aus dem Zentrum, welcher nur knapp sein Ziel verfehlte. In Minute 20 kam auch Tajouri nach Prokop-Pass zu seinem ersten Torschuss. Dieser war letztlich zu zentral und zwang Kofler zu keiner Glanzparade.

Wölfe gehen aus dem Nichts in Führung
Nach langer Druckphase der Veilchen antworteten die Gäste und diese Antwort sollte es in sich haben. Gschweidl verlängerte einen Eckball per Kopf auf den zweiten Pfosten, wo schließlich Sollbauer (23.) zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand und die Kugel nur einschieben musste. Die Austria zeigte sich von dieser Führung relativ beeindruckt. Fehlpässe häuften sich und Chancen fand man nach dem Treffer der Wolfsberger in Hälfte eins kaum noch vor. In Minute 26 tankte sich Pires auf der linken Seite durch, den Abschluss brachte der Brasilianer jedoch direkt auf WAC-Torwart Kofler. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Veilchen, trotz der nach dem Rückstand entstandenen Schwierigkeiten im Aufbauspiel, der wichtige Ausgleichstreffer. Holzhauser passte auf Friesenbichler, dem wiederum im Tumult der Ball noch „weggespitzelt“ wurde und schließlich bei Florian Klein landete. Der Rückkehrer zog aus der Drehung ab und brachte den Ball in Minute 45 flach im Toreck unter. Mit dem 1:1 zur Halbzeitpause ging es schließlich in die Kabinen.

Veilchen drehen Partie mit ein wenig Glück
Gleich nach Wiederanpfiff konnten die Veilchen ihre erste nennenswerte Torchance im zweiten Durchgang verbuchen. Klein sprintete auf der rechten Seite der Linie entlang und flankte auf den langen Pfosten, wo Pires zum Volley-Abschluss bereit stand. Der Schuss kam zwar mit voller Wucht, allerdings auch direkt auf Torwart Kofler zu. In der 57. Spielminute wurde dann Youngster Dominik Prokop nach einem überragenden Dribbling in Strafraumnähe zu Fall gebracht. Zum Freistoß trat der altbekannte Schütze Raphael Holzhauser an. Es folgte ein wuchtiger Schuss, der letztendlich von Rnic entscheidend abgefälscht wurde und von der Latte hinter die Linie fiel. Damit drehten die Veilchen die Partie zum 2:1.

Last-Minute Ausgleich durch Orgill
In Minute 70 versuchte es Tajouri mit einem Schuss aus 18 Metern, der aber in den Händen von Kofler landete. Kurz darauf starteten die Wölfe ihre erhofften Konter. Eine Flanke von links brachte den eingewechselten Orgill in Aktion, dieser setzte die Kugel allerdings per Kopfball nur knapp neben das Tor. In der 76. Spielminute verlor der bislang sehr stark aufspielende Kadiri den Ball an der Mittellinie. Der anschließende Konter resultierte darin, dass Leitgeb aus 14 Metern die Außenstange traf. Nicht viel später sorgten Prokop und Friesenbichler nach einer Kombination für Wirbel im WAC-16er. Prokop legte hinaus auf den links positionierten Friesenbichler, der wiederum das stürmende Nachwuchstaltent erneut bediente. Dieser hielt zwar den Fuß hin, um Kofler zu bezwingen benötigte es in dieser Situation allerdings mehr. Pires ließ fünf Minuten vor Schluss zwei Gegenspieler stehen, platzierte den Schuss jedoch wieder zu zentral auf Kofler. Kurz darauf kamen die Gäste wieder zum Zug. Topcagic fand sich zwei Mal hintereinander nach einem langen Ball freistehend vor Hadzikic wieder, einmal scheiterte er per Volley-Schuss und einmal per Kopfball am starken Austria-Goalie. Eine weitere Topchance wollte der WAC nicht mehr „verhauen“. Nach einem abgeblockten Ball landete dieser schließlich bei Orgill, der ihn nur noch einnicken musste. Mit dem 2:2 endete auch die Partie. Die Austria verpasste es damit an Tabellenführer Sturm Graz gefährlich ranzukommen, der WAC jubelte hingegen über den späten Punktgewinn und ist nun seit drei Spielen ungeschlagen.

Tipico Bundesliga, 7. Runde
Austria Wien vs. WAC 2:2 (1:1)
Ernst-Happel-Stadion, 5.878 Zuschauer,SR Schüttengruber

Tore: Klein (45.), Holzhauser (58.) bzw. Sollbauer (23.), Orgill (90.+3)

Aufstellungen:

Austria Wien: Hadžikić – Klein, Kadiri, Westermann, Martschinko – Lee, Holzhauser, Prokop – Pires, Friesenbichler (Monschein/84.), Tajouri (Borkovic/81.)

WAC: Kofler – Zündel, Sollbauer, Rnic, Palla – Rabitsch (Leitgeb/62.), Offenbacher, Flecker, Nutz – Gschweidl (Orgill/64.), Ouedraogo (Topcagic/76.)

09.09.2017