Ernst Baumeister (Trainer Admira): „So kann man nicht Fußball spielen.“

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In der 9. Runde der Tipico Bundesliga traf in Niederösterreich Derby SKN St Pölten auf Admira Wacker. Die Gäste aus Maria Enzersdorf gingen in der 57. Minute durch ein Tor von Dominik Starkl mit 1:0 in Führung.

Den Hausherren gelang in der 76. Minute durch Roope Riski der Ausgleich und holten noch einen Punkt.

Die Burgenländer schlugen noch in der ersten Hälfte zurück und holten einen verdienten Punkt.

Wir haben die Stimmen zum Spiel.

SKN St. Pölten – FC Admira 1:1 (0:0)
Schiedsrichter: Harald Lechner

Oliver Lederer (Trainer SKN St. Pölten):
… über das Spiel: „Wir hätten gerne einen Dreier gemacht. Ich denke, dass wir sehr viel investiert haben, dann auch gegen Ende, nach dem Ausschluss, diesen Dreier verdient hätten. Am Ende des Tages ist es ein Punkt den wir mitnehmen, weil die Leistung im Vergleich zur Austria wieder um einen Schritt besser war und auf dem lässt sich aufbauen. Ich weiß es sind einfach Phrasen die man so rausklopft. Es ist so, ich habe eine gute Mannschaft gesehen und die Admira ist nicht irgendwer. Die hatten natürlich auch die breite Brust. Von daher sind wir nicht hochzufrieden, aber wir nehmen den Punkt mit.“

… vor dem Spiel über das Verhältnis zwischen ihm und Baumeister: „Es ist so, dass wir nicht mehr ziemlich beste Freunde sind. Wir waren ein gutes Duo, haben gut harmoniert und wie es oft in einer Partnerschaft vorkommt geht man dann einmal getrennte Wege, aber deswegen sind wir noch lange keine Feinde.“

… vor dem Spiel über die Situation seiner Mannschaft: „Wir wissen auch, dass die Situation nicht einfach ist. Trotzdem versuchen wir ruhig zu bleiben und Vertrauen in die Jungs zu haben.“

Eldis Bajrami (SKN St. Pölten):
… über das Spiel: „Ich habe mich riesig auf die Partie gefreut. Gott sei Dank haben wir es noch durchgebracht, dass es sich ausgeht, dass ich spielen darf. Freut mich natürlich wieder. Es wäre meiner Meinung nach schon viel mehr drinnen gewesen, aber wir waren auch 1:0 hinten. Das darf man auch nicht vergessen. Wir sind zurückgekommen. Dann nach der roten Karte von der Admira waren wir deutlich überlegen, das muss man schon so sagen und hatten ein paar Chancen. Aber die Admira hatte auch ein paar Eckbälle, wo es auch gefährlich ist und im Großen und Ganzen sagen wir okay.“

Ernst Baumeister (Trainer FC Admira):
… über das Spiel: „So wie wir heute aufgetreten sind, speziell erste Halbzeit, muss ich mit dem Punkt zufrieden sein und bin es auch. Erste Halbzeit hat die Leistung überhaupt nicht gepasst. St. Pölten hat uns die Räume sehr eng gemacht, sind tief gestanden, aber wir hatten zu wenig Bewegung ohne Ball. Genau das ist es was ich vor dem Match angesprochen habe, Taktik hin oder her. Wenn man sich nicht bewegt und in die Zweikämpfe reingeht, dann nützt die ganze Taktik nichts. Das war erste Halbzeit der Fall, weil wir waren im Ballbesitz und hatten keine Möglichkeit jemanden anzuspielen. So kann man nicht Fußball spielen. Zweite Halbzeit war es dann besser.“

Hans Krankl (Sky Experte):
… über das Spiel: „St. Pölten hätte gewinnen können. St. Pölten hätte es gebraucht, hat alles dafür getan, aber es war halt zu wenig.“

… über die Situation von St. Pölten: „Sie kommen nicht von der Stelle, aber sie haben nicht verloren und werden über den Punkt noch froh sein, obwohl sie zum Schluss besser waren und gewinnen hätten können. Der Punkt bringt ihnen nichts, aber da Mattersburg auch Unentschieden gespielt hat, bleibt alles gleich.“

… über die Leistungen der Mannschaften in der ersten Halbzeit: „Die erste Hälfte waren beide sehr vorsichtig, besonders die Admira.“

… vor dem Spiel über die Lage von St. Pölten: „Für St. Pölten ist es, mit einem Punkt, überlebenswichtig, dass sie heute den ersten Sieg machen, weil sonst sind sie abgeschlagen.“

Andreas Herzog (Sky Experte):
… über die Leistung der St. Pöltner: „Sie waren tonangebend.“

… darüber was beim SKN in der ersten Halbzeit besser läuft als bisher diese Saison: „Dass sie versuchen Druck zu machen. Sie haben jetzt auch noch nicht die Riesenmöglichkeiten herausgespielt, aber ich denke was auch wichtig ist, sie haben bisher die meisten Tore in der Liga gekriegt und jetzt haben sie zumindest einmal defensiv eine gewisse Stabilität und trauen sich natürlich auch nach vorne ein bisschen mehr.“

… über die Leistung des SKN St. Pölten: „Ich denke was wichtig ist für St. Pölten, weil sie doch in den letzten Spielen immer sehr viele Tore gekriegt und Chancen zugelassen haben, dass das heute um einiges besser geklappt hat. Und jetzt muss man sich natürlich noch etwas einfallen lassen, dass man vorne noch eine Spur kreativer, noch zwingender wird und dann endlich einmal einen Sieg einfahrt, weil das ist für die Mannschaft extrem wichtig, dass sich das nicht total in die Köpfe reinsetzt, dass sie das Siegen verlernt haben.“
Presseinfo Sky Austria/red.

23.09.2017