WSG Wattens

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Nach der knappen 1:2-Niederlage gegen Hartberg steht für die WSG Wattens drei Tage später die nächste schwere Aufgabe an: Die jungen Bullen aus Liefering kommen ins Gernot Langes Stadion. Allerdings sind die Salzburger so etwas wie der Lieblingsgegner der Wattener.

Für die Elf von WSG-Trainer Thomas Silberberger blieb nach dem Spiel gegen den Aufsteiger aus Wattens die Erkenntnis, dass man wieder gut gespielt hat, sich erneut von einem Rückstand nicht beirren ließ, dem Tabellenzweiten lange Zeit spielerisch überlegen war und dennoch mit leeren Händen die Heimreise nach Tirol antreten musste. „Standards und späte Tore, das sind ihre Stärken“, kannte der Wattens-Coach bereits vor dem Spiel die Trümpfe der Steirer. Dass die beiden Gegentore aus einem Freistoß und dem Siegtreffer in der 84. Minute zustande kamen, war daher doppelt bitter. Trotzdem können die WSG-Kicker auf dieser Leistung aufbauen. Der Rasen war bereits nach zehn Minuten kaum zu bespielen, tiefe Löcher ließen den Ball teilweiße einen halben Meter hoch verspringen und trotzdem zogen die WSGler ein flottes Spiel mit schnellen Kombinationen und viel Zug in die Offensive auf. Drei Lattenschüsse in den vergangenen zwei Matches spiegeln sehr gut die momentane Situation wieder: Der Wille passt, das Spielerische passt, die Ergebnisse passen nicht. Doch letzteres zählt am Ende des Tages.
Mit dem FC Liefering wartet die nächste schwere Aufgabe auf die Burschen in grün-weiß. Über die Talente und das Potential des Red Bull-Nachwuchses müssen nicht viele Worte verloren werden, jedes Jahr holt der Getränkehersteller die begabtesten Jung-Spieler weltweit. Aber auch hier liegen die Schwächen der Salzburger: Oft weiß niemand so genau, ob und welche Schlüsselspieler nicht eine Liga höher eingesetzt werden. Dadurch muss Trainer Janusz Góra öfter umstellen, als andere Vereine der Sky Go Erste Liga. Auch die fehlende Erfahrung der Spieler kann oftmals zu Problemen im Spiel der Lieferinger führen. Dennoch zeigen die Jung-Bullen bisher wieder eine solide Saison, konnten bereits fünf Siege einfahren und gingen nur drei Mal als Verlierer vom Platz. Die erste Niederlage der Spielzeit 2017/18 mussten die Salzburger allerdings gegen die WSG hinnehmen. Beim 0:1-Auswärtssieg der Kristallkicker wurde Milan Jurdik in einer chancenarmen Partie zum Matchwinner. Generell scheinen die Rot-Weißen der Lieblingsgegner der Wattener zu sein. Seit dem Aufstieg in die Erste Liga hat Liefering noch keinen Sieg gegen die Grün-Weißen geholt. Eine Serie, die es für die Elf von Thomas Silberberger unbedingt zu halten gilt, um endlich wieder drei satte Punkte auf das Konto der WSG zu packen.

Sportmanager Stefan Köck: „Es gibt zurzeit eigentlich kaum eine Statistik, die in dieser Begegnung für uns spricht, bis auf die Tatsache, dass wir gegen Liefering noch nie verloren haben. Es ist sehr ärgerlich, dass wir den Aufwärtstrend gegen Blau Weiß Linz in Hartberg nicht bestätigen bzw. nicht in Zählbares ummünzen konnten. Es kommt im Moment vieles zusammen. Wir belohnen uns für gute Leistungen nicht, haben Pech im Abschluss und müssen viele Verletzungen in der Defensive kompensieren.“

Medieninfo WSG Wattens

14.09.2017