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Am Freitag kommt es in der Erste Bank Eishockey Liga zum Duell KAC vs. HCB Südtirol. Für die Rotjacken ist dies der Auftakt einer Heimspielserie, zumal vier Partien in Folge vor dem heimischem Publikum warten.

Am fünften Spieltag der EBEL-Saison 2017/18 bestreitet der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) gegen den HCB Südtirol sein bereits sechstes Ligaspiel. Für diese Partie sind noch Eintrittskarten aller Kategorien verfügbar, erhältlich im Online-Ticketshop, an allen Vorverkaufsstellen sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an den Kassen am Haupteingang der Stadthalle.

Der EC-KAC geht beflügelt vom Auswärtssieg im Kärntner Derby in Villach in sein drittes Heimspiel der EBEL-Saison. Aktuell halten die Rotjacken bei sechs Zählern aus fünf Partien, eine Bilanz, die derzeit für Tabellenplatz sieben reicht. Dem HCB Südtirol standen die Klagenfurter seit dem Ligaeinstieg der Italiener bisher 20 Mal gegenüber, in 15 dieser Duelle, also exakt drei Viertel aller Begegnungen, setzte sich die jeweilige Heimmannschaft durch. Das Spiel gegen den Champion von 2014 ist für den EC-KAC im Übrigen die erste von vier vor eigenem Publikum ausgetragenen Partien hintereinander, es folgen die Gastspiele des EHC Linz, des HC Innsbruck und der ZSC Lions (Champions Hockey League) in Klagenfurt.

Die Gastmannschaft am Freitagabend, der HCB Südtirol, startete eher durchwachsen ins neue Spieljahr. Die Füchse verloren am Auftaktwochenende in Innsbruck (3:5) und Linz (1:4), es folgten der einzige Sieg der noch jungen Saison, ein 4:1-Heimerfolg gegen den Dornbirner EC, sowie eine 1:3-Niederlage gegen Meister Wien. Im Vorjahr agierten die Italiener in der Fremde insbesondere in der ersten Saisonhälfte sehr erfolgreich, danach folgten jedoch – sieht man vom Viertelfinale gegen Linz ab – ausschließlich Leermeldungen: Saisonübergreifend hat der HCB 14 seiner 16 im Kalenderjahr 2017 ausgetragenen Auswärtsspiele verloren.

Die Zahlen zum Spiel:

6 – Nach fünf absolvierten EBEL-Partien führt Johannes Bischofberger die mannschaftsinterne Scorerwertung der Rotjacken an: Sowohl seine drei Tore als auch seine drei Vorlagen sind der Höchstwert innerhalb des KAC-Teams, insgesamt hält der flinke Angreifer also bei sechs Scorerpunkten und einer Plus/Minus-Bilanz von +3.

7 – Mit sieben Zählern (zwei Tore, fünf Assists) war in den sechs Begegnungen mit den Italienern in der abgelaufenen Spielzeit Thomas Koch der erfolgreichste rot-weiße Scorer.

11 – Der HCB Südtirol verlor saisonübergreifend jede seiner letzten elf Regular Season-Auswärtspartien. Der letzte Sieg in der Fremde in einem Grunddurchgangsspiel datiert vom 26. Dezember 2016, als in Villach ein 5:2-Erfolg eingefahren werden konnte.

31,8 – Im Grunddurchgang der vergangenen Saison erzielte der EC-KAC gegen den HCB mehr Powerplaytreffer als gegen jedes andere Team in der EBEL, nämlich sieben. Diese resultierten aus 22 Überzahlmöglichkeiten, was einer starken Erfolgsquote von 31,8 Prozent entsprach.

213 – Steigerungsbedarf besteht bei den Klagenfurtern nach fünf EBEL-Spieltagen insbesondere in Situationen bei numerischer Unterlegenheit: Aktuell gelingt es den Gegnern durchschnittlich nach nur 213 Powerplay-Sekunden (3:33 Minuten), zum Torerfolg zu kommen. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 11:03 (Regular Season) bzw. 11:09 Minuten (Play-Offs).

