WSG Wattens

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Das erste Saisonviertel ist absolviert, alle Mannschaften kreuzten zumindest einmal die Klingen und für die WSG Wattens schauten sieben Punkte aus neun Spielen heraus. Nun reist die Wattener Mannschaft zum bisher groß aufspielenden Aufsteiger aus Hartberg. Nach einem gefühlten 2:2-Sieg gegen Blau Weiß Linz am vergangenen Freitag, will die Elf von Thomas Silberberger den Schwung und das Selbstvertrauen in die Steiermark mitnehmen.

Der Satz „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“ ist mittlerweile etwas überstrapaziert, das Duell WSG Swarovski Wattens gegen Blau Weiß Linz war dennoch kein alltägliches Fußballspiel. Die Oberösterreicher gingen schnell auswärts mit 2:0 in Führung, verpassten es, den Sack zuzumachen, die Grün-Weißen erarbeiteten sich Chance um Chance und kamen nach der Pause verdient zum Ausgleich. Im Gernot Langes Stadion lag sogar der Siegtreffer der Heimelf in der Luft, ehe der Schiedsrichter in der 89.Minute für die Blau-Weißen auf den Elferpunkt zeigte. Ferdinand Oswald studierte die Elfergewohnheiten der Oberösterreicher ausgiebig und hielt für seine Mannen den Punkt fest. Angesichts dessen war man in Tirol mit dem 2:2-Unentschieden durchaus zufrieden und erleichtert, endlich wieder gepunktet zu haben. Vor allem die Moral der Kristallkicker und die Rückkehr zur spielerischen Stärke machen Hoffnung auf ein zweites Saisonviertel mit einer höheren Punkteausbeute.

Allerdings sind Probleme in der Abwehr in Wattens nicht von der Hand zu weisen. Noch dazu fällt Stefano Pellizzari krankheitsbedingt aus, für ihn rückt Drazen Kekez wieder in den Kader. Auch Felix Wessiak, ein junger Tiroler, der in dieser Saison aus der Tiroler Akademie geholt wurde, tritt den Weg mit nach Hartberg an. Weiter fehlen Michael Steinlechner (Netzhauteinriss) und Sandro Neurauter (Bänderriss in der Schulter). Der Aufsteiger aus der Steiermark spielte bisher eine grandiose Saison, Trainer Thomas Ilzer und seine Mannschaft belegen nach dem ersten Quartal sensationell den zweiten Tabellenrang. Fünf Siege, drei unentschieden und nur eine Niederlage – gegen Leader Wiener Neustadt setzte es eine 0:1-Pleite – stehen für die Hartberger zu Buche. Auch im ersten Saisonduell beider Teams hatten die Steirer das bessere Ende für sich. Früh gingen die Blau-Weißen in Führung und gaben das 1:0 bis zum Ende nicht mehr aus den Händen. Bereits damals war erkennbar, dass der TSV ausgezeichnet eingespielt ist und für jeden Gegner eine größere Hürde darstellen wird.

WSG-Trainer Thomas Silberberger: „Gegen Linz haben wir wieder zwei billige Gegentore bekommen, in der zweiten Hälfte eine sensationelle Moral gezeigt und den Gegner pausenlos unter Druck gesetzt. Einer Mannschaft, die defensiv kaum etwas zulässt, in einer Halbzeit zwei Tore schießen zeigt, dass wir es draufhaben. Scheinbar muss es bei uns immer erst schlecht rennen, damit wir unser volles Potential abrufen. Der gehaltene Elfer war natürlich enorm wichtig und kann für die nächsten Wochen ausschlaggebend gewesen sein. Wir wissen, was uns in Hartberg erwarten wird. Sie sind bei Standards und im Umschaltspiel enorm gefährlich. Wir sind auf Feuer ab Minute eins eingestellt. Sie werden früh pressen und dadurch werden sich für uns Räume ergeben, die wir konsequent nutzen müssen. Gegen Linz hatten wir alleine in der ersten Halbzeit zwei Sitzer, da müssen wir vorm Tor abgebrühter agieren.“

11.09.2017