500 – Stefan Geier, der interimistische Kapitän des EC-KAC, bestreitet am Freitagabend das 500. EBEL-Spiel seiner Karriere. In sämtlichen dieser Partien repräsentierte der gebürtige Steirer die Rotjacken, für die er 68 Tore erzielte und 101 Assists lieferte.

Der Gegner:

Nach einer eher durchwachsenen Saison 2016/17, als erstmals seit dem Einstieg in die EBEL mehr Spiele verloren (32) als gewonnen (31) wurden, ging der HCB Südtirol mit einer maßgeblich umgebauten Mannschaft in seine fünfte Spielzeit in der Liga. Von den sechs punktebesten Cracks im Kader verließen im Sommer gleich fünf den Klub, insbesondere der Wechsel von Brodie Reid, der im Vorjahr für 30 Tore verantwortlich zeichnete, zum Ligakonkurrenten Dornbirn dürfte den italienischen Rekordmeister schmerzen. Kompensiert werden soll der Abgang durch den Zuzug von Austin Smith, der mit der Empfehlung von 27 Saisontreffern aus Innsbruck über den Brenner zog. Auf der Torhüterposition setzen die Südtiroler auf osteuropäische Kontinuität: Nach drei Saisonen mit dem Tschechen Jaroslav Hübl zwischen den Pfosten hütet heuer in seiner zweiten Spielzeit beim Klub wieder der Slowake Marcel Melicherčík den Kasten: Der 30-Jährige gehört nicht zu den absolut stärksten Goalies der EBEL, sehr wohl jedoch zu den konstantesten.

Die Kapitänsrolle nimmt beim HCB auch 2017/18 die Klublegende Alexander Egger ein, der Verteidiger bestreitet seine bereits 18. Saison in der Kampfmannschaft der Füchse. Bei diesen steht heuer mit Pat Curio ein neuer Head Coach an der Bande: Der 44-Jährige, der in den beiden vergangenen Spielzeiten dem Trainerstab des HC Lugano in der NLA angehörte, übernahm von Tom Pokel, dessen zweite Amtszeit beim HCB im Sommer endete.

Den Rotjacken standen die Italiener seit ihrem EBEL-Einstieg im Jahr 2013 insgesamt 20 Mal gegenüber. Dabei begegneten sich die beiden Teams meist auf Augenhöhe (elf Spiele wurden nur mit einem Treffer Differenz entschieden), wobei sich in der Regel der jeweils gastgebende Klub durchsetzen konnte (15 Heimsiege). Duelle zwischen dem EC-KAC und Bolzano haben insgesamt eine große und lange Tradition: Das erste Bewerbsspiel zwischen diesen beiden Vereinen wurde im Rahmen des Alpenpokals am 2. Dezember 1965 ausgetragen. Damals setzten sich die Klagenfurter auf heimischem Eis gleich mit 16:1 durch, der Doppeltorschütze aus dieser Begegnung, Dieter Kalt senior, wird am Freitag als Juror bei der Wahl zum Spieler des Abends aus KAC-Sicht fungieren.

Im Aufgebot der Rotjacken für das Heimspiel gegen den HCB Südtirol sind gegenüber dem Auswärtsspiel in Villach am vergangenen Dienstag keine großen Veränderungen zu erwarten. Neben Kapitän Manuel Geier fehlt dem EC-KAC auch weiterhin Jamie Lundmark, der in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist und in der kommenden Woche sein Comeback im Lineup feiern könnte.

„Der Sieg im Kärntner Derby hat uns mental natürlich einigen Rückenwind verliehen, von einer kurzen Phase zur Spielmitte abgesehen, hatten wir den Gegner doch recht klar im Griff. Selbstverständlich gibt es nach wie vor Bereiche in unserem Spiel, in denen wir uns verbessern müssen. Diese Fortschritte zu erzielen, das ist unsere Zielsetzung für das Heimspiel gegen den HCB Südtirol. Können wir uns weiter steigern, werden wir an diesem Abend auch erfolgreich sein.“ (Martin Schumnig, Verteidiger EC-KAC)

Medieninfo: KAC

21.09.2017